Memmingen/Unterallgäu | 06.10.2010

Eröffnung Technikerschule in Memmingen
Die Technikerschule präsentiert sich in neuer Umgebung und lässt Politiker schon einmal Probesitzen!
Dem Oberbürgermeister und Vertetern des Stadtrates präsentierte sich die vor einem Jahr gegründete Staatliche Fachschule für Maschinenbautechnik in ihren neuen Räumlichkeiten der Johann-Bierwirth-Schule. Vorerst vier Unterrichts-, darunter ein EDV-Raum, sowie ein Aufenthaltsraum entstanden mit einem mittelbaren Kostenvolumen von über 600.000 Euro. Die über 50 Schüler aus zwei Jahrgangsstufen werden zu staatlich geprüften Maschinenbautechnikern ausgebildet und erwerben zugleich die Allgemeine Fachhochschulreife.
Bitte nehmen Sie Platz
Selbst Platz nehmen an modernen CAD-Arbeitsplätzen dürften Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Bürgermeisterin Claudia Knoll, CRB-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Courage und Berufsschulreferent Hans Ferk neben Vertretern von Berufsschulen, Schülerschaft, Stadtverwaltung sowie der Presse. Der kommissarische Leiter der Technikerschule, Georg Stadler, stellte gemeinsam mit Schulleiter Hans-Peter Gneiser die neueste Errungenschaft der Schullandschaft im Memminger Westen vor: die Staatliche Fachschule für Maschinenbautechnik, vielen als ‚Technikerschule' ein Begriff.
Mit gutem Equipment zu erfolgreichen Ausbildung
Wie Gneiser erzählte, erfuhr er früh von der beabsichtigten Neugründung von Fachschulen im Freistaat und so gelang ihm, diese Schulform nach Memmingen zu holen. „Mein Dank gilt der Stadt für die Unterstützung und auch die nötigen Investitionen“, so Gneiser. Software und Technik seien teuer, aber zwingend erforderlich wenn praxisnah und hochwertig ausgebildet werden soll. Eine umfangreiche Präsentation Stadlers verdeutlichte Lehrinhalte und zeigte beispielhaft, zu wie anspruchsvoll seine Schüler schon nach kurzer Zeit programmieren können. Die beiden Profilen Produktions- und Fertigungstechnik sowie Entwicklung und Konstruktion /Mechtatronik ermöglichen es den Lernenden sich außerdem zu spezialisieren. Wahlfächer bieten weitere Freiräume für eine individuelle Ausbildung.
Viele Bewerbungen wenig Platz
Oberbürgermeister Dr. Holzinger sieht in dem neuen Lehrangebot eine „weitere Attraktivitätssteigerung“ der Johann-Bierwirth-Schule. Er stellt heraus, dass sich die Memminger Schule von den nächsten vergleichbaren Angeboten in Augsburg und Kempten zudem durch Kostenfreiheit hervorhebe. Das Memminger Angebot strahle in die ganze Region aus. Die Nachfrage unterstreicht dies: 130 Bewerbungen sind in diesem Jahr für die Schule eingegangen. „Wir mussten eine Auswahl treffen und sind in diesem Jahr mit 22 neuen Lernenden gestartet“, berichtet Stadler. Die kleinere Klassenstärke im Vergleich zum ersten Jahrgang ermögliche das individuellere Fördern und das Nutzen von Fachräumen des Berufsschulzentrums.
Große Zusammenarbeit mit anderen Schulen
Eine Zusammenarbeit über die Schulen hinweg wird jedoch nicht nur bei der Raumnutzung praktiziert: auch bei Lehrkräften wird auf Personal der Fach- und Berufsoberschule sowie der Johann-Bierwirth-Schule zurückgegriffen. Drei Ingenieure aus der hiesigen Industrie bringen sich in das Lehrangebot ein und verbinden zugleich in die heimische Wirtschaft. Schulsprecher Markus Noack und Klassensprecher Tobias Kienle berichteten aus Schülerperspektive. „Keiner wusste, was auf ihn zukommt“, berichtet Noack von seinen ersten Eindrücken einer bunt zusammen gewürfelten Runde mit verschiedensten Vorbildungen. Schnell sei jedoch eine starke Gemeinschaft entstanden, die mit dem Lehrangebot sehr zufrieden sei.
Hier präsentiert sich die Fachschule
Die Staatliche Fachschule für Maschinenbautechnik präsentiert sich auf der 6. Memminger Ausbildungsmesse am kommenden Samstag, 9. Oktober, 10 bis 15 Uhr, mit einem eigenen Stand im Eingangsbereich der Johann-Bierwirth-Schule. Rund 90 Aussteller präsentieren auf der Messe 200 Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge.
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