BVMW - Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.

BVMW und AFAG führen hinter die Kulissen der afa

Der BVMW und AFAG luden zur abendlichen Führung in die Messe Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Mit Bildergalerie: Ungenütztes Potenzial – das ist es, was sich hinter zu vielen Messeauftritten verbirgt. Dabei zählen diese immer noch zu einem der wichtigsten Instrumente für Unternehmen. Welche Kernkompetenzen gefragt sind, wieso weniger mehr ist und welche Bedeutung dem Personal beigemessen wird, erklärte Matthias Hippe von Maximpuls auf der gestrigen BVMW Veranstaltung.

Alle Bilder zum abendlichen Rundgang auf der afa finden Sie hier.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Still ist es auf einem Messegelände nie wirklich. Aber zumindest leise. Das konnten die rund 30 geladenen Gäste gestern Abend in Augsburg feststellen. Der BVMW hatte gemeinsam mit der AFAG zu einem Besuch bei der Augsburger Frühjahrs Ausstellung (afa) gebeten. In den fast leeren Messehallen informierten sich diese bei den Experten über Tipps und Tricks beim Messeauftritt.

So wird der Messeauftritt ein Erfolg

Wichtigste Frage, die sich jeder Aussteller stellen sollte, ist das Ziel des Auftritts, wie Matthias Hippe, Geschäftsführer von Maximpuls, erklärte. Seit Jahren unterstützen Hippe und sein Team Firmen bei Messeauftritten und geben Feedback. Als die drei Kernkompetenzen nannte er den Standort, das Bild des Messestandes und den Auftritt des Personals.

Branchen- und zielabhängig: der Standort entscheidet

Wo sich ein Aussteller präsentiert, ist mitentscheidend für den Erfolg. „Wenn Sie beispielsweise Pfannen verkaufen, dann sollten Sie nicht ganz am Eingang stehen. Keiner kauft eine Pfanne und schleppt diese dann den ganzen Messebesuch mit sich herum“, erklärte Hippe. Es gäbe also keinen allgemein „besten Platz“ auf einer Messe. Branchen- und zielabhängig müsste dies individuell bestimmt werden.

Der Messeauftritt: Warum weniger manchmal mehr ist

Wie präsentiere ich mich richtig auf dem Stand? Dieser Frage sollten sich Aussteller als nächstes nachgehen. Dabei seien klare Strukturen das A und O. „Der Messebesucher muss auf einen Blick erfassen können, um was es hier geht. Weniger kann manchmal mehr sein“, so Hippe. „Das heißt nicht, man dürfe nicht herausstechen.“ Ein Blickfang, etwas dass die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, führe auch zum Erfolg.

Geschultes Personal macht den Unterschied

Doch der beste Standort und der schönste Stand seien vergeblich, wenn das Personal nicht passt. Das sahen auch die Teilnehmer so. Aus eigenen Erfahrungen trugen sie ihre Erwartungen an die Aussteller zusammen. Als wichtigste Punkte nannten diese eine informative Beratung und ein geschultes Personal. Matthias Hippe fasste dieses anschließend mit dem Begriff „HAFI“ zusammen: Höflich, aufmerksam, freundlich, interessiert. Wer dem Besucher zudem Fragen stellt, schont nicht nur seine Stimme, sondern weiß auch, was er dem potenziellen Kunden für einen Abschluss präsentieren muss.

64 Prozent vernachlässigen die Messenacharbeit

Nach der Messe ist vor der Messe. „In all den Jahren haben mein Team und ich die Messeauftritte von rund 2.000 Firmen bewertet. 64 Prozent davon haben die Messenacharbeit völlig vernachlässigt“, bilanzierte Hippe mit ernster Miene. Trotz verteilter Visitenkarten und notierter Kontaktdaten, seien keine versprochenen weiteren Informationen bei den Testern eingegangen. „Wenn Sie nicht einmal eine E-Mail Adresse haben, können sie ihre Kunden nicht kontaktieren. Und wenn Sie sie nicht erreichen, verkaufen Sie auch nichts.“

Netzwerken bei Hasen-Bräu

Begleitet wurde die Veranstaltung von Michael Heilig, BVMW DonauRies, Richard Lang, BVMW Augsburg, Dieter Apprich, Projektleiter der AFAG und Maik Heißer, Projektmanagement AFAG. Diese luden Ihre Gäste im Anschluss an den Rundgang noch zum Get-together und einen Imbiss am Hasen-Bräu Stand ein. Dabei hatten alle Teilnehmer nochmals Gelegenheit, sich mit den Verantwortlichen auszutauschen und Fragen zu stellen.

Was die Teilnehmer erlebt haben, können Sie hier in Bildern nachverfolgen.

