Südwestmetall Bezirksgruppe Ulm

Südwestmetall: Neue Weichenstellung soll Produktionsstandort Ulm stärken

Neu-Ulm/Ulm | 07.01.2016

Götz Maier, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall. Foto: Südwestmetall
Götz Maier, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm von Südwestmetall. Foto: Südwestmetall

Südwestmetall sieht die Industrieproduktion in der Region gefährdet. Unter anderem fordert der Verband der Metall- und Elektroindustrie eine neue Weichenstellung in der Tarifpolitik. So soll auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichergestellt werden.

Nach Angaben von Südwestmetall ist die Industrieproduktion in der Region in Gefahr. So machen auch im Raum Ulm hohe Tarifsteigerungen den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie (M+E) zu schaffen. „Ohne ein Umsteuern in der Tarifpolitik wird dies die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes erheblich beeinflussen“, sagt Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm. Maier fordert von der Politik: „Wir brauchen keine neuen Belastungen der Betriebe, sondern vielmehr eine deutliche Entlastung, eine Förderung der Innovationen und eine Investition in Infrastruktur.“

Industrie für Wirtschaftskraft der Region von hoher Bedeutung

2012 erzielte das Verarbeitende Gewerbe in den Regionen Ulm, Alb-Donau-Kreis und Biberach 1,23 Prozent der deutschen industriellen Wertschöpfung. Dieser überdurchschnittliche Wert wurde in einer Studie des Institutes der Deutschen Wirtschaft im Auftrag von Südwestmetall ermittelt. Im gleichen Zeitraum lag die Wertschöpfung im Dienstleistungsbereich bei 0,61 Prozent. „Dies zeigt die immense Bedeutung unserer Industrie für die Region“, führt Maier aus.

Neue Tarifpolitik soll Produktionsstandort stärken

Laut Südwestmetall gehen jedoch zunehmend Arbeitsplätze in der Produktion verloren. Denn immer häufiger investieren auch kleinere Unternehmen verstärkt im Ausland. Götz Maier sieht in einer veränderten Tarifpolitik die Chance, die Produktion in der Region für Firmen attraktiver zu machen: „Hier müssen wir wieder zu einer maßvollen Tarifpolitik zurückkehren.“

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Personalkosten in der M+E-Industrie stark angestiegen

Allein die letzten drei Tarifrunden seit 2012 haben laut Südwestmetall der M+E-Industrie ein Kostenplus von 14 Prozent beschert. Gleichzeitig gebe es kaum Inflation, die Produktivität lege nur geringfügig zu. „Deshalb fordern wir die IG Metall auf, die Erwartungen ihrer Mitglieder vor der nächsten Tarifrunde im Frühjahr 2016 nicht in die Höhe zu treiben“, so Götz Maier.

Südwestmetall fordert neue Regelungen für arbeitsuchende Flüchtlinge

Auch bei der Beschäftigung von Flüchtlingen sieht Maier die Notwendigkeit, Hürden abzubauen. Dann bestehe die Chance, dass die aktuelle Zuwanderung langfristig einen positiven Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten könne. Viele der Asylbewerber und Flüchtlinge seien jung, motiviert und für einen Qualifizierungsweg zu gewinnen. „Das wird aber selbst im Idealfall fünf bis sechs Jahre dauern. Somit sind die heutigen Flüchtlinge nicht die Fachkräfte von morgen, sondern eher von übermorgen“, so Maier. 

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