Kögel

Aus, Schluss und Vorbei

Neu-Ulm/Ulm | 08.10.2010

Kögel
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Reparaturwerkstatt Kögel schließt Ende des Monats seine Pforten. Erst kam die Insolvenz und jetzt steht das Ende des Standorts Ulm fest.

Den 31.Oktober 2010 werden die 29 Mitarbeiter von Kögel wohl so schnell nicht vergessen. Mit der Bekanntgabe der Insolvenz letztes Jahr begann das Zittern für di Mitarbeiter am Standort Ulm. Und nun ist es traurige Gewissheit, das im Donautal angesiedelte Unternehmen schließt Ende des Monats die Türen.

Von insgesamt 102 Mitarbeitern sind nur noch wenige übrig. Mit dem Aufkauf des drittgrößten LKW-Aufliegerherstellers in Europa durch die Firma Humbaur begann die Entlassung der Mitarbeiter. Jetzt steht die Schließung fest und nur 18 Mitarbeiter werden nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden des ehemaligen Konzerns Eugen Klingstein übernommen. Für die noch übriggebliebenen 29 beginnt eine Zeit voller Ungewissheit. Um die betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen soll laut der Augsburger Allgemeine die Auffanggesellschaft „Quali Plus“ den Übergang in die Arbeitslosigkeit vermeiden.

Der neue Arbeitsplatz ist nicht weit entfernt

Bis zum Jahresbeginn 2011 sollen die 18 Mitarbeiter den neuen Arbeitsplatz in Neu-Ulm beziehen können. Der Neubau ist bereits in vollem Gange. So entsteht am Standort Neu-Ulm eine neue Büro-Fläche, denn die Kögel Trailer Tech GmbH entschied sich dafür, den Bereich „After Sales“ zentral, von dem Industriegebiet Schwaighofen aus, zu steuern.

Warum das Ganze

Unklar ist allerdings der Grund für diese Maßnahme. Schließlich funktionierte alles am Standort Ulm. Möglich wäre, dass Humbaur Kosten einsparen will und zwar auf Kosten der Belegschaft. Vermutet wird, dass neue Mitarbeiter zu weitaus schlechteren Bedingungen eingestellt werden sollen, so der Betriebsratsvorsitzende.

Die vorangegangene Insolvenz

Im Juli 2009 gab Kögel die Insolvenz bekannt. Im damaligen Interview von B4B SCHWABEN und dem Leiter der zentralen Unternehmenskommunikation bei Kögel hieß es: „Wir haben einen extremen Nachfragerückgang auf dem Markt, immerhin von fast 90 Prozent. Diese Situation kann kein Unternehmen lange durchhalten." Und so war es dann letztendlich auch. Trotz einiger Hoffnungen mit dem Kauf von Humbaur, ist es nun traurige Gewissheit, dass das Unternehmen am Standort Ulm nicht gerettet werden konnte. Somit verschwindet wieder ein traditionsreiches Unternehmen von der Ulmer-Bildfläche.
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