Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Deutschland muss im internationalen Wettbewerb zulegen. Dafür braucht Deutschland neue Fachkräfte.

Österreich signalisiert der sogenannten „Weiß-Rot-Karte“ qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland, dass sie gebraucht werden. Österreich heißt diese Fachkräfte willkommen.

Deutschland muss für qualifizierte Fachkräfte kämpfen

„Österreich hat im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe vorgelegt. Auch Deutschland muss sich jetzt bewegen, wenn wir im Kampf um qualifizierte Fachkräfte nicht zurückfallen wollen“, stellt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil fest. „Wir führen hier zu Lande endlose und abschreckende Debatten. Wir müssen aufpassen, dass gerade auch die bayerische Wirtschaft dadurch nicht ins Hintertreffen gerät gegenüber den Wettbewerbern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft“, warnt Zeil.

Willkommenskultur für ausländische Spitzenkräfte

Insbesondere Vertretern der Union sollte der Mut Österreichs zu denken geben. „Das Beispiel der ÖVP zeigt, wie man überholte und rückwärtsgewandte Positionen räumt. Wir müssen auch bei uns eine Willkommenskultur für ausländische Spitzenkräfte etablieren. Das offensive und selbstbewusste Werben um qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt ist eine der Schlüsselfragen für die Zukunft Deutschlands“, betont Bayerns Wirtschaftsminister.

Betrieben muss die Anwerbung erleichtert werden

Kurzfristig müssen die Vorrangprüfung in Bereichen mit unübersehbarem Fachkräftelücken ausgesetzt werden. Auch die Einkommensschwellen für Aufenthaltstitel müssen abgesenkt werden. Das lässt sich schnell umsetzen. Diese Maßnahmen würden den Betrieben die Anwerbung dringend benötigter Mitarbeiter spürbar erleichtern.

Einführung eines Punktesystems ist unverzichtbar

Nur so kann eine bedarfsgerechte und unbürokratische Zuwanderungsregelung geschaffen werden. „Wir wollen keine ungezügelte massenhafte Migration, schon gar nicht in die Sozialsysteme. Wir dürfen uns aber der Chancen nicht berauben, die qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland für Deutschland bieten. Überall dort, wo der hohe Bedarf nicht mehr ausreichend mit vorhandenen Fachkräften gedeckt werden kann, müssen wir zusätzlich qualifizierte Menschen gezielt für unser Land gewinnen. Nur so können wir Wachstum und Wohlstand auf Dauer sichern“, bekräftigt Zeil.

Die ‚Rot-Weiß-Rot-Karte'

Die Karte sieht ein flexibles Punktesystem vor. Dabei werden die Zuwanderer aus Drittstaaten in drei Gruppen eingeordnet. Eckpunkte für die Einteilung sind:

Hochqualifizierte Fachkräfte

Die Kriterien für den Arbeitsmarkt-Zugang von internationalen Hochqualifizierten gelten ab Juli 2011. Dabei gelten: sehr hohe Qualifikation, eine gehobene Managementposition oder eine Innovationstätigkeit. Werden in dem neuen Kriterienkatalog 70 von 100 Punkten erreicht gibt es eine Sonderregelung. Dabei kann der Betroffene auch ohne Arbeitsplatzangebot für sechs Monate nach Österreich einreise. Das wird im Rahmen des „Job-Seeker-Visums“ ermöglicht.

Mittlere Qualifikation

Künftig können Betriebe auch Fachkräfte mit mittlerer Qualifikation leichter anwerben. Dafür müssen sie einen Beruf ausüben, der in Österreich stark nachgefragt wird. Dabei ist es wichtig, dass der Beruf nicht durch Inländer abgedeckt werden kann. Für Facharbeiter in Mangelberufen sowie sonstige Schlüsselkräfte gelten folgende Kriterien: Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter und eine bestimmte Verdienstgrenze.

Vorteile für Studenten

Erleichterungen gibt es auch für Universitätsabsolventen aus Nicht-EU-Staaten. Aber auch Rumänen und Bulgaren die in Österreich studiert haben, haben bis Ende 2013 Vorteile. Sie erhalten ab Juli 2011 eine Rot-Weiß-Karte, wenn sie ein adäquates Jobangebot vorweisen können. Dabei muss die Bezahlung mindestens 45 Prozent der Höchstbeitragsgrundlage (rund 1900 Euro) betragen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Deutschland muss im internationalen Wettbewerb zulegen. Dafür braucht Deutschland neue Fachkräfte.

