Auszeichnung

CCeV-Studienpreis geht an Augsburger Wirtschaftsingenieur

Zum letzten Mal wurde der CCeV-Studienpreis 2019 von Carbon Composites e.V. vergeben. Gekürt wurden eine leichtbaurelevante Bachelor- und Masterarbeit. Das waren die Gründe für die Auszeichnung.

Den mit jeweils 1000 Euro dotierten CCeV-Studienpreis 2019 erhielten am 12. September 2019 Amon Krichel und Michael Gnädinger. Grund waren ihre Arbeiten zur besseren Vliesorientierung sowie zum Konsolidierungsverhalten von Fiber Steering Preforms. Sie sind die letzten Preisträger, die der Carbon Composites e.V. (CCeV) kürt. Zwar werden auch im kommenden Jahr die besten leichtbaurelevanten Bachelor- und Masterarbeiten ausgezeichnet. Dann aber vom Nachfolgeverein Composites United e.V. (CUeV), einem der weltweit größten Netzwerke für faserbasierten multimaterialen Leichtbau.

Einfallsreichtum wird gelobt

Unmittelbar im Anschluss an die diesjährige Composites Europe-Messe fand die konstituierende Mitgliederversammlung des neu gegründeten Composites United e.V. (CUeV) statt. Darin waren Carbon Composites e.V. und CFK Valley e.V. aufgegangen. Ersterer nutzte die große Bühne für letztmalige Festakte in der Vereinsgeschichte als CCeV. Insbesondere dankte Moderator Dr. Lars Herbeck von Voith Composites den „jungen Talenten, die mit Einsatz und Einfallsreichtum zur Verbesserung von Verfahren und Produkten beitragen“.

Eine fünfköpfige Jury bewertete

Mit jeweils 1000 Euro sind die Studienpreise dotiert. 2019 waren dafür 15 aktuelle Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten zu Faserverbundwerkstoffen oder -technologien eingereicht worden. Deren Innovationsgehalt, Zusammenspiel von Theorie und Praxis sowie Industrierelevanz bewertete eine fünfköpfige Fachjury. Ihr gehörten diesmal Prof. Dr.-Ing. André Baeten (Hochschule Augsburg) an, Günter Deinzer (Audi AG), Dr. Tilo Hauke (SGL Group), Dr. Christoph Irmler (Leichtbauzentrum Sachsen) sowie Gregor Peikert (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften).

‚Recycling‘ eines alten Industrieverfahrens beste Bachelorarbeit

Den Preis für die beste Bachelorarbeit erhielt Amon Krichel. Der 23-jährige Wirtschaftsingenieur der Universität Augsburg hatte am benachbarten Institut für Textiltechnik (ITA) an Vliesen aus rezyklierten Carbonfasern beispielhaft untersucht, inwieweit Nadelstabverstreckung die Orientierung verbessert. Sechs Monate tüftelte er insgesamt an seinem Ansatz, für den er einen „sehr alten Prozess aus der Wollerzeugung“ nutzte. Besonders freute es Krichel, dass er auf einer „Maschine von 1962 zum heute absolut wichtigen Thema Recycling beitragen“ konnte.

Verbesserung eines bestehenden Prozesses beste Masterarbeit

Der CCeV-Studienpreis 2019 für die beste Masterarbeit ging an Michael Gnädinger, der an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrt studierte und dessen Arbeit vom Institut für Flugzeugbau (IFB) betreut wurde. Er hatte am Fraunhofer IGCV das „Konsolidierungsverhalten von im thermoplastischen Automated Fiber Placement Prozess hergestellten Fiber Steering Preforms“ untersucht. Es gelang Gnädinger dabei, prozessbedingte Laminatdefekte zu identifizieren. Nun können sie vermieden und dadurch der Verfahrensprozess optimiert werden.

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Einfallsreichtum wird gelobt

Unmittelbar im Anschluss an die diesjährige Composites Europe-Messe fand die konstituierende Mitgliederversammlung des neu gegründeten Composites United e.V. (CUeV) statt. Darin waren Carbon Composites e.V. und CFK Valley e.V. aufgegangen. Ersterer nutzte die große Bühne für letztmalige Festakte in der Vereinsgeschichte als CCeV. Insbesondere dankte Moderator Dr. Lars Herbeck von Voith Composites den „jungen Talenten, die mit Einsatz und Einfallsreichtum zur Verbesserung von Verfahren und Produkten beitragen“.

Eine fünfköpfige Jury bewertete

Mit jeweils 1000 Euro sind die Studienpreise dotiert. 2019 waren dafür 15 aktuelle Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten zu Faserverbundwerkstoffen oder -technologien eingereicht worden. Deren Innovationsgehalt, Zusammenspiel von Theorie und Praxis sowie Industrierelevanz bewertete eine fünfköpfige Fachjury. Ihr gehörten diesmal Prof. Dr.-Ing. André Baeten (Hochschule Augsburg) an, Günter Deinzer (Audi AG), Dr. Tilo Hauke (SGL Group), Dr. Christoph Irmler (Leichtbauzentrum Sachsen) sowie Gregor Peikert (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften).

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Verbesserung eines bestehenden Prozesses beste Masterarbeit

Der CCeV-Studienpreis 2019 für die beste Masterarbeit ging an Michael Gnädinger, der an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrt studierte und dessen Arbeit vom Institut für Flugzeugbau (IFB) betreut wurde. Er hatte am Fraunhofer IGCV das „Konsolidierungsverhalten von im thermoplastischen Automated Fiber Placement Prozess hergestellten Fiber Steering Preforms“ untersucht. Es gelang Gnädinger dabei, prozessbedingte Laminatdefekte zu identifizieren. Nun können sie vermieden und dadurch der Verfahrensprozess optimiert werden.

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