ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.

vbw zeigt Chancen der grenznahen Regionen

Europa © Anton Balazh

Anlässlich des zehnten Jahrestags der EU-Osterweiterung beleuchtet die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.  in einer aktuellen Analyse die Chancen der grenznahen Regionen des Freistaats und zeigt Wege für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung auf.

Für Bayern ist die EU-Erweiterung vor zehn Jahren ein wichtiger Schritt in der Geschichte der wirtschaftlichen Entwicklung gewesen. „Die Unternehmen mit Grenznähe haben die verschärfte Wettbewerbssituation seit der Erweiterung im Jahr 2004 angenommen und sind ihr erfolgreich begegnet. Sie haben die Chancen genutzt, die sich durch die Öffnung der Märkte in Mittel- und Osteuropa ergeben haben. Indem sie Teile ihrer Wertschöpfungskette aus den nahe gelegenen, kostengünstigen MOE-Staaten beziehen oder selbst dort produzieren, haben sie ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Außerdem haben sie die mittel- und osteuropäischen Staaten als Exportmärkte erschlossen“, weiß vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Wirtschaft in grenznahen Regionen stärker gewachsen

Wie die vbw Erhebung zeigt, waren die Sorgen im Vorfeld der Osterweiterung unbegründet. Die Wirtschaft in den grenznahen Regionen in Ostbayern, Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern, ist sogar stärker gewachsen als im bayernweiten Durchschnitt. Bis 2007 legte sie in ähnlichem Umfang zu wie im gesamten Freistaat. Danach stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Grenzregion leicht überdurchschnittlich. Im Jahr 2011 lag das BIP dort um 37,3 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000, bayernweit lag das Plus bei 33,2 Prozent. Zudem verringerte sich beim BIP pro Einwohner der Abstand zum bayernweiten Niveau: In den grenznahen Regionen des Freistaats lag es im Jahr 2011 bei 31.855 Euro. Das entspricht 87,7 Prozent des bayernweiten Durchschnitts von 36.317 Euro. Elf Jahre zuvor waren es lediglich 82,1 Prozent.

Betriebe können von Nearsourcing profitieren

Um die Wertschöpfung zu steigern, gilt es laut vbw unter anderem, die Chancen des so genannten Nearsourcings zu nutzen. So können die Betriebe von den Kostenvorteilen und dem dynamischen Wachstum in den mittel- und osteuropäischen Staaten profitieren. Zudem muss nach Ansicht Brossardts der Anstieg der Arbeitskosten begrenzt bleiben: „Das hohe Niveau der Arbeitskosten ist unser entscheidender Wettbewerbsnachteil. Die Tarifparteien sind gefordert, eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik zu verfolgen. Der Staat muss die Personalzusatzkostenquote stabilisieren und mittelfristig wieder senken. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, bedarf es zudem Investitionen in die Verkehrs- und IT-Infrastruktur.“

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Wirtschaft in grenznahen Regionen stärker gewachsen

Wie die vbw Erhebung zeigt, waren die Sorgen im Vorfeld der Osterweiterung unbegründet. Die Wirtschaft in den grenznahen Regionen in Ostbayern, Oberfranken, Oberpfalz und Niederbayern, ist sogar stärker gewachsen als im bayernweiten Durchschnitt. Bis 2007 legte sie in ähnlichem Umfang zu wie im gesamten Freistaat. Danach stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Grenzregion leicht überdurchschnittlich. Im Jahr 2011 lag das BIP dort um 37,3 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000, bayernweit lag das Plus bei 33,2 Prozent. Zudem verringerte sich beim BIP pro Einwohner der Abstand zum bayernweiten Niveau: In den grenznahen Regionen des Freistaats lag es im Jahr 2011 bei 31.855 Euro. Das entspricht 87,7 Prozent des bayernweiten Durchschnitts von 36.317 Euro. Elf Jahre zuvor waren es lediglich 82,1 Prozent.

Betriebe können von Nearsourcing profitieren

Um die Wertschöpfung zu steigern, gilt es laut vbw unter anderem, die Chancen des so genannten Nearsourcings zu nutzen. So können die Betriebe von den Kostenvorteilen und dem dynamischen Wachstum in den mittel- und osteuropäischen Staaten profitieren. Zudem muss nach Ansicht Brossardts der Anstieg der Arbeitskosten begrenzt bleiben: „Das hohe Niveau der Arbeitskosten ist unser entscheidender Wettbewerbsnachteil. Die Tarifparteien sind gefordert, eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik zu verfolgen. Der Staat muss die Personalzusatzkostenquote stabilisieren und mittelfristig wieder senken. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, bedarf es zudem Investitionen in die Verkehrs- und IT-Infrastruktur.“

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