Auszeichnung

Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund offiziell barrierefrei

Die feierliche Überreichung des Signet "Bayern Barierrefrei". Foto: Augsburger Verkehrsverbund GmbH AVV
Dem Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) wurde kürzlich durch Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet.

Am 6.Oktober wurde der AVV durch Staatsministerin Schreyer für die Schulungen seiner Fahrer im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen geehrt. Dr. Klaus Metzger, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des AVV sowie AVV Geschäftsführer Olaf von Hoerschelmann nahmen die Auszeichnung entgegen.

„Barrierefreiheit muss überall mitgedacht werden“

Bei der Verleihung betonte die Ministerin, dass die Regierung die Barrierefreiheit in Bayern voranbringen möchte. Nur gemeinsam könne man Barrieren abbauen und mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. „Barrierefreiheit muss überall mitgedacht werden und jeder kann seinen Teil dazu beitragen“, so die Staatsministerin. Das Signet wird für konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit in Bayern vergeben. Es ist ein Zeichen der Anerkennung und soll ein Ansporn für andere sein, sich für Barrierefreiheit zu engagieren. „Auch Barrieren in den Köpfen müssen abgebaut werden und hierfür sind die Schulungen der Fahrer im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Personen ein schönes Beispiel“, so die Staatsministerin. 

Fahrer erleben was es heißt, auf Hilfe angewiesen zu sein 

In den Schulungen des AVV lernen die Busfahrer unter anderem welche Mobilitätseinschränkungen es gibt. Neben körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen gehören auch phasenweise Einschränkungen wie ein Gipsbein oder einfach nur das Mitführen eines Kinderwagens dazu. Dr. Metzger erklärt: „Sich in die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen hineinzuversetzen – ein Wechsel der Perspektive - führt zu besserem Verständnis und einem besseren Miteinander.“ Darüber hinaus werden in den Schulungen konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. So werden die Teilnehmer unter andrem darin geschult, wie sie mit blinden und tauben Menschen oder Personen im Rollstuhl am besten umgehen. „Durch Brillen, die eine Sehbehinderung simulieren oder den Einsatz anderer, moderner Technologien erleben die Fahrer, wie es sich anfühlt, blind oder taub zu sein und was es bedeutet, auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein“, erläutert von Hoerschelmann.

91 Prozent der Fahrzeuge sollen bis Ende 2018 barrierefrei sein

Behindertenbeauftragter des Landkreises Aichach-Friedberg Herr Koppold betont: „Der AVV setzt sich nicht nur mit seinen vorbildlichen Fahrerschulungen für mobilitätseingeschränkte Menschen ein, sondern auch bei der Ausstattung seiner Fahrzeuge. Denn ein barrierefreier Zugang zu Öffentlichen Verkehrsmitteln bedeuten für behinderte Personen mehr Selbständigkeit und Teilhabe.“ Laut von Hoerschelmann habe der AVV die Anforderung an neue Fahrzeuge, dass diese niederflurig mit Kneeling seinen. Außerdem sei ein Absenken des Fahrzeugs um 7 Zentimeter zur Bordsteinkante gefordert. Darüber hinaus sind Stehplatzperrons gegenüber der zweiten Tür, TFT-Anzeigen im Innenraum, Haltestellenansagen, kontrastreiche Innenräume oder große Fahrzielanzeigen in der neuen Innenraumausstattung angestrebt. Desweiteren soll es keine  Podeste im vorderen Fahrzeugbereich bis Tür zwei geben.

Freistaat fördert Barrierefreiheit

Der Freistaat fördert die Anschaffung barrierefreier Linienbusse, da sie einen einfachen Zugang für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen ermöglichen, sowie das Prinzip der Zwei-Sinne beachten. Signale werden dann sowohl sicht- als auch hörbar ausgestrahlt. „Wir freuen uns sehr über den Erhalt des Signets ‚Bayern barrierefrei‘ und die offizielle Anerkennung für unsere vielfältigen Bemühungen, mobilitätseingeschränkten Menschen den Alltag einfacher zu machen“, schloss von Hoerschelmann.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Auszeichnung

Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund offiziell barrierefrei

Die feierliche Überreichung des Signet "Bayern Barierrefrei". Foto: Augsburger Verkehrsverbund GmbH AVV
Dem Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) wurde kürzlich durch Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet.

