IHK Ulm

Den Donauraum wettbewerbsfähig machen

Neu-Ulm/Ulm | 19.04.2010

Haupthaus der IHK Ulm, Bild: IHK Haupthaus der IHK Ulm, Bild: IHK

Schulterschluss der Wirtschaft für die EU-Donaustrategie: Acht Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Außenhandelskammern (AHKs) fordern, dass in der EU-Donau­strategie besonderer Wert auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Donauraums gelegt werde.

„Der Donauraum ist eine Region mit viel Entwicklungspotenzial und großen Standortvorteilen“, erläutert Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der federführenden IHK Ulm. „Er muss deshalb wettbewerbsfähig und fit für die Zukunft gemacht werden.“ Wichtig sei hierfür eine schnelle und moderne grenzüberschreitende Verkehrsanbindung in den Donauraum und innerhalb der Donauregionen. „Der Ausbau der Schienenstrecke Paris-Straßburg-Wien-Budapest ist eine wesentliche Voraussetzung für das Zusammenwachsen von West- und Osteuropa“, so Sälzle. „Langfristiges Ziel ist eine Verlängerung der Magistrale für Europa auf die Strecke des Orientexpress. Damit könnte der gesamte Donauraum erschlossen werden.“ Für eine erfolgreiche, nachhaltige Entwicklung und Stabilisierung der Wirtschaft im gesamten Donauraum, vor allem in den südosteuropäischen Donauanrainerstaaten, werde ein funktionierender und wettbewerbsfähiger Mittelstand benötigt. Deshalb müssten Existenzgründungen gefördert und grenzüberschreitende Kooperationen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen verschiedener Donauregionen unterstützt werden.

Selbstverwaltung der Wirtschaft ist anzustreben

Einen weiteren wichtigen Eckpfeiler für die positive Entwicklung des Donauraums stelle die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung dar. Gerade im Hinblick auf demografische Prozesse sei es für Unternehmen von großer Bedeutung, auch in Zukunft den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften sicherzustellen. Sälzle schlägt hierzu vor: „Die Donau-IHKs in Baden-Württemberg und Bayern sind gerne bereit, ihr Know-how in der dualen Berufsausbildung anderen Donauregionen zur Verfügung zu stellen.“ In diesem Zusammenhang sei auch eine Stärkung der Selbstverwaltung der Wirtschaft, vor allem in den südosteuropäischen Donauregionen, anzustreben, da diese insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen qualifizierte Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung anbieten könne. In gemeinsamer Arbeit und unter der Federführung der IHK Ulm haben die IHK Bodensee-Oberschwaben, die IHK München und Oberbayern, die IHK Niederbayern, die IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, die Deutsche Handelskammer Österreich und die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer eine Stellungnahme zur EU-Donaustrategie im Rahmen des Konsultationsprozesses bei der Europäischen Kommission eingereicht.