B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

B4B Schwaben
 / 
B4B Nachrichten  / 
Steca kritisiert Kürzung der Solarförderung
Steca Elektronik GmbH

Steca kritisiert Kürzung der Solarförderung

Für die Steca Elektronik GmbH ist eines klar: „Die Energiewende wird untergraben“. Der Memminger Hersteller Steca Elektronik kritisiert die kurzfristige Einführung der Solarförderkürzungen.

Auch Steca als führender Hersteller von Solarelektronik kritisiert die von Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Rösler vorgesehene Kürzung der Solarförderung. „Die Verteilung der Energieversorgung auf dezentrale, regenerative Quellen wird mit dieser Gesetzesänderung untergraben“, ärgert sich Steca- Geschäftsführer Michael Voigtsberger. Er bemängelt außerdem, dass die erneuten Änderungen bei den Einspeise-Vergütungen so kurzfristig greifen. Die Förderung für Anlagen, die ab diesem Datum neu installiert werden, sinkt – je nach Größe – um 20 bis 29 Prozent. Ab dem 1. Mai soll die Förderung monatlich weiter um 0,15 Cent pro Kilowattstunde sinken.

Ständige Änderungen verunsichern Endkunden

„Die ständigen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes führen zu einer starken Verunsicherung bei den Endkunden“, bedauert Voigtsberger. Auch die Photovoltaikbranche, weltweiter Technologieführer und ein Wachstumsmotor in Deutschland, werde durch die Tatsache, dass keine Planungssicherheit mehr gegeben sei, gefährdet. Voigtsberger ist überzeugt davon, dass verlässliche, langfristige Aussagen statt ad-hoc-Entscheidungen von der Regierung benötigt werden.

Steca nicht so stark betroffen

Auf Steca Solar wirkt sich die Gesetzesänderung jedoch nach Angaben von Voigtsberger nicht so hart aus wie auf Unternehmen, die sich auf den Bau großer Solaranlagen auf freien Flächen spezialisiert haben. Diese trifft die bereits zum 1. April greifende Kürzung der Förderung für Freiflächenanlagen, die um 24,7 Prozent zurückgehen soll, besonders. Steca ist dagegen breit aufgestellt: mit Produkten für gewerbliche und privat betriebene Anlagen aller Größenordnungen. Außerdem ist der Memminger Hersteller Steca Elektronik nicht nur im Geschäftsfeld Netzeinspeisung aktiv, sondern widmet sich auch der Entwicklung von Produkten für autarke PV Systeme in aller Welt und der Solarthermie.

Qualitätsmerkale zählen

Mit dem neuen Wechselrichter StecaGrid 3600, der bei einem Test der führenden deutschen Fachzeitschrift für Solarstrom, „Photon Profi“, mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet wurde, hat das Steca ein gutes Gerät für den Einfamilienhaus-Bereich entwickelt. Dank der Coolcept-Topologie erreicht der Wechselrichter weltweit einmalige Effizienzwerte. „Das sind Qualitätsmerkmale, die trotz der Kürzung der Einspeise-Vergütung überzeugen werden“, ist sich Voigtsberger sicher. Er geht davon aus, dass sich das Photovoltaik- Geschäft im Einfamilienhaus-Bereich in Zukunft verstärkt auf den Eigenverbrauch konzentrieren wird.

Den eigenen Strom selbst verbrauchen

Bei Neuanlagen sollen nach den Vorgaben der Gesetzesänderung nur noch 85 bis 90 Prozent des erzeugten Stroms nach den Fördersätzen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes vergütet werden. Den Rest sollen Erzeuger selbst verbrauchen oder vermarkten. Dadurch erhofft sich der Gesetzgeber einen Anreiz für eine noch wirtschaftlichere Nutzung. Besitzer von Altanlagen sollen zudem verpflichtet werden, durch staatlich geförderte Umrüstungen einen Beitrag zu mehr Netzstabilität zu leisten. Auch hier sieht Steca Marktchancen.

Artikel zum gleichen Thema