MAI Carbon

Carbon: Schwabens Mittelstand spielt in neuer Liga

Auf der Pressekonferenz MAI Carbon am 19. Juli. Foto: Rebecca Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Symposium Carbon Composites findet am 19. und 20. Juli in Augsburg statt. Foto: Weingarten / B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
MAI Carbon blickt inzwischen auf fünf Jahre Laufzeit zurück. Nicht nur für die Wissenschaft, auch für den schwäbischen Mittelstand ist die Geschichte des Spitzenclusters eine Erfolgs-Story.

Am 19. und 20. Juli findet das Symposium des Carbon Composites e.V. an der Messe Augsburg statt. Mit dabei sind Hunderte Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft. Neben dem Austausch geht es unter anderem darum, Ergebnisse festzuhalten. Auch die Förderung des Spitzencluster MAI Carbon wird dabei unter die Lupe genommen. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurden die Ergebnisse am 19. Juli erläutert.

Fast 6.000 neue Arbeitsplätze durch MAI Carbon

Die 2011 formulierten Ziele des Spitzenclusters MAI Carbon wurden nahezu vollständig erreicht.  Die Prozesskosten wurden um 65 Prozent reduziert, die Zykluszeit liegt für einzelne Verfahren bei 75 Sekunden, der Verschnitt des wertvollen Materials bei unter fünf Prozent. Fast 6.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen und über 1.000 Studierende auf carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) spezialisiert. Die MAI Carbon Region München – Augsburg – Ingolstadt ist zu einem internationalen Zentrum für Carbon Composites geworden. Wichtige Anschluss-Projekte wie Campus Carbon 4.0 wurden ins Leben gerufen. Der Startschuss dazu fiel bereits im März in Augsburg beim Kickoff-Event mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Weitere Forschungen dringend nötig

Trotz dieser Erfolge sehen die Verantwortlichen noch Luft nach oben. So sollen die Produktions-Kosten weiter gesenkt sowie viele Prozesse und Produkte standardisiert werden. Das Hauptanliegen ist weiterhin, den Werkstoff Carbon serientauglich zu machen. Dr. Andreas Erber von der SGL Group erklärte: „In der Region gibt es ideale Voraussetzungen dafür, den Werkstoff auszuprobieren. Zahlreiche wichtige Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft findet man nur hier.“ Dies bestätigte auch Dr. Lars Herbeck, Geschäftsführer Voith Composites: „Internationale Player kommen nach Schwaben, um hier an Schlüssel-Technologien anknüpfen zu können. Für den Maschinenbau ergeben sich daraus Innovationen, die dringend notwendig sind. Insofern ist MAI Carbon eine Erfolgs-Story für die Industrie.“

MAI Carbon stärkt den regionalen Mittelstand

Eines der wichtigsten Ziele von MAI Carbon ist es, den vertretenen Partnern in der Schlüssel-Technologie CFK zu einer Weltmarkt-Spitzenposition zu verhelfen. Dazu gehört vor allem auch der schwäbische Mittelstand. Ralph Hufschmied, Geschäftsführer der Hufschmied Zerspanungs GmbH aus Bobingen, erklärte: „MAI Carbon ist für uns eine Chance, ein Netzwerk aufzubauen, das über direkte Kunden-Kontakte hinausgeht.“ Zuletzt ist der Mitarbeiter-Stamm um über 70 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen als Top-Zulieferer von BMW ausgezeichnet. Das Unternehmen spielt jetzt in einer anderen Liga mit. „Ohne MAI Carbon gäbe es das nicht“, so Hufschmied.

MAI Carbon trotzt anfänglicher Kritik

Trotz teilweise großer Skepsis am Anfang: MAI Carbon hat sich als Spitzencluster etabliert. Wichtige, zum Teil auf dem Markt konkurrierende Player aus Luft- und Raumfahrt arbeiten gemeinsam an zukunftsweisenden Forschungs-Projekten. „Das ist schon etwas Besonderes“, so Tjark von Reden, Gesamtleiter MAI Carbon. CFK spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Auch wenn diese nicht immer sichtbar ist – der Markt dahinter ist gigantisch. Auch international nimmt die Entwicklung von MAI Carbon besonders in den letzten Jahren Fahrt auf. Dabei wurden zahlreiche Kooperationen geschlossen, beispielsweise mit Südkorea, USA und Norwegen. Der Austausch über die Grenzen hinweg geht voran. Insgesamt liegt die den Anzahl der Partner des Spitzenclusters bei weit über 100.

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Fast 6.000 neue Arbeitsplätze durch MAI Carbon

Die 2011 formulierten Ziele des Spitzenclusters MAI Carbon wurden nahezu vollständig erreicht.  Die Prozesskosten wurden um 65 Prozent reduziert, die Zykluszeit liegt für einzelne Verfahren bei 75 Sekunden, der Verschnitt des wertvollen Materials bei unter fünf Prozent. Fast 6.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen und über 1.000 Studierende auf carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) spezialisiert. Die MAI Carbon Region München – Augsburg – Ingolstadt ist zu einem internationalen Zentrum für Carbon Composites geworden. Wichtige Anschluss-Projekte wie Campus Carbon 4.0 wurden ins Leben gerufen. Der Startschuss dazu fiel bereits im März in Augsburg beim Kickoff-Event mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

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