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Billigware statt Handwerkskunst? Auch Augsburger Bäcker spüren den Druck
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Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk

Billigware statt Handwerkskunst? Auch Augsburger Bäcker spüren den Druck

Symbolbild. Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de

Das Sonntagsbrötchen: frisch und knusprig, noch ein bisschen warm, gerade so viel, dass die Butter streichzart wird. So darf der Tag gerne beginnen. Doch bevor die Semmel im Brotkorb auf dem Esstisch steht, muss sie erst eingekauft werden. Die Möglichkeiten sind heutzutage vielfältig. Diskounter? Tankstelle? Oder der Bäcker? Letzterer zieht immer öfter den Kürzeren. Das ist ein Problem.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Die traditionellen Bäckereien bekommen immer mehr Konkurrenz. Was früher durch Zünfte geregelt wurde, erlaubt die freie Marktwirtschaft heute. Jeder darf alles zu seinem eigenen Preis anbieten. Das Brötchen, die Semmel und die Breze gibt es nicht länger ausschließlich beim Bäcker. Diskounter und selbst Tankstellen bieten mittlerweile eigenen Backwaren zu Billigpreisen an. Das setzt das Handwerk unter Druck.

Billig-Waren sind eine klare Konkurrenz

„Ja, wir haben ein Problem mit Discountern“, erklärte Peter Mück, Obermeister der Bäckereiinnung Augsburg. Das bestätigt auch der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk: „Ganz klar: Billig-Waren sind immer eine Konkurrenz für teurere Produkte.“ Geld regiert bekanntlich nun mal die Welt. Und „spätestens an der Kasse ist Schluss“, erklärt ein Sprecher der Landes-Innung weiter. Zwar würden regelmäßig Marktumfragen stattfinden, doch der Aussage nach Qualität steht am Ende der Geldbeutel entgegen.

Qualität ist teurer

Was macht die Discounter-Produkte aber so billig? „Diese stellen ihre Backwaren rein maschinell her und können sie zu niedrig Preisen verkaufen“, berichtet Mück. Mit dem traditionellen Handwerk hat das also nicht mehr viel zu tun. Auch geschmacklich greifen diese, so Mück, gerne auf Backmischungen zurück. „Das ist genau das Missliche. Der Verbraucher realisiert nicht, dass billig nicht so qualitativ hochwertig ist wie das teuere Produkt. Diese sind scheinbar identisch. Aber eben doch nicht ganz“, bedauerte der Landes-Innungsverband.

Ballungsräume besonders bedroht

Peter Mück erklärte weiter, dass sich diese Probleme im Moment auf die Ballungsräume konzentrieren. Hier siege die „Bequemlichkeit und die günstigen Preise locken“. Der Ruf des Handwerks ist dadurch aber nicht unbedingt gleich in Gefahr. „Wenn jemand weiß, wie Brötchen schmecken sollen, dann schaden uns die Billigwaren nicht“, so Mück. Auch der Landes-Innungsverband des Bäckerhandwerks gab an: „Dieses Klientel wird man nicht erreichen, egal wie niedrig man die Preise schraubt. Es gibt noch genug Menschen, die auf Bäckerbrötchen setzen.“ Wie viel Verlust das klassische Handwerk dadurch macht, kann die Innung nicht angeben. Dazu sei der Markt zu kurzlebig und unterschiede sich in den Regionen zu sehr.

Auch Landwirte haben mit Discounter-Preisen zu kämpfen

Bedroht von Billig-Anbietern ist aber nicht nur das Bäckerhandwerk. Auch die Landwirte haben zu kämpfen. Seit Monaten liegen die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse am Boden. Ein Grund dafür sind die Discounter-Preise. „Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Co haben die Erzeugerpreise auf ein derart niedriges Niveau gedrückt, dass im Moment die Existenz vieler Bauernhöfe gefährdet ist“, berichtete der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. „Mit Sonderpreisen und Rabattaktionen verschleudern Aldi, Lidl, Edeka, Lidl und Co oft hochwertige Lebensmittel, um Kunden in ihre Läden zu locken und sich zusätzliche Marktanteile zu sichern. Durch die Tengelmann-Übernahme droht der Preisdruck auf uns Bauern noch weiter zu wachsen.Die Übernahme wurde kürzlich von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit einer Ministererlaubnis zugelassen.

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