Lindau | 11.10.2010
Der Bodensee und das Allgäu ist ein beliebtes Touristenziel. Wichtig für die Region ist eine gemeinsame Marke
Auf Einladung des Landkreises Lindau (Bodensee) trafen sich am 6. Oktober rund 40 Bürgermeister, Mitglieder des Kreisausschusses und des Ausschusses für Wirtschafts- und Regionalentwicklung sowie Tourismusverantwortliche aus dem Landkreis. Es stand die regionalen Tourismuskonferenz im Paul-Bäck-Haus in Heimenkirch an. Auf der Agenda stand unter anderem die Positionierung der Gemeinden im Zuge der Neuausrichtungen der Dachmarke Allgäu. Referent Franz Schmidt ließ keinen Zweifel daran, dass es unabdingbar ist, Kräfte zu bündeln, um sich gemeinsam am hart umkämpften touristischen Markt erfolgsversprechend aufzustellen.
Entwicklung nicht verpassen
Landrat Elmar Stegmann begrüßte die Teilnehmer im neu eingeweihten Heimenkircher Bürgerhaus und dankte für das große Interesse: „Derzeit gibt es viele Bewegungen in unseren Tourismuslandschaften Bodensee und Allgäu und die Orte dürfen es nicht verpassen, diese richtungweisenden Entwicklungen mitzugehen“, erklärt Landrat Stegmann den Hintergrund der Tourismuskonferenz.
Präsentation unter einer Marke
Magister Franz Schmidt von der Klagenfurter Tourismusberatung invent präsentierte den Interessierten in einem motivierenden Vortrag den Stand des Strategie- und Markenprozesses im Allgäu. Der Kernpunkt seines Vortrags bestand in der Einbindung der Landkreisgemeinden im Westallgäu in die neue Struktur der Allgäu Marketing GmbH. Schmidt untermauerte, dass im touristischen Destinationsmanagement Ortsschilder keine Rolle mehr spielen dürfen. Vielmehr müsse der Weg in Richtung einer gemeinsamen, einheitlichen und markenkonformen Vermarktung von qualitativen Erlebnisräumen unter dem Dach der touristischen Marken Allgäu und Bodensee gehen.
Die Anwesenden ernteten hierfür ein dickes Lob vom Tourismus-Experten: „Der Landkreis Lindau ist einer der schnellsten, der auf die Neupositionierung im Allgäu reagiert.“ Auch bekräftigte er die Bestrebungen des Landratsamtes als „Entwicklungsagentur“ und Dienstleister für die Tourismusgemeinden am Bodensee und im Allgäu zu fungieren.
Attraktive Angebote und die Nähe sind entscheidend
Große Bereitschaft gab es von den Anwesenden, den Weg der gemeinsamen Vermarktung des Allgäus mitzugehen. Die Teilnehmer waren sich bewusst, dass man nun „vor Ort aktiv werden und für attraktive Angebote sorgen muss“, so Scheideggs Bürgermeister Ulrich Pfanner. Als Chance wurde auch die Nähe der beiden Erlebnisräume Bodensee und Allgäu zu einander und damit die Vernetzung der Angebote bewertet.
Jeder muss seinen Teil dazu beitragen
Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Bernhard Joachim, Geschäftsführer der Allgäu Marketing GmbH, auf, wie man sich möglicherweise an den Marketing-Maßnahmen beteiligen kann. Anschließend stellte Sandra Denner, Leiterin des regionalen Tourismusmanagements des Landkreises, die geplanten Marketingschwerpunkte der Werbegemeinschaft Westallgäu vor. Diese wurden vorab mit den Tourismusverantwortlichen auf Basis der neuen Rahmenbedingungen ausgearbeitet. Der Landkreis wird künftig den Gemeinschaftsetat koordinieren. „Die inhaltliche Umsetzung liegt weiterhin bei den Touristikern vor Ort“, so Denner.
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