Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.

KJF-Tagesmütter entlasten berufstätige Eltern in Aichach-Friedberg

Daniela Bruchhagen ist eine von rund 30 Tagesmüttern in Aichach-Friedberg. Foto: KJF / Angela Kastner
Daniela Bruchhagen ist eine von rund 30 Tagesmüttern in Aichach-Friedberg. Foto: KJF / Angela Kastner

Gerade für berufstätige Eltern ist ein Betreuungsplatz für die Kinder wichtig. Doch mit einem Platz in der Kinderkrippe sind häufig bestimmte Aufnahmemonate sowie eine Mindestbuchungszeit verbunden. Deshalb bietet die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KFJ) rund 30 Tagesmütter und -väter im Landkreis Aichach-Friedberg.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

„Viele Eltern wissen nicht, dass es neben den gängigen Betreuungsangeboten, wie beispielsweise Kinderkrippe, Kindergarten und Hort auch die Möglichkeit gibt, sein Kind von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreuen zu lassen“, erklärt Angela Kastner vom Erziehungs- und Jugendhilfeverbund (EJV) Aichach-Friedberg, der zur Katholischen Jugendfürsorge gehört.

Berufstätige Eltern profitieren von flexiblen Betreuungszeiten

Generell steht die Tagespflege allen Kindern bis zu 14 Jahren offen. „Die flexiblen und individuell abgestimmten Betreuungszeiten sind gerade für berufstätige Eltern ein großes Plus“, weiß auch Danila Bruchhagen. Sie arbeitet seit zwei Jahren als eine der rund 30 Tagesmütter im Landkreis. Die Betreuung durch eine Tagesmutter bietet sich vor allem für Eltern an, die nicht direkt nach Unterrichtsende zu Hause sein können und auch keinen Hortplatz für ihr Kind bekommen haben. „Denn Tagespflege bietet sich auch als Ergänzung zu den anderen Betreuungsangeboten an“, erklärt Kastner.

Maximal fünf Kinder bei einer Betreuungsperson

Daniela Bruchhagen betreut insgesamt vier Tageskinder und ein eigenes Kind bei sich zu Hause. Jeder Tagesmutter oder eben auch jedem Tagesvater steht es frei, wie viele Kinder sie oder er gleichzeitig betreuen möchte. Maximal können es jedoch nur fünf sein. „Die Anzahl der Kinder hängt von der Größe der Räumlichkeiten ab“, ergänzt Kastner.

„Jährliche Fortbildungen sind verpflichtend“

Die Tagespflegepersonen werden in einem 100-stündigen Qualifizierungskurs auf ihre künftige Aufgabe vorbereitet. Zusätzlich müssen alle Tagesmütter und -väter einen großen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Ein polizeiliches Führungszeugnis, ein ärztliches Attest sowie ein Hausbesuch mit intensivem Check-Up der Räumlichkeiten sind die weiteren Voraussetzungen, um eine Pflegeerlaubnis erteilt zu bekommen. „Zudem sind jährliche Fortbildungen verpflichtend“, so Kastner. Erst wenn diese Vorgaben alle erfolgreich erfüllt sind, dürfen Kinder aufgenommen werden. „Auch nach der Ausbildung begleiten wir vom EJV die Tagesmütter und -väter. So finden angemeldete und unangemeldete Hausbesuche statt, um die Situation vor Ort zu kontrollieren.“

„Die wichtigsten Bezugspersonen sind und bleiben die Eltern“

Dennoch sorgen sich manche Eltern, ihre Position als Bezugsperson des Kindes zu verlieren. „Diese Sorge kann ich als Mutter nachvollziehen. Dennoch kann ich an dieser Stelle alle Eltern beruhigen. Die wichtigsten Bezugspersonen sind und bleiben die Eltern. Zum einen finden regelmäßige Gespräche mit den Eltern statt, in denen sie über die Entwicklung und aktuelle Interessen ihres Kindes informiert werden, damit sie eben nicht außen vor sind. Zum anderen wird dieser Punkt intensiv in der Ausbildung der Tageseltern bearbeitet“, erläutert Kastner.

