Tolle SWU Aktion

Stadtwerke-Mitarbeiter lassen ihr Blut typisieren

Neu-Ulm/Ulm | 27.11.2009

Knochenmark Typisierung
Knochenmark Typisierung

Im Kampf gegen den Blutkrebs haben Stadtwerke-Mitarbeiter ihren Teil beigetragen. Einem unternehmensinternen Aufruf, ihr Blut für eine spätere Knochenmark-Spende typisieren zu lassen, sind 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefolgt.

Sie alle haben sich von Betriebsarzt Dr. Michael Haas etwa zehn Milliliter Blut abnehmen lassen. Das Blut wird auf die so genannten HLA-Merkmale (humane Leukozyten-Antigene) untersucht. Die Kosten dieser Typisierung, 5.100 Euro für die über hundert Teilnehmer, trägt die SWU.

Die Ergebnisse der Typisierung werden zusammen mit den verschlüsselten persönlichen Daten in das Zentrale Knochenmark-Spenderregister Deutschland aufgenommen. Wenn die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger genau zueinander passen, kann eine Knochenmark-Übertragung einem an Leukämie erkrankten Menschen eine neue Überlebenshoffnung geben. Drei Millionen Spender umfasst das deutsche Register derzeit. Vor drei Jahren lief bei den Stadtwerken erstmals eine Typisierungsaktion. Damals hatten sich siebzig Stadtwerke-Mitarbeiter beteiligt.

Und nach der Typisierung? Sascha Bauers Geschichte

Nach dem Registrieren kann es lange dauern, bis aus dem potenziellen ein tatsächlicher Knochenmark-Spender wird. Wie bei Sascha Bauer, Mitarbeiter im Stadtwerke-Wasserlabor. Vor über zehn Jahren hat er sein Blut typisieren lassen „und dann gar nicht mehr daran gedacht“. Vor zwei Jahren kam dann die Nachricht: Ein kleiner Junge in den USA, damals eineinhalb Jahre alt und an Blutkrebs erkrankt, konnte mit einer Stammzellen-Spende von Sascha Bauer auf Rettung hoffen. Dieser ließ sich bereitwillig Knochenmark entnehmen. Mit den Eltern des Stammzellen-Empfängers unterhält Sascha Bauer einen Briefwechsel. Demnächst wird Bauer auch mit dem kleinen Isaiah Kontakt aufnehmen, nach Ablauf der zweijährigen Sperrfrist, die in Deutschland für eine persönliche Kontaktaufnahme vorgeschrieben ist.

Sascha Bauer wird zu Weihnachten ein kleines Präsent nach Alabama schicken und Isaiah dabei auch schildern, warum er ihm schreibt. Isaiah geht es übrigens gut. Sein Gesundheitszustand hat sich nach der Knochenmarkspende stabilisiert.

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