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A8-Ausbau: Verkehrsprojekte schaffen Freiheit – oder doch nicht?
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Kommentar

A8-Ausbau: Verkehrsprojekte schaffen Freiheit – oder doch nicht?

 Die A8 bei Augsburg. Foto: Ulrich Wagner

Heute ist es soweit: Ein weiterer, entscheidender Bauabschnitt der A8 wird endlich für den Verkehr freigegeben. Es ist nur ein Verkehrsprojekt von vielen, das derzeit die gesamte Region bewegt. Doch es hat auch Schwachstellen.

Ob direkt in Bayerisch-Schwaben oder überregional, ob es sich um die Ortsumfahrung für Adelsried oder Diedorf/Vogelsang, die Pläne für Augsburgs Osttangente, die neue Trasse der B300 zwischen Dasing und Aichach, den Ausbau der A8 zwischen Ulm und Stuttgart oder das milliardenschwere Brennerbauwerk handelt: Für die Wirtschaft sind diese Projekte von enormer Bedeutung.

Weniger Stress für Anwohner, eine spürbare Entlastung für Autofahrer und eine stärkere Wirtschaft: Das ist es, was sich die Verantwortlichen in der Regel von solchen Megainvestitionen versprechen. Bis diese allerdings eintreten, bringen Verkehrsprojekte vor allem eins: jede Menge Ärger. Denn so unabdingbar sie auch sein mögen, sie werden kaum je als übergreifende Projekte verstanden und geplant.

Der frisch ausgebaute Abschnitt der A8 bei Merklingen wird zwar eine Entlastung bringen; wenige Kilometer weiter staut sich der Verkehr jedoch weiterhin am Drackensteiner Hang. Eine Lösung für dieses Problem wird es frühestens in acht Jahren geben. Ein ähnliches Nadelöhr entsteht am Brenner: Darauf, dass ab 2026 Hunderte Züge täglich auf Bayern zurollen, ist die Region gar nicht vorbereitet. Was die Ortsumfahrung Diedorf/Vogelsang oder die Osttangente angeht, ist man sich ob der Wichtigkeit zwar einig, über den Trassenverlauf wird jedoch heftig diskutiert.

Die Gründe dafür, dass Verkehrsprojekte stocken, sind vielfältig. Mal sind die notwendigen Mittel nicht vorhanden, mal wird man sich nicht einig, mal sind die Zuständigkeiten gar nicht oder nur streckenabschnittsweise geklärt oder unterschiedlich verteilt. Das ist schlecht, weil so Barrieren geschaffen werden, die es im heutigen Europa eigentlich nicht mehr gibt oder zumindest nicht mehr geben sollte. Die wirtschaftlichen Beziehungen bayerisch-schwäbischer Unternehmen enden schließlich nicht an den Grenzen zu Baden-Württemberg, Oberbayern oder Vorarlberg.

Dass letztendlich doch jeder sein eigenes Süppchen kocht, schwächt diese Megaprojekte. Sie können gar nicht den Nutzen bringen, den man sich durch sie erhofft hatte. Das ist traurig, denn kaum etwas wird heutzutage als so wichtig angesehen wie umfassende Mobilität. Mobil zu sein bedeutet, frei zu sein – in jeglicher Hinsicht.

Sind sie jedoch zu langsam, zu schwach, zu ineffizient, dann sind Verkehrsprojekte ihr Geld und ihren Aufwand nicht wert. Es braucht starke, weitsichtige und vor allem mutige Entscheidungen, die über direkte Zuständigkeiten hinausdenken. Nur dann können Wirtschaftsräume wirklich erfolgreich weiterentwickelt werden.

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