
Liqui Moly: Ernst Prost
Boykott des Ölriesen BP nicht möglich? Der Ulmer Motorenöl-Spezialist Liqui Moly beweist, dass es doch funktioniert – Firmenchef Prost ist gegen Umweltzerstörung und zeigt Engagement.
Längst ist klar, wie US-Präsident Obama zu der aktuellen Debatte um den britischen Ölkonzern BP steht. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sei unvertretbar. Nun bezieht auch Ernst Prost, Firmenchef von Liqui Moly Stellung – und zwar klar gegen BP.
Boykott des Riesen
Laut Medienberichten will Prost ein Zeichen gegen Verantwortungslosigkeit und Umwelt-Zerstörung setzen. Er lässt seine Fahrzeuge nicht mehr an den Tankstellen tanken, die BP angehören. Denn im Gegensatz zu BP möchte Liqui Moly die Umweltbelastung durch den Rohstoff Öl vermeiden.
Immer noch fließen täglich bis zu 3400 Tonnen Rohöl ins Meer – BP lasse nach Aussage von Prost gegenüber den Medien Verantwortung vermissen. Die Frage welche Katastrophe für BP derzeit schlimmer ist – Einbruch am Aktienmarkt oder Umweltkatastrophe – ist für Prost eindeutig zu beantworten.
Mitarbeiter-Motivation
Liqui Moly hat momentan 450 Mitarbeiter in Ulm und Saarlouis – und deren Motivation ist ihm besonders wichtig. Deswegen gibt es für die Angestellten eine freiwillige Lohnerhöhung von 2,5 Prozent – auch wenn in Zeiten der Krise eine Einmalzahlung von 500 Euro pro Person vorgesehen ist. Prost will verantwortungs- und umweltbewusste Manager – und keine „blutleeren, leidenschaftslosen Manager“.
Zudem ist er Befürworter davon, die Kapital-Ertragssteuer anzuheben. Denn eine Beteiligung der Reichen an der Finanzierung des Staates, um die Angestellten zu entlasten, ist entscheidend. Ohne Glauben an die Marktwirtschaft und Leistungswillen sieht die Zukunft düster aus.
Plakataktion
Auch die Plakat-Kampagne „Motorenöle made in Germany“ wurde bis August verlängert. Selbst in Südafrika wird Präsenz gezeigt und auf Hochwertigkeit gesetzt – und Umweltbewusstsein großgeschrieben. B4B ALB-BODENSEE berichtete bereits darüber.
Ein Ende der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko ist allerdings noch nicht in Sicht. Die Zukunft wird zeigen, welche Auswirkungen das Roh-Öl für die Umwelt mit sich bringt. Und auch ob BP daraus gelernt hat.
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