Beitrag von Thomas Reisacher

Wege aus der 3Z-Lage: Die 6 wichtigsten Online Marketing Methoden für Ihren Shop

B4B Onlinemarketing | 20.11.2015

Foto: Minerva Studio / iStock / thinkstock
Die wichtigsten Onlinemarketing-Methoden im Onlinehandel. Foto: Minerva Studio / iStock / thinkstock

Das haben Sie noch nie gehört? 3Z-Lage? Stimmt. Aber sie kennen den Begriff 1A-Lage aus dem Einzelhandel? Will ein Unternehmen sich im Einzelhandel gut behaupten, sucht es sich eine gute zentrale Lage, möglichst in einer belebten Fußgängerzone, eben die 1A-Lage.

Und was bedeutet nun 3Z-Lage? Die 3Z-Lage stellt eine Metapher dar. Wird ein neuer Online Shop geschaltet, so kennt den natürlich noch niemanden und keiner weiß davon. Der Online Shop startet also in der denkbar schlechtesten Lage, eben der 3Z-Lage. Wie jedem Online Händler stellt sich nun die Frage, wie mache ich meinen Online Shop sichtbar?  Wie bringe ich meinen Online Shop in die Online 1A-Lage?

Im Online Handel bedient man sich meist den 6 wichtigsten Online Marketing Methoden:

1. Newsletter

Der Newsletter wird schon seit Jahren immer wieder tot geredet. Jeder spricht davon, dass er nicht viel bringt. Die Fakten zeigen allerdings ein anderes Bild. Gute Newsletter haben eine Öffnungsquote von 15 – 25 % und führen zu direkten Umsatz.

Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Qualität und der Menge der Empfänger. Die Qualität des Newsletters definiert sich durch den Nutzen der Zielgruppe. Was hat der Empfänger von dem Newsletter. Bekommt er ein Incentive, eine wichtige oder gute Information, oder ein wirklich gutes Angebot? Wie stark wird der Empfänger in seinen Bedürfnissen angesprochen? Erfahrungen zeigen, dass Newsletter inhaltlich immer spezifischer nach Kundengruppen segmentiert werden. So treffen die Newsletter viel besser die Zielgruppe mit großem Erfolg.

Der zweite Erfolgsfaktor beim Newsletter ist die Menge der Empfänger. Je mehr qualifizierte Empfänger Sie erreichen, umso mehr können Sie den direkten Erfolg des Newsletters feststellen. Das bedeutet, dass sich ein Online Händler sehr viel Gedanken machen sollte, wie er regelmäßig die Zahl seiner NL Empfänger erhöht.

2. Suchmaschinenoptimierung

Die Suchmaschinenoptimierung gehört heute für jede Online Präsenz schon fast zu Standard. Es geht darum in der Google Suche mit wichtigen Begriffen möglichst weit vorne zu erscheinen. Im Fachjargon spricht man von SEO. Bei der Suchmaschinenoptimierung konzentriert man sich auf wenige, werthaltige Begriffe. Mit Fachleuten ermittelt man die richtigen und erfolgsversprechenden Begriffe. Die Optimierung erfolgt heute zum größten Teil durch inhaltliche, textliche Anpassungen im Online Shop. Das Ergebnis lässt sich nicht vorbestimmen und Google verändert regelmäßig ihre Suchalgorithmen, dass ist der Grund, warum SEO kein statischer, sondern ein dauerhafter Prozess ist.   

3. Suchmaschinen Marketing

Im Suchmaschinen Marketing (SEA) werden Werbeanzeigen im Ergebnis einer Suche bei der Suchmaschine Google geschaltet. Die Werbeanzeigen bei Google unterscheiden sich allerdings deutlich von klassischer Werbeschaltung. Die Schaltung bei Google, die sogenannten Google Adwords werden über einen Marktplatz gebucht. Bezahlt wird pro Klick auf eine Anzeige. Den Preis für den Klick und das Tagesbudget bestimmt der Werbetreibende selbst. Google positioniert die Anzeige dann nach ihrem Algorithmus im Suchergebnis.

