HNU

Unternehmerinnen fördern neue weibliche Fachkräfte

Neu-Ulm/Ulm | 13.04.2011

Inge Sattel, Director Masterplanning, Paul Hartmann AG und Margit Unsinn, Studentin Wirtschaftsingenieurwesen; Foto: HNU
Inge Sattel, Director Masterplanning, Paul Hartmann AG und Margit Unsinn, Studentin Wirtschaftsingenieurwesen; Foto: HNU

Unternehmerinnen aus der Region fördern Studentinnen technischer Studiengänge. Denn der Frauen-Anteil in MINT-Berufen ist immer noch gering.

Frauen und Technik – wie gut das zusammen passt zeigen Ingenieurinnen und Informatikerinnen aus Unternehmen der Region. Als Mentorinnen beraten sie Studentinnen technischer Studiengänge der Hochschule Neu-Ulm. Die Unternehmerinnen unterstützen Studentinnen bei der Karriere-Planung und beim Berufs-Einstieg.

Konzept für Schülerinnen und Studentinnen

Am Montag berichteten die Unternehmerinnen an der HNU gemeinsam über ihre Studien- bzw. Berufswahl, Vorbilder und persönliche Erfahrungen. „Mit unseren Studentinnen und ihren Mentorinnen möchten wir zum ingenieurwissenschaftlichen Studium bzw. Berufseinstieg ermutigen“, sagt Mentoring-Koordinatorin Magdalena Fremdling. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen, die sich für Wirtschafts-Ingenieurwesen oder Wirtschafts-Informatik interessieren. Auch für Studentinnen dieser Studiengänge ist das Angebot ausgelegt.

Dreistufiges Konzept

Eingeladen waren auch weibliche Fachkräfte der Region, die künftig als Mentorinnen ihre Erfahrungen weitergeben möchten. Das Mentoring umfasst drei Stufen. Seit 2006 haben 33 Ingenieurinnen und Informatikerinnen aus der Wirtschaft 67 Studentinnen ab dem 3. Semester gecoacht. Davon gaben 25 ihr Wissen an Studien-Anfängerinnen weiter. Im nächsten Schritt informieren die Erstsemester-Studentinnen Schülerinnen über technische Studiengänge. Das Konzept stammt von den Frauen-Beauftragten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Sie setzten das Projekt BayernMentoring landesweit um.

Geringer Frauen-Anteil in MINT-Berufen

Ziel ist es, mehr Studentinnen für MINT-Studiengänge (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu gewinnen. Ein erfolgreicher Studien-Abschluss soll gefördert werden und Kontakte für den Berufs-Einstieg vermittelt werden. An der Hochschule Neu-Ulm werden derzeit 2560 Studierende in Bachelor- und Master- Studiengängen aus- und weitergebildet. Davon ist knapp die Hälfte weiblich. Der Frauenanteil variiert nach Studiengang.

Unterschiede zwischen den Studiengängen

Wirtschafts-Ingenieurwesen, Logistik und Wirtschafts-Informatik studieren deutlich weniger Frauen als Männer. Dafür sind in Informations-Management und Unternehmens-Kommunikation und Informations-Management im Gesundheits-Wesen deutlich mehr Frauen vertreten. In Betriebswirtschaft ist das prozentuale Verhältnis von Männern und Frauen nahezu ausgeglichen.

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