Neu-Ulm/Ulm | 28.04.2011

Prof. Dr.-Ing. Oliver Kunze; Foto: Hochschule Neu-Ulm
Die Hochschule Neu-Ulm verfügt über ein neues Logistik-Labor. Mit dem Modell eines Hochregal-Lagers können betriebswirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden.
An der Hochschule Neu-Ulm (HNU) steht Studierenden mit Beginn des Sommersemesters 2011 ein neues Logistik-Labor zur Verfügung. Seminargruppen und einzelne Studierende können das Modell eines Hochregal-Lagers mit angeschlossener Fließfertigung und Software nutzen.
Komplexe Fragen müssen gelöst werden
Die Studenten können mithilfe des Labors komplexe betriebswirtschaftliche Fragestellungen selbstständig bearbeiten: Wie kann ein Produktions-Prozess beschleunigt werden? Wie kann der Transport optimal geplant werde, damit Leerfahrten reduziert werden? Was muss bei der Planung von Standorten berücksichtigt werden? Und welche Auswirkungen auf die strategische Planung hat beispielsweise die künftige Entwicklung der Spritpreise? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Betriebswirte und Wirtschafts-Ingenieure in vielen Branchen.
Labor ist vielfältig einsetzbar
Werkzeuge und Vorgehensweisen, mit denen Lösungen entwickelt werden, lernen die Studierenden im Logistik-Labor einzusetzen: „Was im Kleinen verstanden wird, kann auch im Großen angewendet werden“, erklärt Prof. Dr. Oliver Kunze vom Kompetenz-Zentrum Logistik. Mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern Felix Lindemann, Sebastian Rosemeier und dem Absolventen Christian Rist präsentierte er zahlreichen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern der HNU die Einsatzmöglichkeiten des Labors.
Labor wird von Stiftern finanziert
Das Labor kann in der Standort- und Tourenplanung sowie in der Telematik, der Materialfluss-Simulation und der Prozess-Modellierung eingesetzt werden. Am Abend überzeugten sich neben zahlreichen Unternehmens-Vertretern der Region OB Gerold Noerenberg, der stellvertretende Landrat Dieter Wegerer und der Vorsitzende der Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen Dr. Armin Brugger von der neuen Errungenschaft. Sie ermöglichten mit Stiftungsmitteln die Finanzierung des Labors.
Praxisnahes Studium
Im Anschluss an die Vorführung präsentierte das Kompetenz-Zentrum Logistik Forschungs-Projekte, die aktuelle Fragestellungen aus der Logistik bearbeiten. Sie sorgen für eine praxisnahe Lehre in den Studiengängen Betriebswirtschaft und Wirtschafts-Ingenieurwesen/Logistik.

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