Memmingen/Unterallgäu | 10.11.2010

Der bayerische Jakobusweg soll besser strukturiert werden
Zum Thema Jakobusweg trafen sich Experten nun in Freising. Auch die Unterallgäu Aktiv GmbH war bei diesem Plenumstreffen zum Projekt „Europäische Jakobuswege“ vertreten.
90 Experten der Jakobus-Gesellschaften, bayerischen Diözesen, der Evang.luth. Landeskirche und der Lokalen Aktionsgruppen trafen sich, um mit Hilfe einer Bestandsanalyse den Entwicklungsbedarf an Jakobuswegen zu definieren. Auch die Unterallgäu Aktiv GmbH war bei diesem Plenumstreffen zum Projekt „Europäische Jakobuswege“ im Kardinal-Döpfner-Haus in Freising vertreten.
Erheblicher Entwicklungsbedarf der Jakobuswege
Die Jakobuswege in Bayern haben noch erheblichen Entwicklungsbedarf, um auf jeder Tagesetappe die Verpflegung, Beherbergung und Information der Pilger sicher zu stellen. Es ist vor allem der ländliche Raum, der das Übernachten häufig erschwert, weil es immer weniger Dorfgasthäuser gibt. In touristischen Regionen macht auch die Aufnahme für eine Nacht noch Probleme. Überzeugt werden muss auch so manche Pfarrgemeinde, dass sie untertags ihre Kirche offen hält. Schließlich geht der Jakobuspilger nicht auf üblichen Fernwanderwegen, sondern sucht auch spirituelle Einkehr in Kirchen und Kapellen.
Pilger: über Bayern nach Santiago de Compostela
Bayern ist ein Durchgangsland für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Deshalb nahmen bei dieser Plenumstagung auch Kooperationspartner aus Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich, der Schweiz und Südtirol teil.
Der Standard für Pilger soll gehoben werden
Ziele der Kooperation, die derzeit von der EU mit dem Programm „Leader“ unterstützt wird, sind die Schaffung einer transnationalen Informations-Plattform, die Intensivierung von Partnerschaften und eine möglichst durchgängige Digitalisierung der europäischen Jakobuswege. Außerdem sollen mögliche Pilgerbegleiter ausgebildet werden und gemeinsame Standards bei Ausstattung, Markierung und Informations-Materialien geschaffen werden. Diese Informationen sollen sich auch an die Gemeinden an den Wegen richten. Neben der Lokalen Aktionsgruppe Kneippland® Unterallgäu beteiligten sich 34 weitere bayerische Leader-Aktionsgruppen an dieser Kooperation. Die Koordinierung der Aktivitäten liegt beim Verein Jakobuswege e. V., der im September 2009 in Eichstätt gegründet wurde.
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