Memmingen/Unterallgäu | 20.08.2010
Der Rückzug von Air Berlin bei der Flugverbindung zwischen Memmingen und Berlin wird von der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) sehr bedauert.
Dieses Signal ist auch für den Vorsitzenden der IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu, Gerhard Pfeifer, schwer nachvollziehbar. Der Grund dafür ist, dass sich der Allgäu-Airport noch immer in einer Phase befindet, in der er mit einer überdurchschnittlich positiven Wachstumsdynamik aufwarten kann.
Hohe Resonanz des Angebotes
Natürlich muss Air Berlin, wie jedes andere Unternehmen, in seiner Geschäftspolitik Prioritäten setzen. Aber eine durchschnittlich über 80-prozentige Auslastung der Berlin-Flüge und auch der bereits eingestellten Verbindung nach Hamburg demonstriere nachdrücklich, welche Resonanz dieses Angebot in der Region gefunden hat. „Eine angeblich fehlende Wirtschaftlichkeit bei diesen Auslastungszahlen verwundert mich sehr“, so Gerhard Pfeifer.
Allgäu-Airport genießt eine hohe Akzeptanz
Dies macht der hohe Anteil der nicht geschäftlich veranlassten Flugreisen deutlich. Der Allgäu-Airport sei zwischenzeitlich zu einem weiteren Fundament der verkehrlichen Infrastruktur unserer Region geworden, betont der IHK-Regionalvorsitzende. Auch der ständig wachsende In-Coming-Anteil zeige, dass der Airport eine Verkehrsfunktion wahrnehme, die in ihrer Bedeutung steige.
Die Angebote werden Ausgebaut
Der Grund dafür ist, dass der Allgäu-Airport so erfolgreich gestartet ist. Immer mehr Kunden reisen in dem touristischen Segment. Oder auch viele die Vorteile im Geschäftsreiseverkehr erkennen. Dies schließe nach Auffassung von Pfeifer aber mit ein, dass auch intensiv an einer Optimierung der Rahmenbedingungen weitergearbeitet werden müsse - und dazu zähle mit Sicherheit auch eine bedarfsgerechte und konfliktfreie Strukturierung der Start- und Landezeiten.
Optimierung der Infrastruktur
Die jetzt wieder stark zunehmende wirtschaftliche Dynamik, auch im regionalen Umfeld, sollte zusätzliche Ermunterung sein dazu sein. Und vor allem für alternative Anbieter im Luftverkehr attraktiv zu machen. Pfeifer und die IHK geben sich jedenfalls zuversichtlich, dass das Erfolgsmodell Allgäu-Airport trotz des Rückzugs von Air Berlin eine hervorragende Perspektive für Schwaben und die Nachbarregionen darstelle.
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