Memmingen/Unterallgäu | 12.10.2010

Josef Martin Lang, Vorstand der Siebendächer Baugenossenschaft, Stadtratsreferent Wolfgang Nieder, Oberbürgermeister Dr. Ivo Hol
Die Stadt Memmingen und die Siebendächer Baugenossenschaft haben am vergangenen Wochenende das 38-Millionen-Euro-Projekt Schrannenplatz fertig gestellt.
Das von der Stadt Memmingen und der örtlichen Siebendächer Baugenossenschaft aus einem Stadtentwicklungsprozess hervorgegangen 38-Millionen-Euro-Projekt wird einerseits die Theaterlandschaft in Memmingen nachhaltig prägen und wird weiterhin die Einkaufsattraktivität in der südlichen Altstadt Memmingens neu konstituieren.
Eine große Investition
Nach ersten Gedanken zur Planung im Februar 2003 ist die neue kulturelle Mitte der Stadt Memmingen nun fertig. Quasi bis zu letzten Minute liefen die Bauarbeiten. Über 1 000 Facharbeiter, Architekten und Ingenieure waren seit dem Spatenstich vor zwei Jahren an dem Großprojekt der Stadt Memmingen und der örtlichen Siebendächer Baugenossenschaft beteiligt. Das ehrgeizige Ziel, am 10.10.10 fertig zu sein, wurde erreicht.
Tausende Besucher beim Eröffnungswochenende
Zehntausende kamen am Eröffnungswochenende und bestaunten den neu gestalteten Stadtraum. Die Einkaufsattraktivität der südlichen Altstadt Memmingen wird dadurch nachhaltig gesteigert. Hier ist gut sein hier lasset uns Hütten bauen“. Diese Worte standen im Mittelpunkt des Auftaktes der Feierlichkeiten im Theaterfoyer. Sie wurden in eine beeindruckende Lichtinstallation integriert.
Anerkennung für die Bauherren
„In einer Bauzeit von nur zwei Jahren wurde hier eine neue kulturelle Mitte geschaffen. Heute ist ein historisches Ereignis für die Stadt“, lobte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Der Memminger Rathauschef sprach von dem bedeutendsten Stadtsanierungsprojekt seit Ende des Krieges. Er dankte dem anwesenden Geschäftsführer der Allgäuer Zeitung, Markus Brehm. Durch den Verkauf des Verlagsgebäudes und den Umzug der Memminger Zeitung an die Donaustraße war dieses Projekt erst möglich geworden. Er könne es nur allen Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Umland „ans Herz legen“, sich die neue kulturelle und wirtschaftliche Mitte Memmingens anzusehen.
Steigerung der Attraktivität
Der neue Theaterbau steigert zudem die Attraktivität der Region. In Memmingen habe das Theater eine große Tradition, so Intendant Walter Weyers. Die besten Voraussetzungen für Künstler, Technik und Theaterverwaltung. „In Memmingen gehört das Theater zum Leben – jetzt mehr denn je“, dankte Weyers.
Lob von der bayerischen Staatsregierung
Für die Bayerische Staatsregierung überbrachte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer die Grüße: „Hier haben sich tüchtige Kräfte vereinigt. Stadt und Siebendächer Baugenossenschaft haben etwas Vorbildliches verwirklicht.“ Gut fünf Millionen Euro Zuschuss werden für dieses Projekt ausgeschüttet, betonte der Finanzstaatssekretär.
Moderne Architektur
Lutz Freitag, der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, zeigte sich beeindruckt vom Bauergebnis.
Den ersten Preis des im Mai 2007 ausgelobten Architektenwettbewerbs gewannen die Kölner Architekten trint + kreuder d.n.a. und die Landschaftsarchitekten Club L94. Zuerst sei er skeptisch gewesen, als der Zuschlag des Architektenwettbewerbs an ein Büro noch Köln ging, gab der Vorstand der Siebendächer-Baugenossenschaft Lang zu. „Mit dem Projekt wurde ein weiterer großer Meilenstein gesetzt“, lobte Lang. Er sieht deutlich und sah die Fertigstellung als Startschuss für einen weiteren Stadtentwicklungsprozess über die Altstadt hinaus.
Gelungener Auftakt
Nach der feierlichen Eröffnung durch Oberbürgermeister Ivo Holzinger und der Segnung des Geländes beeindruckte in der Nacht eine Lichtillumination. Weitere Attraktionen wie eine Artistik-Show und ein Jazzfrühschoppen rundeten die Eröffnung ab.
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