Am 6.Oktober wurde der AVV durch Staatsministerin Schreyer für die Schulungen seiner Fahrer im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen geehrt. Dr. Klaus Metzger, Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des AVV sowie AVV Geschäftsführer Olaf von Hoerschelmann nahmen die Auszeichnung entgegen.

„Barrierefreiheit muss überall mitgedacht werden“

Bei der Verleihung betonte die Ministerin, dass die Regierung die Barrierefreiheit in Bayern voranbringen möchte. Nur gemeinsam könne man Barrieren abbauen und mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. „Barrierefreiheit muss überall mitgedacht werden und jeder kann seinen Teil dazu beitragen“, so die Staatsministerin. Das Signet wird für konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit in Bayern vergeben. Es ist ein Zeichen der Anerkennung und soll ein Ansporn für andere sein, sich für Barrierefreiheit zu engagieren. „Auch Barrieren in den Köpfen müssen abgebaut werden und hierfür sind die Schulungen der Fahrer im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Personen ein schönes Beispiel“, so die Staatsministerin. 

Fahrer erleben was es heißt, auf Hilfe angewiesen zu sein 

In den Schulungen des AVV lernen die Busfahrer unter anderem welche Mobilitätseinschränkungen es gibt. Neben körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen gehören auch phasenweise Einschränkungen wie ein Gipsbein oder einfach nur das Mitführen eines Kinderwagens dazu. Dr. Metzger erklärt: „Sich in die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen hineinzuversetzen – ein Wechsel der Perspektive - führt zu besserem Verständnis und einem besseren Miteinander.“ Darüber hinaus werden in den Schulungen konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. So werden die Teilnehmer unter andrem darin geschult, wie sie mit blinden und tauben Menschen oder Personen im Rollstuhl am besten umgehen. „Durch Brillen, die eine Sehbehinderung simulieren oder den Einsatz anderer, moderner Technologien erleben die Fahrer, wie es sich anfühlt, blind oder taub zu sein und was es bedeutet, auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein“, erläutert von Hoerschelmann.

91 Prozent der Fahrzeuge sollen bis Ende 2018 barrierefrei sein

Behindertenbeauftragter des Landkreises Aichach-Friedberg Herr Koppold betont: „Der AVV setzt sich nicht nur mit seinen vorbildlichen Fahrerschulungen für mobilitätseingeschränkte Menschen ein, sondern auch bei der Ausstattung seiner Fahrzeuge. Denn ein barrierefreier Zugang zu Öffentlichen Verkehrsmitteln bedeuten für behinderte Personen mehr Selbständigkeit und Teilhabe.“ Laut von Hoerschelmann habe der AVV die Anforderung an neue Fahrzeuge, dass diese niederflurig mit Kneeling seinen. Außerdem sei ein Absenken des Fahrzeugs um 7 Zentimeter zur Bordsteinkante gefordert. Darüber hinaus sind Stehplatzperrons gegenüber der zweiten Tür, TFT-Anzeigen im Innenraum, Haltestellenansagen, kontrastreiche Innenräume oder große Fahrzielanzeigen in der neuen Innenraumausstattung angestrebt. Desweiteren soll es keine  Podeste im vorderen Fahrzeugbereich bis Tür zwei geben.

Freistaat fördert Barrierefreiheit

Der Freistaat fördert die Anschaffung barrierefreier Linienbusse, da sie einen einfachen Zugang für Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen ermöglichen, sowie das Prinzip der Zwei-Sinne beachten. Signale werden dann sowohl sicht- als auch hörbar ausgestrahlt. „Wir freuen uns sehr über den Erhalt des Signets ‚Bayern barrierefrei‘ und die offizielle Anerkennung für unsere vielfältigen Bemühungen, mobilitätseingeschränkten Menschen den Alltag einfacher zu machen“, schloss von Hoerschelmann.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben