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20. Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Augsburg
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Stadtwerke Augsburg

20. Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Augsburg

 Dr. Claus Gebhardt mit Hermann Köhler; Foto: swa/Thomas Hosemann

Jetzt hat die Heinrich-von-Buz Realschule im Augsburger Stadtteil Oberhausen ihr eigenes Kraftwerk im Keller. Neben Gas-Brennwertkesseln liefert ein Blockheizkraftwerk (BHKW) nicht nur Wärme für die Schule und 14 Häuser mit rund 300 Wohnungen in der Nachbarschaft, sondern erzeugt gleichzeitig in Kraft-Wärme-Kopplung Strom.

Das ist das 20. BHKW, das die Stadtwerke Augsburg im so genannten Contracting als Energiedienstleistung für Gebäudeeigentümer eingebaut haben und betreiben. Neben fünf Anlagen in Augsburger Schulen wurden die BHKW’s vor allem in Wohnanlagen eingebaut.

Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk?

Das Blockheizkraftwerk besteht aus einem Erdgas betriebenen Motor, der über einen Generator Strom erzeugt. Die entstehende Wärme wird für Heizung und Warmwasser ebenfalls genutzt. Mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent ist diese Art der Energiegewinnung besonders effizient und umweltschonend.

Unser Beitrag zur Energiewende

„Mit dem BHKW haben wir nicht nur die Energieversorgung der Schule und der Wohngebäude auf modernste Technik umgerüstet, sondern leisten mit dieser Art der dezentralen, umweltschonenden Energieversorgung einen weiteren Beitrag zur Energiewende“, erklärt der Geschäftführer der Stadtwerke Augsburg Dr. Claus Gebhardt.

Das virtuelle Kraftwerk

Die 20 Blockheizkraftwerke werden von den Stadtwerken zentral geregelt, indem sie zu einem so genannten „virtuellen Kraftwerk“ zusammengeschlossen werden. Nachdem die BHKWs sehr flexibel regulierbar sind, können Netzschwankungen, die durch regenerative Energie wie Wind und Sonne entstehen, ausgeglichen werden. Eine Testphase für das virtuelle Kraftwerk werden die Stadtwerke Augsburg im Frühjahr starten.

BHKW Strom ist günstiger

Das BHKW in der Heinrich-von-Buz Realschule hat eine Leistung von 50 kW und liefert etwa 275.000 kWh Strom pro Jahr. Zum Großteil wird der Strom in der Schule verbraucht, der Rest wird ins öffentliche Netz gespeist. „Für die angeschlossenen Kunden entstehen mit dem BHKW keine Kosten für Investition und Betrieb der Anlage, sondern diese werden von den Stadtwerken übernommen“, so Gebhardt. „Der im BHKW erzeugte Strom ist für die Schule günstiger als der normale Strompreis.“

10 weitere Anlagen bis 2014

Die Stadtwerke haben vor 20 Jahren das erste BHKW in einer Wohnanlage eingebaut, im vergangenen Jahr waren es sieben.  Mindestens zehn weitere BHKWs sind bis Ende 2014 geplant. Die bestehenden 20 Anlagen liefern gut neun Millionen kWh Strom pro Jahr; das entspricht dem Strombedarf von über 3.700 Augsburger Haushalten mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.400 kWh.