Zwischenbilanz

Augsburg: Christkindlesmarkt ist Umsatzsieger bei Schaustellern

Der Augsburger Weihnachtsmarkt öffnete bereits am 26. November seine Türen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Seit 2015 stiegen die Einnahmen aus dem Weihnachtsgeschäft kontinuierlich. Nach dem „Adobe Holiday Retail Survey 2018“ planen die Deutschen dieses Jahr im Schnitt rund 670 Euro in Weihnachtsgeschenke zu investieren. Bis jetzt scheint sich die gesamtdeutsche Entwicklung auch in Augsburg niederzuschlagen. Die Schausteller auf dem Augsburger Christkindlesmarkt 2018 können bis jetzt eine positive Bilanz ziehen.

Nach diesen Kriterien werden die Stände vergeben

Dieses Jahr stieg die Anzahl der Bewerber für die Verkaufsstände auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt  erneut. Von den 301 Bewerbern konnten so nur 130 zugelassen werden. 171 mussten abgewiesen werden. Der Großteil der Schausteller ist nicht zum ersten Mal dabei. Die Aichacher Schmuckhändler Perl vom „Perlenzauber Marion Perl“ bieten hier so bereits zum achten Mal ihre Waren an. Doch eine regelmäßige Teilnahme sichert den Platz auf dem Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr keineswegs. Entscheidend für eine gelingende Bewerbung sind hier Kriterien wie Kundenfreundlichkeit, Qualität der Ware und Sauberkeit, erklärt Perl.

Augsburg: Christkindlesmarkt ist Umsatzsieger bei Schaustellern

Für Essen und Trinken geben die Augsburger auch bei Regen Geld aus

 „Bei uns fallen die Umsätze je Wetter mal höher und mal niedriger aus. Die Glühweinstände sind aber auch bei Regen gut gefüllt. Bei Essen und Trinken sitzt das Geld auch bei schlechtem Wetter lockerer.“, erklärt der Schmuckhändler. Nach dem Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V. gibt jeder Weihnachtsmarkt-Besucher im Durchschnitt rund 12 Euro aus. Der Betrag teilt sich in etwa zu gleichen Teilen für Verpflegung und Einkäufe auf.

Glühweinverkauf ist besonders lukrativ

Frau Müller-Ebert ist mittlerweile im 30. Jahr auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt. Damals wurde der Glühwein-Verkauf des gesamten Marktes von nur drei Ständen bewerkstelligt. Mittlerweile belaufen sich diese auf 14. Die gestiegene Anzahl an Getränke-Buden ergibt sich aus einer höheren Gewinnspanne bei den Heißgetränken. Im Vergleich zu handwerklichen Gegenständen lasse sich hier aufgrund des geringen Materialwerts ein höheres Plus erwirtschaften, so Perl. 

„Der Weihnachtsmarkt macht guten Teil des Jahresgeschäfts aus“

 „Der Weihnachtsmarkt macht einen guten Teil des Jahresgeschäfts aus. Die vier Wochen Adventszeit merkt man schon. Der Plärrer dauert ja nur zwei Wochen.“, so Frau Müller-Ebert vom Eckstand am Eingang des Sternenwegs. Dies deckt sich mit den Ergebnissen aus den Umfragen des Schaustellerverbands. Nicht für die Einzelhändler ist das Weihnachtsgeschäft essentiell, einige Standbetreiber würden auf den Weihnachtsmärkten bis zu 25 Prozent ihres Gesamtumsatzes erzielen. Vor allem die Essens- und Getränkestände schneiden hier gut ab.

Umsatzgefälle durch Umstrukturierung vermeiden

Der Stand von Frau Müller-Ebert befindet sich Jahr für Jahr an derselben Stelle. Das liegt vor allem daran, dass ihr Glühweinstand nur schwer in die engen Gassen integriert werden könne. Aber auch die Warenverkäufer hätten in der Regel feste Standflächen. Allerdings würden die Imbiss-Buden im jährlichen Turnus ihre Stellplätze wechseln. Damit soll ein zu hohes umsatztechnisches Gefälle zwischen höher und weniger frequentierten Stellplätze verhindert werden.

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