Österreich signalisiert der sogenannten „Weiß-Rot-Karte“ qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland, dass sie gebraucht werden. Österreich heißt diese Fachkräfte willkommen.

Deutschland muss für qualifizierte Fachkräfte kämpfen

„Österreich hat im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe vorgelegt. Auch Deutschland muss sich jetzt bewegen, wenn wir im Kampf um qualifizierte Fachkräfte nicht zurückfallen wollen“, stellt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil fest. „Wir führen hier zu Lande endlose und abschreckende Debatten. Wir müssen aufpassen, dass gerade auch die bayerische Wirtschaft dadurch nicht ins Hintertreffen gerät gegenüber den Wettbewerbern in unserer unmittelbaren Nachbarschaft“, warnt Zeil.

Willkommenskultur für ausländische Spitzenkräfte

Insbesondere Vertretern der Union sollte der Mut Österreichs zu denken geben. „Das Beispiel der ÖVP zeigt, wie man überholte und rückwärtsgewandte Positionen räumt. Wir müssen auch bei uns eine Willkommenskultur für ausländische Spitzenkräfte etablieren. Das offensive und selbstbewusste Werben um qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt ist eine der Schlüsselfragen für die Zukunft Deutschlands“, betont Bayerns Wirtschaftsminister.

Betrieben muss die Anwerbung erleichtert werden

Kurzfristig müssen die Vorrangprüfung in Bereichen mit unübersehbarem Fachkräftelücken ausgesetzt werden. Auch die Einkommensschwellen für Aufenthaltstitel müssen abgesenkt werden. Das lässt sich schnell umsetzen. Diese Maßnahmen würden den Betrieben die Anwerbung dringend benötigter Mitarbeiter spürbar erleichtern.

Einführung eines Punktesystems ist unverzichtbar

Nur so kann eine bedarfsgerechte und unbürokratische Zuwanderungsregelung geschaffen werden. „Wir wollen keine ungezügelte massenhafte Migration, schon gar nicht in die Sozialsysteme. Wir dürfen uns aber der Chancen nicht berauben, die qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland für Deutschland bieten. Überall dort, wo der hohe Bedarf nicht mehr ausreichend mit vorhandenen Fachkräften gedeckt werden kann, müssen wir zusätzlich qualifizierte Menschen gezielt für unser Land gewinnen. Nur so können wir Wachstum und Wohlstand auf Dauer sichern“, bekräftigt Zeil.

Die ‚Rot-Weiß-Rot-Karte'

Die Karte sieht ein flexibles Punktesystem vor. Dabei werden die Zuwanderer aus Drittstaaten in drei Gruppen eingeordnet. Eckpunkte für die Einteilung sind:

Hochqualifizierte Fachkräfte

Die Kriterien für den Arbeitsmarkt-Zugang von internationalen Hochqualifizierten gelten ab Juli 2011. Dabei gelten: sehr hohe Qualifikation, eine gehobene Managementposition oder eine Innovationstätigkeit. Werden in dem neuen Kriterienkatalog 70 von 100 Punkten erreicht gibt es eine Sonderregelung. Dabei kann der Betroffene auch ohne Arbeitsplatzangebot für sechs Monate nach Österreich einreise. Das wird im Rahmen des „Job-Seeker-Visums“ ermöglicht.

Mittlere Qualifikation

Künftig können Betriebe auch Fachkräfte mit mittlerer Qualifikation leichter anwerben. Dafür müssen sie einen Beruf ausüben, der in Österreich stark nachgefragt wird. Dabei ist es wichtig, dass der Beruf nicht durch Inländer abgedeckt werden kann. Für Facharbeiter in Mangelberufen sowie sonstige Schlüsselkräfte gelten folgende Kriterien: Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter und eine bestimmte Verdienstgrenze.

Vorteile für Studenten

Erleichterungen gibt es auch für Universitätsabsolventen aus Nicht-EU-Staaten. Aber auch Rumänen und Bulgaren die in Österreich studiert haben, haben bis Ende 2013 Vorteile. Sie erhalten ab Juli 2011 eine Rot-Weiß-Karte, wenn sie ein adäquates Jobangebot vorweisen können. Dabei muss die Bezahlung mindestens 45 Prozent der Höchstbeitragsgrundlage (rund 1900 Euro) betragen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben