Memmingen/Unterallgäu | 21.06.2010
Ein neuer Solarpark bei Kirchdorf ist nun eingeweiht worden. Die Anlage ist 5,5 Hektar groß und erzeugt Strom für 350 Haushalte im Jahr. Die Gesamtkosten liegen bei über drei Millionen Euro.
„Das war für uns ein großer Schritt und auch für die Gemeinde“, sagte der Geschäftsführer Michael Baur bei der offiziellen Eröffnungsfeier der Solaranlage. Sie war auf die Initiative einiger Bürger entstanden, die sich zu einer Investorengemeinschaft zusammengeschlossen haben. Fast drei Jahre dauerte es von der ersten Idee, bis der Solarpark letztendlich umgesetzt und fertiggestellt wurde.
Ein „Superlativ“ für die Gemeinde Kirchdorf
Der Kirchdorfer Gemeinderat hatte zunächst Vorbehalte gegen das Großprojekt. Schließlich konnten aber, nach einem Bericht der Allgäuer Zeitung, letzte Zweifel ausgeräumt werden und das Kirchdorfer Ratsgremium stimmte dem Projekt im August 2008 zu. Ende 2009 ging der Solarpark ans Netz. Insgesamt liegen 14.480 Solarmodule auf 1.860 Montagepfosten. Rund 20 Kilometer Kabel wurden außerdem verlegt, um die 1,1 Millionen Kilowattstunden Strom, die von der Anlage im Jahr erzeugt werden, abtransportieren zu können. 350 Haushalte im Jahr können mit der ökologischen Energie versorgt werden. Bürgermeister Rainer Langenbacher ist stolz auf das Projekt: „Das ist für unsere Verhältnisse ein Superlativ.“
Das Risiko tragen die Gesellschafter
Der Geschäftsführer Michael Baur erläutert, dass die Gesamtkosten für das Projekt bei über drei Millionen Euro liegen. Die Finanzierung laufe komplett über die GLS-Bank, die sich auf ökologische Projekte spezialisiert habe. „Das Risiko tragen wir als Gesellschafter“, meint Baur.
Rückführung in landwirtschaftliche Nutzung möglich
Bürgermeister Langenbacher ist „stolz und zufrieden“. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt des Solarparks sei zudem, dass die Gemeinde Gewerbesteuer bekommt. Weil die Montagepfosten für die Solarmodule nicht betoniert sind, sondern nur in den Boden gerammt, kann das Gelände später jederzeit in eine landwirtschaftliche Nutzung rückgeführt werden. Mindestens 14 Prozent des Gesamtstromverbauchs der Gemeinde Kirchdorf kommt nun aus Photovoltaik- und Biogasanlagen. Das Gemeindeoberhaupt geht davon aus, dass in Kürze bereits 20 Prozent erreicht werden.
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