Agentur für Arbeit

Augsburg: Arbeitslosigkeit steigt im Januar rapide an

Die Arbeitslosigkeit in Augsburg stieg erneut. Grund zur Sorge gibt es aber nicht. Die Zunahme-Entwicklung zum Jahresanfang spiegelt die üblichen, jahrestypischen Veränderungen eines dynamischen Arbeitsmarkts wider.

„Jahresende und damit auch Quartalsende, Ende der befristeten Arbeitsverträge für das Weihnachtsgeschäft, Winterankunft: Alles Argumente, warum im Januar die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Dezember stark gestiegen ist. Aber im Grund ist das ein jährlich wiederkehrendes Ereignis, das keinen Anlass zur Besorgnis gibt. Wir registrieren im Vergleich zum Vorjahr sogar weniger Arbeitslose.“, so Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg. Der Anstieg von 1.758 Personen von Dezember auf Januar zeige somit die übliche Entwicklung.

Das sagt der Hauptgeschäftsführer der vbw dazu

„Der bayerische Arbeitsmarkt ist mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weiterhin robust. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern ist im Januar saisonüblich. Der Wert liegt immer noch 0,2 Prozentpunkte unter dem des Vorjahresmonats. Im Vergleich mit den deutschen Ländern liegt Bayern mit Baden-Württemberg auf Platz 1“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Diese Zahlen gehen ebenfalls aus dem aktuellen Bericht hervor

Die  Arbeitslosigkeit mit einer Anzahl von 13.875 Arbeitssuchenden befände sich weiterhin auf historisch niedrigem Niveau, so auch Koller-Knedlik. Die Arbeitslosen-Quote stieg in diesem Monat zwar auf 3,6 Prozent an, läge aber trotzdem noch um 0,3 Prozentpunkte niedriger als noch vor einem Jahr. Auch der Stellenbestand pendelte sich ein, umfasst derzeit 5.452 offene Stellen. Das entspricht einem Plus zum Vorjahr von 4,4 Prozent und einem Minus zum Vormonat von 1,3 Prozent.

Unterbeschäftigung müsste in Arbeitslosen-Zahlen Berücksichtigung finden

Zu den Arbeitslosen-Zahlen müssten aber weitere 5.697 Unterbeschäftigte hinzugezählt werden. Gemeint sind damit Personen, die beispielsweise eine Weiterbildung machen, kurzfristig erkrankt sind oder mit einem Existenzgründungszuschuss gefördert werden. Auch die Unterbeschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Insgesamt suchten im Januar 2019 so 19.572 eine neue Arbeit. Dies entspräche einer Arbeitslosen-Quote von 5,1 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 5,3 Prozent.

Bundesregierung sollte regulierende Maßnahmen ergreifen

Trotz durchaus positiver Entwicklungen, erkennt Brossardt erste Anzeichen einer Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt. Hierbei sieht er vor allem den Bund in der Verantwortung den Status niedriger Arbeitslosigkeit aufrecht zu erhalten. „Die heutigen Bestnoten für Bayern sind für die Zukunft keine Selbstverständlichkeit. Es gibt erste Anzeichen einer Abkühlung. Auch der Höhepunkt des Jobaufbaus dürfte überschritten sein. Damit der Arbeitsmarkt stabil bleibt, müssen jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Hier ist vor allem die Bundesregierung gefordert“.

Diesel-Debatte überschatte eigentliche Herausforderungen

Für die künftige Entwicklung am Arbeitsmarkt wird es nach Brossardts Worten von entscheidender Bedeutung sein, die Herausforderungen für den Automobilstandort Bayern zu bewältigen. „30 Prozent der Wertschöpfung der bayerischen Industrie hängt allein am Auto. Unsere Leitbranche befindet sich durch die technologische Entwicklung bei den Antriebssystemen und die Digitalisierung ohnehin in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Doch anstatt der Branche den Rücken zu stärken, führen wir eine irrsinnige Diesel-Debatte. Diese muss beendet werden, die Grenzwerte sind fundiert zu überprüfen. Hinzu kommt die Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw durch die EU. Hier werden die europäische und insbesondere die deutsche und bayerische Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb stark belastet.“

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Für die künftige Entwicklung am Arbeitsmarkt wird es nach Brossardts Worten von entscheidender Bedeutung sein, die Herausforderungen für den Automobilstandort Bayern zu bewältigen. „30 Prozent der Wertschöpfung der bayerischen Industrie hängt allein am Auto. Unsere Leitbranche befindet sich durch die technologische Entwicklung bei den Antriebssystemen und die Digitalisierung ohnehin in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Doch anstatt der Branche den Rücken zu stärken, führen wir eine irrsinnige Diesel-Debatte. Diese muss beendet werden, die Grenzwerte sind fundiert zu überprüfen. Hinzu kommt die Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw durch die EU. Hier werden die europäische und insbesondere die deutsche und bayerische Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb stark belastet.“

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