HWK und IHK Schwaben

15. Forum Zukunft Schwaben nimmt Gründerszene in den Fokus

Dr. Andreas Kopton. Ilse Aigner, Hans-Peter Rauch. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Rund 190 „Macher“ aus der schwäbischen Wirtschaft, der Politik und von Institutionen, Kommunen und Verbänden hatten sich zur 15. Ausgabe des Forum Zukunft Schwaben angemeldet. In der Handwerkskammer in Augsburg fanden sie sich zum Netzwerken zusammen. Im Fokus stand die Gründerszene.

„Es geht um das ‚Unternehmer-Werden‘ und das ‚Unternehmer-Sein‘. Es geht um den Stellenwert des Unternehmers in Wirtschaft und Gesellschaft und schließlich um die Frage, woher die Gründer von heute und morgen kommen und wie wir diese fördern, unterstützen und begleiten können“, leitete HWK Schwaben-Präsident Hans-Peter Rauch das jährlich stattfindende Forum der beiden Wirtschaftskammern in Bayerisch-Schwaben ein. „Ohne begeisterungsfähige, mutige und auch risikobereite Unternehmer-Persönlichkeiten gibt es keine Innovationen, werden weder Arbeitsplätze noch Ausbildungsstellen geschaffen.“

15. Forum Zukunft Schwaben in Augsburg

IHK Schwaben: Unkalkulierbarkeit, Undurchdachtes und Unvermeidliches bedrohen die Wirtschaft

Risiken liegen für IHK Schwaben-Präsident Dr. Andreas Kopton in den drei U’s: Unkalkulierbarkeit, Undurchdachtes und Unvermeidliches. Sicherheitspolitische Frage und der Trend hin zur Kleinstaaterei können nicht oder nur sehr schwer mit einberechnet werden. Ein Schwarz-Weiß-Zeichnen der Politik bei Themen wie dem Dieselmotor führe außerdem zu unabsehbaren Konsequenzen. Schließlich stehen Wirtschaft und Gesellschaft vor den Herausforderungen der Digitalisierung und dem demografischen Wandel: beides Einflüsse, denen sich keiner entziehen kann.

Freistaat will mehr Menschen zum Gründen bewegen

Umso wichtiger werden hier Gründer und junge Unternehmer. Die Impulse, die hieraus generiert werden, spielen eine entscheidende Rolle, ist Kopton überzeugt. Die Anzahl der Gründungen in Schwaben habe aber nachgelassen. Daher bedankte er sich bei Wirtschaftsministerin Ilse Aigner für die zahlreichen Initiativen, die der Freistaat in den vergangenen Jahren startete, um diesem Trend entgegenzuwirken. Eine Aufgabe, derer sich Frau Aigner gerne annimmt, wie sie in ihrer Begrüßungsrede erklärte. Das erste vollvernetze Auto, die ersten digitalen Fabriken und die besten Spitzen-Betriebe des Handwerks will sie in Bayern wissen, erklärte die Ministerin ihre Motivation.

Das Umwelt-Technologische Gründerzentrum Augsburg, das Digitale Gründerzentrum Schwaben und der Digital Bonus Bayern sind hierbei nur einige Beispiele der breitgefächerten Offensive. Alle Programme würden auf reges Interesse stoßen, wie die Ministerin betonte. Zu jedem vom Freistaat investierten Euro käme sieben Euro aus privatem und eigenem Kapital. Angestrebt seien etwa drei bis vier Euro gewesen.

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