Bezuschussung

Bayern fördert schwäbischen Tourismus und Industrie

Auch in der Corona-Zeit wird in bayerisch-schwäbischen Unternehmen investiert. Unterstützen soll dabei die Regionalförderung der Freistaates Bayern, die 2020 über 30 Millionen Euro bereitstellte. Davon profitiert haben besonders Mittelständler aus Tourismus und Industrie.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat 2020 im Rahmen der Regionalförderung 33 Millionen Euro Zuschüsse für Unternehmen in Schwaben bereitgestellt. Damit wurden 93 gewerbliche Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von fast 265 Millionen Euro unterstützt. Die Bilanz verrät unterdessen, dass auch viele Tourismusbetriebe im vergangenen Jahr investiert haben. Und das trotz der starken Einschränkungen in der Corona-Krise.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärte hierzu: „Die Regionalförderung ist seit vielen Jahren ein Schlüsselinstrument, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken. Die Zuwendungen fließen überwiegend in den ländlichen Raum und unterstützen dort zielgerichtet mittelständische Betriebe, die in ihre Zukunft investieren. Wir sichern dadurch dauerhaft Wirtschaftskraft und Wohlstand in den Regionen. Die hohe Investitionsbereitschaft der schwäbischen Unternehmen ist gerade in Zeiten der Corona-Krise ein starkes Signal.“ Außerdem ergänzte er: „Mit Hilfe der eingesetzten Fördermittel haben wir im Regierungsbezirk alleine 2.023 Arbeitsplätze erhalten, aber vor allem auch 439 neue Arbeitsplätze schaffen können.“

Bayerisch-Schwaben profitiert von bayerischer Hightech Agenda

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Die Jahresbilanz für Schwaben zeigt, dass verglichen mit anderen Regierungsbezirken überdurchschnittlich viele gewerbliche Tourismusvorhaben gefördert wurden. Über ein Drittel der Förderprojekte – 36 an der Zahl – und der Fördersumme, rund 12,2 Millionen Euro, entfallen auf diese Kategorie. Nur für Niederbayern sind die Zahlen höher. Hotels und Gastronomiebetriebe erhielten Zuschüsse, unter anderem für die Modernisierung der Zimmer, die Sanierung von Wellnessanlagen oder den Ausbau der Barrierefreiheit im Gebäude. Aber auch klein- und mittelständische Industrieunternehmen sowie Betriebe aus dem Handwerk, dem Handel und der Dienstleistungsbranche profitierten von der Regionalförderung. Sie bekamen über 20 Millionen Euro für die Anschaffung neuer Fertigungsanlagen oder den Bau von Betriebsgebäuden. Zudem konnten die schwäbischen Unternehmen in erhöhtem Umfang von den Sondermitteln aus der bayerischen Hightech Agenda profitieren.

11.500 Arbeitsplätze gesichert

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In ganz Bayern hat das Wirtschaftsministerium im vergangenen Jahr 553 Investitionsmaßnahmen mit 182,2 Millionen Euro aus der Regionalförderung unterstützt. Das entspricht einer Anhebung der Förderung gegenüber 2019 um 28,4 Millionen Euro. Dadurch konnten bei den Betrieben Investitionen von über 1,2 Milliarden Euro angestoßen werden. 85 Prozent der Fördermittel gingen in den ländlichen Raum. Neben Landesmitteln speiste sich die Regionalförderung aus Geldern vom Bund – etwa 44 Millionen Euro – und von der EU – hier rund 5 Millionen Euro. „Jeder Euro Zuwendung löst 7 Euro an Investitionen bei den Unternehmen aus. Die Regionalförderung hat sich in der Krise bewährt. Wir haben dadurch in ganz Bayern über 11.500 Arbeitsplätze gesichert und knapp 1.900 neue geschaffen. Die jetzt getätigten Zukunftsinvestitionen werden es dem bayerischen Mittelstand ermöglichen, die aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie zu überwinden und neu durchzustarten“, betonte Wirtschaftsminister Aiwanger. 

Regionale Wirtschaftsstruktur verbessern

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Die Regionalförderung ist ein bewährtes staatliches Förderinstrument, für das Mittel des Freistaats, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ eingesetzt werden. Ziel ist es, die Investitionstätigkeit von Unternehmen in strukturschwächeren Regionen zu steigern und dadurch dauerhaft wettbewerbsfähige Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und zu sichern. Für förderfähige Projekte können Unternehmen staatliche Zuschüsse zwischen 10 und 30 Prozent erhalten. Die Höhe der Förderung richtet sich nach Größe und Standort des Unternehmens. Die Antragstellung erfolgt bei den Bezirksregierungen.

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