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Die Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH hat im Geschäftsjahr 2011/2012 so viel in den bayerischen Mittelstand investiert wie noch nie. Der Beteiligungsbestand im letzten Jahr belief sich auf 323,6 Mio Euro. 2011 waren es noch 312,5 Mio Euro. Diese Investitionen bringen wertvolle Wachstums- und Eigenkapitalimpulse für die Region. „Damit sind wir mit dem Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres sehr zufrieden“, so das Resümee von Sonnfried Weber, Sprecher der BayBG-Geschäftsführung. Die BayBG ist momentan bei insgesamt 498 Unternehmen engagiert, 88 davon liegen allein in Schwaben. Hier stiegen die Investitionen ebenfalls von 64,1 auf 66 Mio Euro. Zu ihnen zählen beispielsweise der Allgäu Skyline Park in Bad Wörishofen und die Vöwa GmbH in Bobingen.
Das Kernsegment ist die Entwicklung
Für die BayBG lag im letzten Jahr wieder die Finanzierung von Wachstumsmaßnahmen im Zentrum der Firmenphilosophie. Derzeit wurden 202,3 Mio. Euro in etablierte mittelständische Unternehmen für zusätzliche Wachstumsinvestitionen investiert. Das Entspricht fast zwei Drittel des gesamten Beteiligungsbestandes. Des Weiteren unterstützte BayBG die Regelung der Unternehmensnachfolge mit 44,4 Mio. Euro und Start-up Unternehmen bei der Umsetzung von Innovationsmaßnahmen mit Venture Capital in Höhe von 30,8 Mio Euro. Auch Turnaround Maßnahmen finanzierte das Unternehmen mit 31,2 Mio Euro. Desweiteren weitete BayBG sein Angebot im letzten Geschäftsjahr weiter aus. „In unserer Produktpolitik passen wir uns kontinuierlich den sich ändernden Erfordernissen und Notwendigkeiten des bayerischen Mittelstands an“, erklärt Weber. Die 2012 gestarteten Programme „Kapital für Handwerk, Handel und Gewerbe – KHHG“, und „Kapital für den Bayerischen Mittelstand – KBM“ sprechen zwei komplett verschiedene Gruppen an. KHHG wendet sich mit Beteiligungen ab 10.000 Euro an kleine Unternehmen, während KBM Investitionen bis zu sieben Mio. Euro möglich machen. „Mit diesen beiden Programmen haben wir unser Angebot nach oben und unten weiter geöffnet. `Kapital für den Bayerischen Mittelstand – KBM´ eignet sich nicht nur für die Umsetzung größerer Investitionen, sondern ganz besonders auch für die Ablösung von Standard-Mezzanine“, so Weber weiter.
BayBG hält sich weiter im Hintergrund
Ganz im Gegensatz zu anderen Investoren möchte die BayBG weiterhin größtenteils keinen Einfluss auf die Planung der Geschäftsführung des Mittelstandes ausüben. Sie will sich nach wie vor vorwiegend in Form einer stillten Beteiligung engagieren. „Das stellt sicher, dass der Unternehmer auch langfristig `Herr im Haus´ bleibt.“ Nur 19 der im Jahr 2012 abgeschlossenen 84 Neuengagements wurden in offener Form als Minderheitsgesellschafter getätigt. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2011/2012 fiel mit 10,7 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr. Weber begründet diese Abnahme mit Nachhaltigkeitsgedanken. „Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht ausschließlich darauf, dass die BayBG ihre Risikovorsorge deutlich um 9,1 Mio. Euro erhöht hat. Damit sichern wir uns langfristig gegenüber die volkswirtschaftlichen Risiken, die in Folge der weiter schwelenden Euro- und Finanzkrise auf die deutsche Wirtschaft zukommen könnten.“ Das hat nichts mit Pessimismus zu tun. Ganz im Gegenteil. BayBG rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Neugeschäft von knapp 45 Mio. Euro.