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Do-Tec startet am Allgäu Airport durch
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Do-Tec startet am Allgäu Airport durch

Die Firma Do-Tec kann sich auf ein erfolgreiches Jahr freuen. Foto: Do-Tec
Die Firma Do-Tec kann sich auf ein erfolgreiches Jahr freuen. Foto: Do-Tec

Der Memminger Spezialfirma Do-Tec ist mit dem Erhalt eines neuen rund 5000 Arbeitsstunden dauernden Auftrags ein Blitzstart gelungen. Bis September wird das erst seit Juni 2011 bestehende Unternehmen Do-Tec voll ausgelastet sein. Weitere Aufträge für den Senkrechtstarter vom Allgäu Airport warten.

Auftrag ausgeführt, das Ergebnis hebt ab und entschwindet: Das erste von vier Passagierflugzeugen des Typs Dornier 328 wurde jetzt von der am Allgäu Airport in Memmingen ansässigen Spezialfirma Do-Tec fertiggestellt. Do-Tec kümmert sich um die Wartung und Überholung von Passagierflugzeugen und Business Jets sowie um die Umrüstung von Spezialflugzeugen. Der in rund 5.000 Arbeitsstunden im Auftrag der Fluggesellschaft Angola Air Service runderneuerte Jet startete nun auf dem Allgäu Airport. Der Jet erreichte nach zwei Zwischenlandungen Luanda, die Hauptstadt Angolas. Viele Zuschauer, der örtliche TV-Sender und rund 20 Journalisten bereiteten der Maschine aus Memmingen einen gebührenden Empfang.

Vollauslastung bis September

Drei weitere der 32-sitzigen Jets werden in den nächsten sechs Monaten generalüberholt und ausgeliefert. Jedes dieser Flugzeuge wird weitere 5000 bis 6000 Arbeitsstunden erfordern. „Uns bringt das eine Vollauslastung des Werftbetriebes bis in den September hinein“,  berichtet  Rainald Schulte, Geschäftsführer des noch jungen Unternehmens Do-Tec. Um die pünktliche Auslieferung der Maschinen zu gewährleisten, wird Do-Tec demnächst auf einen Zwei-Schicht-Betrieb im Werftbereich der Passagierflugzeuge umstellen.

Scheitern aufgrund mangelnder Englischkenntnisse

Wie im September letzten Jahres angekündigt, hat Do-Tec die Zahl seiner Mitarbeiter auf nunmehr 24 verdoppelt.  Auch werden in Zusammenarbeit mit der IHK Schwaben erstmals drei Ausbildungsplätze ab September geschaffen. Ausgebildet werden angehende Fluggerätemechaniker und Bürokaufmänner und -frauen. „Schwierigkeiten in der Bewerberauswahl bereiten uns immer wieder die teilweise nicht ausreichenden Englischkenntnisse vieler junger Bewerberinnen und Bewerber“, bedauert Rainald Schulte.

Ein fulminanter Start von Do-Tec

Mit dem Auftragsvolumen in mehrfacher Millionenhöhe  ist dem jungen Start-up Unternehmen Do-Tec ein fulminanter und in der Branche durchaus beispiellose Start gelungen. Und das, obwohl Do-Tec  erst  im Juni 2011 die Zulassung zu einem luftfahrttechnischen Betrieb durch das Luftfahrt Bundesamt erhalten hat. Do-Tec plant die Erweiterung seiner Geschäftsbereiche in Richtung Business Jets und Airline-Flugzeuge für den Spätsommer dieses Jahres. „Wir wollen uns in drei Marktsegmenten zukünftig krisensicher aufstellen“, berichtet Rainald Schulte: Das betrifft die Bereiche Passagierflugzeuge von 30 bis 100 Sitzplätzen, zweistrahlige turbinengetriebene Geschäftsreiseflugzeuge und ein- und zweimotorige Flugzeuge unter 5,7 Tonnen. Erste sorgfältige Investitionen wurden bereits zu Jahresbeginn vorgenommen.

In erfahrener Hand

Am Unternehmen Do-Tec ist der Freistaat Bayern, der über die Bayerische Beteiligungsgesellschaft Anteile hält, beteiligt. Unternehmensgründer und Mitgesellschafter Axel Huber hat bereits viel Erfahrung in der Umrüstung von Flugzeugen gesammelt und zahlreiche ADAC-Jets in fliegende Krankenhäuser umgebaut.