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Daniela Bruchhagen ist eine von rund 30 Tagesmüttern in Aichach-Friedberg. Foto: KJF / Angela Kastner
Daniela Bruchhagen ist eine von rund 30 Tagesmüttern in Aichach-Friedberg. Foto: KJF / Angela Kastner

Gerade für berufstätige Eltern ist ein Betreuungsplatz für die Kinder wichtig. Doch mit einem Platz in der Kinderkrippe sind häufig bestimmte Aufnahmemonate sowie eine Mindestbuchungszeit verbunden. Deshalb bietet die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KFJ) rund 30 Tagesmütter und -väter im Landkreis Aichach-Friedberg.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

„Viele Eltern wissen nicht, dass es neben den gängigen Betreuungsangeboten, wie beispielsweise Kinderkrippe, Kindergarten und Hort auch die Möglichkeit gibt, sein Kind von einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreuen zu lassen“, erklärt Angela Kastner vom Erziehungs- und Jugendhilfeverbund (EJV) Aichach-Friedberg, der zur Katholischen Jugendfürsorge gehört.

Berufstätige Eltern profitieren von flexiblen Betreuungszeiten

Generell steht die Tagespflege allen Kindern bis zu 14 Jahren offen. „Die flexiblen und individuell abgestimmten Betreuungszeiten sind gerade für berufstätige Eltern ein großes Plus“, weiß auch Danila Bruchhagen. Sie arbeitet seit zwei Jahren als eine der rund 30 Tagesmütter im Landkreis. Die Betreuung durch eine Tagesmutter bietet sich vor allem für Eltern an, die nicht direkt nach Unterrichtsende zu Hause sein können und auch keinen Hortplatz für ihr Kind bekommen haben. „Denn Tagespflege bietet sich auch als Ergänzung zu den anderen Betreuungsangeboten an“, erklärt Kastner.

Maximal fünf Kinder bei einer Betreuungsperson

Daniela Bruchhagen betreut insgesamt vier Tageskinder und ein eigenes Kind bei sich zu Hause. Jeder Tagesmutter oder eben auch jedem Tagesvater steht es frei, wie viele Kinder sie oder er gleichzeitig betreuen möchte. Maximal können es jedoch nur fünf sein. „Die Anzahl der Kinder hängt von der Größe der Räumlichkeiten ab“, ergänzt Kastner.

„Jährliche Fortbildungen sind verpflichtend“

Die Tagespflegepersonen werden in einem 100-stündigen Qualifizierungskurs auf ihre künftige Aufgabe vorbereitet. Zusätzlich müssen alle Tagesmütter und -väter einen großen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Ein polizeiliches Führungszeugnis, ein ärztliches Attest sowie ein Hausbesuch mit intensivem Check-Up der Räumlichkeiten sind die weiteren Voraussetzungen, um eine Pflegeerlaubnis erteilt zu bekommen. „Zudem sind jährliche Fortbildungen verpflichtend“, so Kastner. Erst wenn diese Vorgaben alle erfolgreich erfüllt sind, dürfen Kinder aufgenommen werden. „Auch nach der Ausbildung begleiten wir vom EJV die Tagesmütter und -väter. So finden angemeldete und unangemeldete Hausbesuche statt, um die Situation vor Ort zu kontrollieren.“

„Die wichtigsten Bezugspersonen sind und bleiben die Eltern“

Dennoch sorgen sich manche Eltern, ihre Position als Bezugsperson des Kindes zu verlieren. „Diese Sorge kann ich als Mutter nachvollziehen. Dennoch kann ich an dieser Stelle alle Eltern beruhigen. Die wichtigsten Bezugspersonen sind und bleiben die Eltern. Zum einen finden regelmäßige Gespräche mit den Eltern statt, in denen sie über die Entwicklung und aktuelle Interessen ihres Kindes informiert werden, damit sie eben nicht außen vor sind. Zum anderen wird dieser Punkt intensiv in der Ausbildung der Tageseltern bearbeitet“, erläutert Kastner.

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