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Beeindruckendes Handwerk: Vom 31. Oktober bis 19. November 2011 sind die „Meisterwerke” von zwölf „Tischler-Jungmeistern“ der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Ulm im Forum der Sparkasse Neue Mitte zu bestaunen. Die inzwischen traditionelle Präsentation umfasst auch in diesem Jahr wieder ein großes Repertoire an modernen Möbelstücken. Neben verschiedenen Wohnschränken sind auch ein Raumteiler, ein Schreibtisch, ein Stereo- und ein TV-Möbelstück sowie mehrere Minibars ausgestellt. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16.30 Uhr und samstags von 8.30 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Meisterschule dient zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung
Insgesamt zwölf Absolventen haben im vergangenen Schuljahr die „Meisterschule für Tischler“ besucht. Die Meisterschule dient zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung, die vor der Handwerkskammer Ulm abzulegen ist. Im Rahmen der Prüfung müssen die Schüler das Gelernte in die Praxis umsetzen. Zugleich müssen sie zeigen, dass sie in der Lage sind, einen Betrieb selbst-ständig zu führen bzw. technische, kaufmännische und personal-wirtschaftliche Leitungs-Aufgaben in einem Unternehmen wahrzunehmen. Darüber hinaus müssen sie in der Lage sein, junge Menschen in dem Handwerksberuf auszubilden. Ihre handwerklichen Fertigkeiten mussten die Meisterschüler nun zum Abschluss ihrer Ausbildung durch ihr „Meisterstück“ nachweisen, das innerhalb von drei Wochen anzufertigen war.
Das „Meisterprojekt“
Die Entstehung eines Meisterstücks ist mit der Abwicklung eines realen Kundenauftrages vergleichbar. Der einzige Unterschied liegt darin, dass für Kunden zumeist weniger aufwändige Konstruktionen geplant werden können. Außerdem kommen weniger wertvolle Materialien zum Einsatz, damit das Möbelstück bezahlbar bleibt. Im ersten Schritt müssen die Meisterschüler festlegen, welche Möbelstücke sie fertigen möchten. Anschließend sind verschiedene Ideen für die Form und das Aussehen der Möbel zu entwickeln. Beim Entwurf ist auf eine klare Formensprache zu achten. Darüber hinaus sind die erlernten Gestaltungsregeln anzuwenden. Die ersten Ideen werden meist in Form von Freihandskizzen festgehalten, farbig angelegt und in einem fiktiven Kundengespräch ansprechend präsentiert. Anschließend steht die Konstruktion des Möbelstücks im Vordergrund, in die der Meisterschüler durchaus einige Schwierigkeiten „einbauen“ soll, um seine Meister-Fähigkeiten später unter Beweis zu stellen.
Konstruktions-Zeichnung mit rechnergestütztem Zeichenprogramm
Zur notwendigen Reinzeichnung der entworfenen Möbelstücke bedienen sich die Schüler eines rechnergestützten Zeichenprogramms (computer-aided-design, kurz CAD). So können sie eine Konstruktions-Zeichnung im Maßstab 1:1 sowie eine perspektivische (dreidimensionale) Zeichnung erstellen. Erst nach der Genehmigung der vorgeschlagenen Konstruktion durch den Prüfungs-Ausschuss können die Meisterschüler mit der Fertigung ihrer Möbel beginnen. Dabei haben sie die Möglichkeit, auf einen hochmodernen Maschinenpark – mit CNC-Technik ausgestattet – zurückzugreifen. Am Ende müssen die Meisterschüler mit ihrem jeweiligen Meisterstück die Mitglieder des Prüfungs-Ausschusses der Handwerkskammer von ihren meisterlichen Fertigkeiten überzeugen.