Stadt Lindau

Postkartenästhetik im neuen Kontext

Lindau | 17.08.2010

Ausstellung "Provinz" in Lindau Ausstellung "Provinz" in Lindau. Hier: Fühlometer

Vom 6. Bis 28. August ist in Lindau eine außergewöhnliche Ausstellung junger zeitgenössischer Kunst.

Unter dem Titel "Provinz" zeigt die Ausstellung Werke international aufstrebender und etablierter junger Künstler. Organisiert wird sie von drei jungen Männern aus Berlin. Zwei von ihnen, Felix Rundel und Korbinian Kainz, sind in Lindau aufgewachsen.

Ausstellung sorgt schon in der Vorbereitungsphase für Aufsehen

Schon in der Vorbereitungsphase hat die Ausstellung Aufsehen erregt. In Lindau hat sie Gegner, aber umso mehr Unterstützer gefunden. Julius Bismarck, Thilo Frank, Mael Nozahic und Lilli Kuschel setzen sich in der Ausstellung analytisch bis spielerisch mit Konzepten und Perspektiven von Provinz und Provinzialität auseinander.

Lindau: idyllische Inselstadt

Die idyllische Lindauer Inselstadt bietet für diese Auseinandersetzung ein passendes Experimentierfeld. Davon sind die Initiatoren Arne Fehmel, Korbinian Kainz und Felix Rundel überzeugt. An verschiedenen Orten werden Einwohner und Touristen mit Kunstwerken konfrontiert. Das Spiel- und Experimentierfeld der Künstler ist die Lindauer Insel. Ausgehend von der Kernzelle im Bahnhof wird die Insel und teilweise auch das Wasser mit künstlerischen Satelliten bespielt. Temporäre Interventionen im öffentlichen Raum verstärken den offenen Charakter der Ausstellung.

Postkartenästhetik im neuen Kontext

Die Kunstwerke versetzen die Postkartenästhetik des Ortes in einen neuen Kontext. Sie laden zum Reflektieren über die "Provinz" ein.

Die Ausstellung soll in den Dialog mit den Besuchern treten. Sie soll sich im Stadtbild sichtbar machen und spielerisch neue, unerwartete Perspektiven auf das Thema Provinz in all ihren Facetten geben. Die Menschen sollen auf Kunst treffen und an Kunst partizipieren können. Und das an Orten, an denen sie nicht damit rechnen.

Video, Malerei, Lesungen und vieles mehr

Drei Wochen lang wird die Stadt aufwändig verändert. Durch großformatige Installationen und Objekte, Licht, Video, Malerei, öffentliche Lesungen, Performances und temporäre Interventionen. Damit werden die so stereotypischen Vorstellungen von provinzieller Ruhe, Idylle und Rückständigkeit in Zweifel gezogen.

Mehr informationen unter http://provinz.li.