Netzwerktreffen der Wirtschaftförderung Augsburg

Bernhard Manzl: „Sind Weltspitze bei Produktions Know-how“

Bernhard Manzl und Eva Weber. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFSLEBEN SCHWABEN
Industrie 4.0 und Digitalisierung lauteten die Schlagworte für das Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung Augsburg bei Siemens. Themen, die jeden betreffen, für die es aber keinen einen richtigen Weg gibt.

Die Wirtschaftsförderung Augsburg lädt regelmäßig zu Netzwerktreffen bei Unternehmen aus der Region ein. „Wir stellen oft fest, dass sich die Unternehmer in Augsburg nicht so gut kennen“, erklärte Eva Weber, Zweite Bürgermeisterin der Stadt, bei Ihrer Begrüßung. Dem wolle ihr Referat entgegenwirken. Dabei stehen die Treffen auch immer unter aktuellen Themen. Etwas, dass die Wirtschaft seit Jahren beeinflusst und verändert, sind Industrie 4.0 und Digitalisierung.

„Es gibt nicht den einen Weg“

„Das sind Themen, die jedes Unternehmen betreffen“, machte Weber deutlich. Doch: „Jedes Unternehmen löst dies anders.“ Das ist nicht verwunderlich für Bernhard Manzl, Sprecher der Siemens Niederlassung Augsburg. „Es gibt nicht den einen Weg“, weiß er. „Man muss sich eine Linie rauspicken und dann geht es Schritt für Schritt voran.“ Aktuell verändert sich nicht nur die Art und Weise wie ein Produkt realisiert sondern auch weiterentwickelt wird. Das führt zu neuen Geschäftsmodellen die auf den Bausteinen Geschwindigkeit, Flexibilität, Qualität und Effizienz aufgebaut sind.

Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung Augsburg bei Siemens

„So komplex, dass sich ein Mensch das nicht mehr vorstellen kann“

„Es wird auch die Frage sein: Wie wird die Digitalisierung die Arbeitswelt verändern?“, erklärte Weber. Wie genau dies aussehen wird, weiß heute keiner. Sicher ist nur: „Es wird schnell gehen.“ Das zeigen auch die Projekte der Siemens AG. Bernhard Manzl stellte dazu das Konzept „Digitaler Zwilling“ vor. Produkte und Fertigungsmöglichkeiten werden rein im CAD entwickelt. Der Computer analysiert, errechnet und prüft Produkte, ohne diese vorher je produzieren zu müssen. „Es wird so komplex, dass sich ein Mensch das nicht mehr vorstellen kann“, so Manzl. Damit und durch den 3D-Druck, können sich Unternehmen mehr auf Funktion statt Produzierbarkeit konzentrieren. Es geht schneller, kann mehr getestet werden, bei gleicher bis besserer Qualität zu geringeren Kosten.

Weltspitze – aber nicht in der Anwendung

Wenn das alles schon Realität ist, warum heißt es dann, Deutschland werde abgehängt? Das sieht Bernhard Manzl ganz anders. „Auch in der Einführung und Anwendung hole die Industrie auf. Die Aussage, Deutschland sei abgehängt, habe einen anderen Grund. „Die großen Daten-Riesen wie Google und Facebook sind im Consumermarkt beherrschend. Und es gibt nicht einmal ein deutsches Facebook.“

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