Neu-Ulm/Ulm | 31.01.2010
Das neu gestaltete InfoMobil des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall macht in den kommenden zwei Wochen unter anderem Station in Ulm. Im 17 Meter langen Gelenkbus gibt es für Schüler alle Informationen zu den Berufen der Metall- und Elektroindustrie.
Wie viele Zahnräder braucht man für einen Vortrieb? Was muss ein Industriemechaniker machen? Wie lang kann eine Produktionsstraße in der Automobilindustrie sein? Auf all diese Fragen hat Andreas König, Industriemechaniker und Sonderpädagoge, die entsprechenden Antworten.
Alle Informationen für Schüler
Der Leiter des InfoMobils von Südwestmetall erklärt den Schülerinnen und Schülern, die ihn im Rahmen von zwei Schulstunden besuchen, alles Wissenswerte zu den über 40 Metall- und Elektro- sowie fünf IT-Ausbildungsberufen. Außerdem erklärt er die Möglichkeiten bei den Hochschul-Studiengängen.
Die Gruppen von je rund zwölf Schülern dürfen im InfoMobil aber auch selber ran. Dabei geht es darum, an der computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen kleine Maschinenteile herzustellen. Diese können die Schüler später im Unterricht bestens für Präsentationen verwenden.
Anschauliche Darstellung
Darüber hinaus ist eine so genannte MPS-Anlage aufgebaut. „Sie stellt eine kleine Produktionsstraße dar, die in der Automobilindustrie bis zu einem Kilometer lang sein kann“, sagt Andreas König. Dabei wird im Zusammenspiel von Hydraulik und Pneumatik ein automatisierter Produktionsbetrieb in einer Serienfertigung anschaulich erklärt. „Wichtig ist, dass wir das InfoMobil auch immer auf dem neuesten Stand unserer Industrie halten“, ergänzt er, „deshalb wurde das Fahrzeug mit neuen Inhalten ergänzt und erhielt innen wie außen ein neues Outfit.“
Innerhalb der kommenden zwei Wochen ist das InfoMobil nun auf zehn Schulhöfen in der Region unterwegs. „Die Metall- und Elektroindustrie kommt direkt bei den jungen Menschen vorbei und will sie für Technik und Innovationen, aber genauso für eine moderne, gut bezahlte und zukunftsorientierte Arbeitswelt in unseren Betrieben begeistern“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Geschäftsführer Südwestmetall. „Das Thema Ausbildung kann man gesellschaftlich nicht hoch genug ansetzen“, betont er, „deshalb reduzieren die Unternehmen auch in der aktuell schwierigen Zeit ihre Ausbildungsaktivitäten nicht.“
Hintergrund-Info
Deutschlandweit werden derzeit rund 190.000 in der M+E-Industrie ausgebildet, in der Region sind es genau 1972.
Im ersten Lehrjahr erhalten die Auszubildenden als Entgelt monatlich 810 Euro die sich auf 987,50 Euro im 4. Ausbildungsjahr steigern können (bei normal 3 ½ Jahren Ausbildung).
Ausführliche Informationen über die über 40 M+E-sowie IT-Ausbildungsberufe und Studiengänge gibt es im Internet unter www.me-berufe.de sowie www.it-berufe.de und www.think-ing.de.
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