Sozialplan weiterhin in Arbeit

60 Ludwig Leuchten-Beschäftigte werden Ende August gekündigt

Ludwig Leuchten in Mering. Foto: Ludwig Leuchten
Mitte Juli wurde bekanntgegeben, dass die Meringer Produktion von Ludwig Leuchten schließen muss. Im Sommer sollten nun ein Interessensausgleich sowie eine Vereinbarung für einen Sozialplan erzielt werden. Beide Bemühungen blieben bislang ohne Erfolg.

Die Verhandlungen zwischen der Geschäftsführung und den Arbeitnehmervertretern über die geplante Restrukturierung des Unternehmens dauern weiter an. Auch vor der Einigungsstelle konnten kein Interessenausgleich und keine Vereinbarung für einen Sozialplan erzielt werden. 

Sozialplan soll im September feststehen

Die Geschäftsführung hatte die Einigungsstelle nach den erfolglos verlaufenden Gesprächsrunden im Juli und August angerufen. Vor dieser Schiedsstelle verhandeln Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter unter dem Vorsitz eines Arbeitsrichters über eine einvernehmliche Lösung. Die Geschäftsführung setzt nun darauf, dass man sich bei einem weiteren Termin vor der Einigungsstelle im September auf einen Sozialplan verständigen kann. Ein solcher Sozialplan steckt den Rahmen für Abfindungen, die die von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeiter erhalten könnten. Darüber hinaus ist die Geschäftsleitung bemüht, auch außerhalb dieses Schiedsverfahrens mit dem Betriebsrat zeitnah zu einer Einigung im Sinne der Mitarbeiter zu kommen.

Etwa 60 Mitarbeiter erhalten Ende August ihre Kündigung

Unterdessen hat das Unternehmen begonnen, die Restrukturierung voranzutreiben und Produktionskapazitäten an seinem zweiten Standort in Bergen bei Dresden zu bündeln. Rund 60 Mitarbeiter in Mering werden am 31. August ihre Kündigung erhalten. Einigen Mitarbeitern wird per Änderungskündigung ein Arbeitsplatz in Bergen angeboten. Etwa 40 Mitarbeiter, darunter auch die Auszubildenden, bleiben weiter in Mering in der Verwaltung beschäftigt. 

Einige Mitarbeiter haben bereits neue Arbeitsstellen gefunden

Einige der betroffenen Kollegen konnten aufgrund der derzeitigen Lage am Arbeitsmarkt bereits neue Arbeitsplätze finden. Etliche Unternehmen haben zudem ihr Interesse bekundet, Mitarbeiter zu übernehmen. Die Geschäftsleitung zeigt sich daher zuversichtlich, dass der überwiegende Teil der ausscheidenden Mitarbeiter zeitnah eine neue Beschäftigung finden wird.

Darum muss Ludwig Leuchten die Produktion in Mering schließen

Mit der Schließung der Produktion in Mering reagiert Ludwig Leuchten auf den Preisverfall im Standardgeschäft. Dieser werde vor allem durch den aggressiven Wettbewerb mit Produzenten aus Asien verursacht. Der Markt steht unter Druck, denn die Transformation der Lichttechnik schreitet rasant voran. Die Innovations-Zyklen in der Branche wurden dadurch drastisch verkürzt. Deutlich höhere Entwicklungs-Kosten, eine steigende Produkt-Vielfalt und aufwändige Vertriebs-Strukuren sind die Folge. Die Auswirkungen bekommt auch Ludwig Leuchten zu spüren. Bei Ludwig Leuchten ist man überzeugt, nach diesem Einschnitt gut für die anstehenden Herausforderungen am Markt gerüstet zu sein.

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