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Bei SEA können sehr viele Begriffe und Varianten gebucht werden. Google schlägt relevante Begriffe und Wortkombinationen vor. Anzeigen können minutenaktuell und zielgruppenspezifisch geschaltet werden. Und hierin liegt die Stärke des Werbemediums. Der Werbetreibende kann jederzeit auf die Gegebenheiten seiner Kunden reagieren. In der Praxis werden Werbeschaltungen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten, Wetterlagen oder Saisonereignisse gebucht. Wenn der Werbetreibende feststellt, dass seine Kunden vornehmlich an Wochenende Produkte kaufen möchten, dann ist es sinnvoll, zum Wochenende das Budget höher zu setzen.

Wie die Suchmaschinenoptimierung ist auch das Suchmaschinen Marketing ein laufender Prozess, der Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert.

4. Affiliate Marketing

Affiliate Marketing ist eine Online Variante des Empfehlungsmarketings. Andere Webseiten verweisen auf das Angebot des Werbetreibenden. Oft sind es Preisvergleichsportale, wie Billiger.de oder check24.de die ein Vergleichsangebot anbieten und Kunden dann auf die Online Shops der Anbieter verlinken. Kommt es dann zu einem erfolgreichen Geschäft beim Anbieter des Online Shops wird eine Provision an den Übermittler des Kunden gezahlt.

Es gibt sehr viele Vermittlungsplattformen für unterschiedliche Angebote und Branchen. Um die geeigneten Partner zu finden, gibt es Vermittlungsmarktplätze, wie Affili.net oder Zanox.

Um erfolgreiches Affiliate Marketing zu betreiben, ist es wichtig, sich die geeigneten Partner zu suchen, ihnen geeignete Werbematerialien und Produkte zur Verfügung zu stellen und ihnen ein attraktives Angebot für die Vermittlung zu machen.

5. Social Media Marketing

Fast alle Endverbraucher bewegen sich heute in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co.
Als Werbetreibender kann ich dort meine Zielgruppe sehr gut erreichen. Wie auch bei Google kann dies durch inhaltliche Beiträge z.B. auf einer eigenen Facebook-Seite oder durch Werbeanzeigen erfolgen. Das ist unter Umständen sogar sehr interessant, da man beispielsweise mit der Schaltung einer Werbeanzeige bei Facebook genau festlegen kann, welche Zielgruppen die Anzeige sehen sollen. Dabei kann definiert werden, welche Interessen, welches Alter, etc. die Empfänger der Werbung haben sollen.

Allerdings gilt es beim Social Media Marketing den Charakter der Social Media Plattform zu beachten.

In Facebook beispielsweise sind die Benutzer meist mit privatem Interesse unterwegs und reagieren erfahrungsgemäß auf Unternehmensnachrichten oder Angebote von Unternehmen eher zurückhaltend.

6. Kampagnenmarketing

Dem heutigen Online Käufer steht ein riesiges Angebot gegenüber. Er hat die Wahl und kann mit einem Klick von einem Anbieter zum Nächsten wechseln. Somit muss ein Online Händler immer wieder um die Aufmerksamkeit des Online Käufers buhlen. Dies erfolgt durch ein aktives Kampagnenmarketing. Der Online Händler erstellt einen Jahreskampagnenplan. Für die Umsetzung nutzt er die Kampagnenflächen, z.B. den Startbanner und die oben beschriebenen Kanäle, um seine Kampagne zu bewerben.

Als Kampagnen eigenen sich „Sale“-Aktionen, Gewinnspiele, Besondere Angebote, Erinnerungen an Jahrestage, etc. Erfolgreiche Kampagnen sind kreative Umsetzungen, die aber für den Kunden einfach und klar zu verstehen sind.  

Es gibt noch zahlreiche weitere Online Marketing Möglichkeiten, aber die oben beschriebenen gehören zu den Kernsäulen des Online Marketings. Als Online Händler muss man sich bewusst werden, dass es ohne Online Marketing und entsprechendem eigenen Engagement oder das eines speziellen Dienstleisters kaum ein erfolgreiches Online Geschäft geben wird.

Ich hoffe, wir sehen uns bald in der Online 1A-Lage!

Thomas Reisacher
www.eunternehmertum.de

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