Der BVMW informiert über einen guten Messeauftritt
Der BVMW und AFAG luden zur abendlichen Führung in die Messe Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
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Mit Bildergalerie: Ungenütztes Potenzial – das ist es, was sich hinter zu vielen Messeauftritten verbirgt. Dabei zählen diese immer noch zu einem der wichtigsten Instrumente für Unternehmen. Welche Kernkompetenzen gefragt sind, wieso weniger mehr ist und welche Bedeutung dem Personal beigemessen wird, erklärte Matthias Hippe von Maximpuls auf der gestrigen BVMW Veranstaltung.

Alle Bilder zum abendlichen Rundgang auf der afa finden Sie hier.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Still ist es auf einem Messegelände nie wirklich. Aber zumindest leise. Das konnten die rund 30 geladenen Gäste gestern Abend in Augsburg feststellen. Der BVMW hatte gemeinsam mit der AFAG zu einem Besuch bei der Augsburger Frühjahrs Ausstellung (afa) gebeten. In den fast leeren Messehallen informierten sich diese bei den Experten über Tipps und Tricks beim Messeauftritt.

So wird der Messeauftritt ein Erfolg

Wichtigste Frage, die sich jeder Aussteller stellen sollte, ist das Ziel des Auftritts, wie Matthias Hippe, Geschäftsführer von Maximpuls, erklärte. Seit Jahren unterstützen Hippe und sein Team Firmen bei Messeauftritten und geben Feedback. Als die drei Kernkompetenzen nannte er den Standort, das Bild des Messestandes und den Auftritt des Personals.

Branchen- und zielabhängig: der Standort entscheidet

Wo sich ein Aussteller präsentiert, ist mitentscheidend für den Erfolg. „Wenn Sie beispielsweise Pfannen verkaufen, dann sollten Sie nicht ganz am Eingang stehen. Keiner kauft eine Pfanne und schleppt diese dann den ganzen Messebesuch mit sich herum“, erklärte Hippe. Es gäbe also keinen allgemein „besten Platz“ auf einer Messe. Branchen- und zielabhängig müsste dies individuell bestimmt werden.

Der Messeauftritt: Warum weniger manchmal mehr ist

Wie präsentiere ich mich richtig auf dem Stand? Dieser Frage sollten sich Aussteller als nächstes nachgehen. Dabei seien klare Strukturen das A und O. „Der Messebesucher muss auf einen Blick erfassen können, um was es hier geht. Weniger kann manchmal mehr sein“, so Hippe. „Das heißt nicht, man dürfe nicht herausstechen.“ Ein Blickfang, etwas dass die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, führe auch zum Erfolg.

Geschultes Personal macht den Unterschied

Doch der beste Standort und der schönste Stand seien vergeblich, wenn das Personal nicht passt. Das sahen auch die Teilnehmer so. Aus eigenen Erfahrungen trugen sie ihre Erwartungen an die Aussteller zusammen. Als wichtigste Punkte nannten diese eine informative Beratung und ein geschultes Personal. Matthias Hippe fasste dieses anschließend mit dem Begriff „HAFI“ zusammen: Höflich, aufmerksam, freundlich, interessiert. Wer dem Besucher zudem Fragen stellt, schont nicht nur seine Stimme, sondern weiß auch, was er dem potenziellen Kunden für einen Abschluss präsentieren muss.

64 Prozent vernachlässigen die Messenacharbeit

Nach der Messe ist vor der Messe. „In all den Jahren haben mein Team und ich die Messeauftritte von rund 2.000 Firmen bewertet. 64 Prozent davon haben die Messenacharbeit völlig vernachlässigt“, bilanzierte Hippe mit ernster Miene. Trotz verteilter Visitenkarten und notierter Kontaktdaten, seien keine versprochenen weiteren Informationen bei den Testern eingegangen. „Wenn Sie nicht einmal eine E-Mail Adresse haben, können sie ihre Kunden nicht kontaktieren. Und wenn Sie sie nicht erreichen, verkaufen Sie auch nichts.“

Netzwerken bei Hasen-Bräu

Begleitet wurde die Veranstaltung von Michael Heilig, BVMW DonauRies, Richard Lang, BVMW Augsburg, Dieter Apprich, Projektleiter der AFAG und Maik Heißer, Projektmanagement AFAG. Diese luden Ihre Gäste im Anschluss an den Rundgang noch zum Get-together und einen Imbiss am Hasen-Bräu Stand ein. Dabei hatten alle Teilnehmer nochmals Gelegenheit, sich mit den Verantwortlichen auszutauschen und Fragen zu stellen.

Was die Teilnehmer erlebt haben, können Sie hier in Bildern nachverfolgen.

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