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63. Luft- und Raumfahrtkongress: Augsburg präsentiert sich
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Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

63. Luft- und Raumfahrtkongress: Augsburg präsentiert sich

 Die robotische Forschungsplattform ZLP des DLR in Augsburg. Quelle: Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Augsburg zählt durch seine hohe Ingenieurskunst inzwischen zu den Top-Technologiestandorten weltweit. Grund genug, den 63. Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress der DGLR in Augsburg abzuhalten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt öffnete den Besuchern exklusiv seine Pforten, ebenso die Fraunhofer-Gesellschaft. 

von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion

Rund 20.000 Menschen sind in Augsburg und der Umgebung in der Luft- und Raumfahrtbranche angestellt. Die gesamte Branche präsentierte sich und den Technologiestandort beim 63. Luft- und Raumfahrtkongress der DGLR und zeigte den Besuchern neue Einblicke. „Als anwendungsorientierter Technologie- und Produktionsstandort bieten wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrtindustrie optimale Bedingungen“, berichtet die zweite Bürgermeisterin Eva Weber bei der Führung durch den Rohbau des Technologiezentrums, das Herzstück des Augsburger Innovationspark. „Innovationen etwa bei Komponenten, Aero- und Raumfahrtstrukturen bis hin zu ganzen Luftfahrzeugen werden beschleunigt und schnell in marktreife Produkte umgesetzt“, so Weber weiter.

Räumliche Nähe schafft auch gedankliche Nähe

Zahlreiche Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie sind am Wirtschaftsstandort Augsburg und im Umkreis von einer Autostunde ansässig, rund 20.000 Beschäftigte zählt die Branche in der Region. Dazu zählen Materialhersteller, Automatisierer für die Produktion, große Systemintegratoren und Zulieferer. Einer der weltweit größten, externen Zulieferer für Airbus ist Premium AEROTEC in Augsburg. Bei der Veranstaltung erläuterte Dr. Guido Henn, Leiter für kohlenstofffaserverstärkte Teile CFK, welche Vorteile das Unternehmen vom Sitz Augsburg hat und wie die Kooperation mit der in Augsburg ansässigen Fraunhofer-Projektgruppe Funktionsintegrierter Leichtbau (FIL) aussieht: „Räumliche Nähe schafft auch gedankliche Nähe: Da kann man auch ungewöhnliche Ideen gemeinsam zu einer echten Innovation treiben – schnell und effizient. Erste Erfolge bei der Einführung einer neuen gemeinsam entwickelten Technologie zur automatisierten Herstellung von CFK-Bauteilen sind ein Beleg dafür.“ 

Faserverbundstoffe sind neues Forschungsobjekt im Raum Augsburg

 „Mit unseren lokalen Partnern wie Premium Aerotec, KUKA, SGL, MT Aerospace, Airbus Helicopters und vielen mehr sind wir eng vernetzt“, so Prof. Dr. Klaus Drechsler. Er leitet die Projektgruppe FIL, die zum Institut für Chemische Technologie ICT gehört. Fraunhofer-Wissenschaftler arbeiten in Augsburg mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen. In Augsburg forscht das DLR an automatisierbaren, serientauglichen Produktionsverfahren für Leichtbaustrukturen, insbesondere aus Faserverbundwerkstoffen. Von der Modernität der Anlagen am Standort konnten sich die Teilnehmer beim Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des DLR überzeugen: „Bei uns am DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktionstechnologie in Augsburg entwickeln wir mit einer international einzigartigen robotischen Forschungsplattform modernste Automationstechnologien für die Produktion von Leichtbaustrukturen der Luft- und Raumfahrt im Full-Scale-Maßstab“, erläuterte Prof. Dr. Heinz Voggenreiter, Direktor des DLRInstituts für Bauweisen und Strukturtechnologie.

Ausbildung auf Standort zugeschnitten

Auch für die Ausbildung ist am Standort gesorgt: Die Hochschule Augsburg bietet zum Beispiel den englischsprachigen Studiengang Lightweight Construction and Composite Technology. Am Institut für Materials Ressource Management (MRM) können sich Interessierte an der Universität Augsburg zum Bachelor „Wirtschaftsingenieur“ ausbilden lassen. Der sparsame Einsatz von Ressourcen steht dabei im Mittelpunkt. 

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