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Aktuelles Interview: „Wegschauen geht nicht mehr!“
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Schule für Unternehmer

Aktuelles Interview: „Wegschauen geht nicht mehr!“

Gertrud Hansel, Inhaberin der Schule für Unternehmer. Foto: Schule für Unternehmer

Die Bezuschussung des Unternehmercoachings durch die KfW wurde vor Kurzem bis Juni 2014 verlängert. „Gerade für Firmen, die nicht älter als fünf Jahre sind, ein lohnenswertes Angebot“, findet Gertrud Hansel, Unternehmenscoach für Gründer und Firmenlenker in Augsburg und Umgebung. In Zeiten des Fachkräftemangels sieht sie großen Bedarf, jetzt zu handeln. Im Interview mit B4B SCHWABEN gewährt sie einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.

B4B SCHWABEN: Frau Hansel, das KfW-Unternehmercoaching wurde kürzlich bis 30. Juni 2014 verlängert. Für welche Unternehmer bietet sich ein solches Coaching an?

Gertrud Hansel: Alle Unternehmer, die zum 30. Juni 2014 weniger als fünf Jahre mit ihrem Betrieb am Markt bestehen, können diesen Zuschuss beantragen und erhalten ihn in der Regel auch. Maximal können 6.000 Euro für Coaching beantragt werden, die mit 50 Prozent von der KfW bezuschusst werden. Gründer von Unternehmen, die kürzer als fünf Jahre bestehen, sollten sich also beeilen und den Zuschuss noch rechtzeitig beantragen. Bis zum 15. Juni 2014 ist dies über die IHK, HWK oder das IFB möglich.

B4B SCHWABEN: Worin sehen Sie die Vorteile dieses Programmes?

Gertrud Hansel: Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich immer wieder bestätigt, dass Kontinuität bei einem Coaching besonders gewinnbringend ist. Neben dem Aufbau von unternehmerischem Know-how verändert sich auch das Verhaltens des Unternehmers – und damit natürlich sein Erfolg. Alle Gründer, die bei mir im Coaching waren, konnten im Vergleich zu Gründungen im Alleingang erheblich schneller Erfolge erzielen. Nach drei Jahren müssen viele Unternehmen wieder schließen. Das muss nicht sein. Das Coachingprogramm der KfW hat es vielen Unternehmern ermöglicht, zielgerichtete und effiziente Unterstützung zu erhalten.

B4B SCHWABEN: Was hält Unternehmer davon ab, das Angebot in Anspruch zu nehmen?

Gertrud Hansel: Viele Gründer und junge Unternehmer scheuen den zeitlichen und finanziellen Aufwand. Mit dem Zuschuss der KfW zum Coaching wird jedoch ein wichtiger Startschuss zu einer künftigen Unternehmergeneration, die sich beizeiten in Sachen Betriebswirtschaft, Finanzen, Marketing, Kommunikation, Persönlichkeit und anderen wichtigen Themen Unterstützung an die Seite nimmt, geleistet. Auch wenn ein Start gut gelingt, ist oftmals nach zwei bis drei Jahren eine erneute Umstrukturierung sinnvoll. Deshalb schätzen wir vor allem die Langfristigkeit des Förderprogrammes.

B4B SCHWABEN: Vor einigen Jahren noch war von einem „Gründungsboom“ die Rede. Ist dieser Ihrer Einschätzung nach beendet?

Gertrud Hansel: Die Anzahl der Gründungen geht definitiv zurück. Das liegt natürlich auch an den niedrigen Arbeitslosenzahlen. Als Arbeitnehmer ist man besser abgesichert. Wenn vor einigen Jahren viele Gründer den Impuls aus einer drohenden Arbeitslosigkeit bekamen, sich selbständig zu machen, fällt dies heute meist weg. Wir alle sollten jedoch daran denken, dass die heutigen Gründer die morgigen Arbeitgeber sind, und die Gründungswilligen unbedingt weiterhin unterstützen. Staatliche Förderungen fallen mehr und mehr weg, damit ist für viele das finanzielle Risiko in der Anfangszeit erheblich gestiegen. Dieser Trend spiegelt sich im Gründungsverhalten wider.

B4B SCHWABEN: Wohin geht derzeit der Trend auf dem Unternehmensmarkt?

Gertrud Hansel: Derzeit ist auch in kleineren Firmen das Thema "Fachkräftemangel" ganz konkret angekommen. Gerade in der IT-Branche ist es sehr schwierig, geeignetes Personal zu finden. Auch Handwerksbetriebe finden nur schleppend die richtigen Mitarbeiter. Das ist schade, denn das Handwerk hat Zukunft, gestern wie heute. Wir bemerken, dass das Thema Ausbildung wieder stärker fokussiert wird und viele Unternehmer inzwischen wissen, dass sie sehr konkret etwas tun müssen, um weiterhin gesund zu wachsen oder stabil am Markt zu bestehen. Der Trend geht dahin, dass geeignete Fachkräfte sich den Betrieb, bei dem sie gerne arbeiten würden, aussuchen können - und dies auch tun.

B4B SCHWABEN: Was raten Sie Unternehmern in Bezug auf den Fachkräftemangel?

Gertrud Hansel: Im Coaching sprechen wir viel darüber, wie es möglich ist, das eigene Unternehmen attraktiv darzustellen; die Mitarbeiter nicht als Kostenpunkt, sondern als Menschen wahrzunehmen. Es wird immer noch wichtiger werden, das eigene Unternehmen am Markt so zu präsentieren, dass es nicht nur Kunden, sondern auch künftigen Arbeitnehmern gefällt. Wir empfehlen Unternehmern in einem ersten Schritt, die eigene Website anzuschauen und sich zu überlegen, ob sie sich selbst bei diesem Unternehmen bewerben würden. Eine gute Frage ist hier auch: „Was erzählen unsere Mitarbeiter in ihrer Freizeit?". Es ist bekannt, dass abends und am Wochenende auch im privaten Umfeld viel über die Arbeit gesprochen wird. Diese Tatsache sollten sich Chefs in Bewusstsein rufen und regelmäßig positiven Inputgeben –etwas, worüber sich die Mitarbeiter sich freuen und nach außen weitergeben. So steigt auch der gute Ruf als Arbeitgeber. Am wichtigsten ist es beim Fachkräftemangel wohl, sich darauf einzustellen, dass es nicht leichter werden wird, das richtige Personal zu finden. Gut vorbereitet lässt es sich gut bewerkstelligen. Wegschauen geht nicht mehr!

B4B SCHWABEN: Danke für das freundliche Gespräch!

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