ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

vbw-Studie: Deutscher Export stüzt EU

Von der deutschen Exportstärke profitieren auch andere EU-Staaten. Foto: I. Rasche / pixelio.de

Laut einer vbw Studie stützt die deutsche Exportstärke die EU, nicht umgekehrt. Vor allem die Nachfrage der deutschen Industrie nach Vorleistungsgütern schafft Arbeitsplätze in vielen anderen Eu-Staaten.

Die exportstarke deutsche Industrie sorgt in vielen EU-Staaten für Wachstum und Beschäftigung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Prognos AG für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt hat. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt weiß: „Unsere europäischen Partner profitieren vom Erfolg der Unternehmen in der Bundesrepublik. Die Studie beweist: Der Bedarf an Vorleistungen für die heimische Industrie sorgt in den anderen Ländern der EU für 3,5 Millionen Arbeitsplätze.“ Andersherum profitiert insbesondere die Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft auch vom Erfolgsfaktor Europa.

vbw: Deutsche Nachfrage nach Vorleistungsgütern stärkt EU-Wirtschaft

Vor allem die große Nachfrage der deutschen Wirtschaft nach Vorleistungsgütern, die für den Produktionsprozess benötigt werden, trägt zum Wirtschaftswachstum in anderen Eu-Ländern bei. Den Studienergebnissen zufolge bezieht die deutsche Industrie aus der EU insbesondere Vorleistungen für die chemische Industrie, den Fahrzeugbau, den Maschinenbau und die Elektrotechnik. Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente braucht die deutsche Industrie derzeit in rauen Mengen.

vbw: Deutsche Exportstärke schafft Arbeitsplätze im Ausland

Dabei hat die Bundesrepublik für die verschiedenen Volkswirtschaften ganz unterschiedliche Bedeutungen. So ist Tschechien besonders eng mit Deutschland verflochten: Fast 8 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung gehen auf die Vorleistungsnachfrage der deutschen Industrie zurück. In Ungarn sind es 7 Prozent, in der Slowakei, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Rumänien und Slowenien zwischen 4 und 5 Prozent. Brossardt ergänzt: „Allein in Polen hängen 620.000 Arbeitsplätze an den Vorleistungslieferungen nach Deutschland, in Tschechien sind es 370.000, in Ungarn 250.000, in Italien und Frankreich 300.000 beziehungsweise 260.000.“

vbw: deutsche Exportstärke schadet anderen EU-Staaten nicht

Darüber hinaus zeigen verschiedene Szenario-Rechnungen der Untersuchung, dass eine wirtschaftliche Stagnation Deutschlands ebenso wie eine Verschlechterung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit den anderen europäischen Volkswirtschaften schaden würde. Für den Fall einer Stagnation des deutschen Wirtschaftswachstums läge das EU-weite Bruttoinlandsprodukt ohne Deutschland im Jahr 2016 um 40 Milliarden Euro niedriger als bei einer Wachstumsprognose für die Bundesrepublik von 1,5 Prozent pro Jahr. Eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie würde laut Studie dazu führen, dass das EU-Bruttoinlandsprodukt ohne Deutschland im Jahr 2020 um etwa 0,4 Prozent niedriger läge. Brossardt betont: „Damit ist die Mär widerlegt, die Exporterfolge der Bundesrepublik gingen zu Lasten der anderen EU-Staaten. Gerade aus Sicht unserer europäischen Partner ist eine Schwächung der deutschen Industrie unsinnig.“

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vbw-Studie: Deutscher Export stüzt EU

Von der deutschen Exportstärke profitieren auch andere EU-Staaten. Foto: I. Rasche / pixelio.de

Laut einer vbw Studie stützt die deutsche Exportstärke die EU, nicht umgekehrt. Vor allem die Nachfrage der deutschen Industrie nach Vorleistungsgütern schafft Arbeitsplätze in vielen anderen Eu-Staaten.

Die exportstarke deutsche Industrie sorgt in vielen EU-Staaten für Wachstum und Beschäftigung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Prognos AG für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt hat. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt weiß: „Unsere europäischen Partner profitieren vom Erfolg der Unternehmen in der Bundesrepublik. Die Studie beweist: Der Bedarf an Vorleistungen für die heimische Industrie sorgt in den anderen Ländern der EU für 3,5 Millionen Arbeitsplätze.“ Andersherum profitiert insbesondere die Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft auch vom Erfolgsfaktor Europa.

vbw: Deutsche Nachfrage nach Vorleistungsgütern stärkt EU-Wirtschaft

Vor allem die große Nachfrage der deutschen Wirtschaft nach Vorleistungsgütern, die für den Produktionsprozess benötigt werden, trägt zum Wirtschaftswachstum in anderen Eu-Ländern bei. Den Studienergebnissen zufolge bezieht die deutsche Industrie aus der EU insbesondere Vorleistungen für die chemische Industrie, den Fahrzeugbau, den Maschinenbau und die Elektrotechnik. Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente braucht die deutsche Industrie derzeit in rauen Mengen.

vbw: Deutsche Exportstärke schafft Arbeitsplätze im Ausland

Dabei hat die Bundesrepublik für die verschiedenen Volkswirtschaften ganz unterschiedliche Bedeutungen. So ist Tschechien besonders eng mit Deutschland verflochten: Fast 8 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung gehen auf die Vorleistungsnachfrage der deutschen Industrie zurück. In Ungarn sind es 7 Prozent, in der Slowakei, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Rumänien und Slowenien zwischen 4 und 5 Prozent. Brossardt ergänzt: „Allein in Polen hängen 620.000 Arbeitsplätze an den Vorleistungslieferungen nach Deutschland, in Tschechien sind es 370.000, in Ungarn 250.000, in Italien und Frankreich 300.000 beziehungsweise 260.000.“

vbw: deutsche Exportstärke schadet anderen EU-Staaten nicht

Darüber hinaus zeigen verschiedene Szenario-Rechnungen der Untersuchung, dass eine wirtschaftliche Stagnation Deutschlands ebenso wie eine Verschlechterung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit den anderen europäischen Volkswirtschaften schaden würde. Für den Fall einer Stagnation des deutschen Wirtschaftswachstums läge das EU-weite Bruttoinlandsprodukt ohne Deutschland im Jahr 2016 um 40 Milliarden Euro niedriger als bei einer Wachstumsprognose für die Bundesrepublik von 1,5 Prozent pro Jahr. Eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie würde laut Studie dazu führen, dass das EU-Bruttoinlandsprodukt ohne Deutschland im Jahr 2020 um etwa 0,4 Prozent niedriger läge. Brossardt betont: „Damit ist die Mär widerlegt, die Exporterfolge der Bundesrepublik gingen zu Lasten der anderen EU-Staaten. Gerade aus Sicht unserer europäischen Partner ist eine Schwächung der deutschen Industrie unsinnig.“

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