IHK Ulm

Fachkräfte-Mangel erreicht Region Ulm – Was tun?

Neu-Ulm/Ulm | 12.04.2011

Der Fachkräfte-Mangel erreicht die Region Ulm
Fachkräfte-Mangel

Fachkräfte-Monitor 2025 und Fachkräfte-Report der IHK Ulm zeigen Herausforderungen und Chancen für die IHK-Region Ulm. Denn der Fachkräfte-Mangel ist in der Region angekommen.

Die IHK-Region Ulm wird in Baden-Württemberg am stärksten vom Fachkräfte-Mangel getroffen. Welche Branchen und Berufe wie stark betroffen sein werden, analysiert der „Fachkräfte-Monitor 2025“. Wie Wirtschaft und Region darauf reagieren, zeigt der IHK-Fachkräfte-Report mit 40 Maßnahmen auf.

Der Fachkräfte-Mangel ist in der Region angekommen

Mit dem überraschend schnellen Wirtschafts-Aufschwung ist die Nachfrage nach Arbeitskräften sprunghaft angestiegen. Die aktuellen Arbeitslosen-Quoten tendieren in der IHK-Region Ulm schon wieder hin zur Vollbeschäftigung. An einigen Stellen fehlt es daher bereits heute an Fachkräften. Und dieser Trend wird sich in der Zukunft verstärken. In der IHK Region Ulm werden zwischen 2011 und 2025 jährlich im Durchschnitt rund 10.000 Fachleute fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der 12 IHKs in Baden-Württemberg. Dabei ist sowohl bei den akademischen als auch bei den nicht-akademischen Berufen der Fachkräfte-Mangel bei den technischen Berufen besonders ausgeprägt.

Fachkräfte-Mangel trifft Region Ulm am Härtesten

Insgesamt erreicht der relative Fachkräfte-Mangel über alle Berufe hinweg im Prognose-Zeitraum den Durchschnittswert von 5 Prozent. Bei den Akademikern sind es sogar fast 12 Prozent. Der relative Mangel an nichtakademischen Fachkräften mit hoher Qualifikation, wie Meister und Fachwirte, wird vielfach sogar noch höher ausfallen als bei den Akademikern. Jeder zwanzigste bzw. jeder achte Arbeitsplatz kann also in den Unternehmen nicht besetzt werden. Für die IHK-Region Ulm zeigt sich damit eine überdurchschnittlich hohe Fachkräfte-Problematik. Mit dieser Lücke liegen sie über dem Landesdurchschnitt an höchster Stelle aller Regionen Baden-Württembergs.

Unternehmen müssen aktiv gegen den Fachkräfte-Mangel vorgehen

Die Sicherung des Fachkräfte-Bedarfs für die Unternehmen ist die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Das zeigt der Fachkräfte-Monitor deutlich. „Dieser Herausforderung kann nur nachhaltig begegnet werden, wenn systematisch an unterschiedlichen Stell-Schrauben angesetzt wird“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle. Handlungsfelder dafür sind die frühzeitige Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Neigungen. Die Berufs-Orientierung muss verbessert werden und eine erfolgreiche Ausbildung gesichert werden. Unternehmen müssen ein demografiebewusstes Personal-Management betreiben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten.

Handlungs-Strategien, um Fachkräfte zu sichern

Außerdem sollen Fachkräfte aus dem Ausland gewonnen und integriert werden. aber auch die Nutzung der Instrumente Rationalisierung und Innovation. „Die einzelnen Maßnahmen in diesen Handlungs-Feldern haben wir aufeinander abgestimmt und zu einer Gesamt-Strategie zur Fachkräfte-Sicherung zusammengefasst. Mit diesem Maßnahme-Bündel ist unsere Region für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet“, erläutert Sälzle die Aktivitäten der IHK Ulm.

IHK hilft Unternehmen gegen den Fachkräfte-Mangel

Zu allen Handlungsfeldern können Unternehmen Service-Angebote der IHK nutzen. Unternehmen können sich an den IHK-Projekten beteiligen. Dadurch schaffen sich Unternehmen eine tragfähige Grundlage für ihre individuelle Strategie zur Sicherung des Fachkräfte-Bedarfs.

Über die Studie

Die Studie wurde von der Wifor GmbH, einer Ausgründung des Lehrstuhls von Professor Bert Rürup an der Universität Darmstadt, erstellt. Die IHK Ulm bietet auf ihrer Homepage den Zugang zur Studie (hier geht's zu den Ergebnissen). Insgesamt sind die Entwicklungstrends für 49 Berufe und 14 Wirtschaftszweige in den zwölf baden- württembergischen Regionen abrufbar.

Zum Fachkräfte-Monitor

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