WEST

Neuansiedlung wie aus dem Lehrbuch

Lindau | 17.12.2010

Neuansiedlung wie aus dem Lehrbuch
v.l. Martin Metzger, Martin Dowe, Karin Horlacher, Anna-Maria Priendl, Christian Hauß

Der Investor Martin Metzger, die Gemeinde Maierhöfen und WEST freuen sich über perfekten Ablauf einer Gewerbeansiedlung. Auch heimische Betriebe profitierten von der Ansiedlung.

„In Maierhöfen hat einfach alles gepasst“, stellt Martin Metzger fest. Seine Investition in ein neues Ingenieurbüro in der Argental-Gemeinde begeistert Andrea Schneider, Geschäftsführerin der Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle Westallgäu (WEST): es ist für sie ein aktuelles Beispiel für eine rundum gelungene Gewerbeansiedlung, zumal „wir uns genau solche Firmen hier wünschen“.

Vier Ingenieure in einem Neubau

Martin Metzger ist Entwicklungs-Ingenieur und mit seiner Firma Nevolab GmbH im Bereich der Laborautomations-Systeme tätig. Unter anderem für große Pharmafirmen entwickelt er Software und Elektronik. Das tat er in den letzten Jahren so erfolgreich, dass er über eine Expansion und eigene Räumlichkeiten nachdachte. Bei der Umsetzung tat er sich mit drei anderen Ingenieuren zusammen: Kai Horlacher mit seiner Firma PC-forum GmbH, Martin Dowe von MCU GmbH & Co. KG sowie Christian Hauß.

Neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden

Gemeinsam entschlossen sich die Unternehmer zu einem Neubau. Zehn Arbeitsplätze bieten die Ingenieure bereits. Platz für insgesamt 15 Mitarbeiter sollte der Neubau bereithalten. Wichtig war Metzger eine sinnvolle Raumnutzung: „Wir benötigen nur einen Schulungsraum und können auch Infrastruktur vom Internetanschluss bis zur Kaffeemaschine gemeinsam nutzen“, erklärt er die Idee, die vier Ingenieurbüros in einem Gebäude zusammen zu fassen.

Bürgermeister und WEST überwanden alle Barrieren

Da die Ingenieure – verteilt auf mehrere Standorte – bislang in Isny tätig waren, wurde zunächst dort nach einem Grundstück gesucht. „Das zog sich über mehrere Monate, ohne dass wir ein konkretes Angebot auf dem Tisch hatten“, erinnert sich Martin Metzger. Dann wurde er in Maierhöfen auf das dortige Gewerbegebiet „Am Gehrenbach“ aufmerksam. Der Standort gefiel ihm, die Nähe zum Wohnsitz Isny überzeugte ebenfalls. So nahm er Kontakt zu Bürgermeister Martin Schwarz auf. Der reagierte sofort, führte ein erstes Gespräch und holte Andrea Schneider von der WEST hinzu. Das Angebot passte. Lediglich die fehlende schnelle Internetanbindung schien kurzzeitig ein Problem zu sein. „Doch auch hier wurde Frau Schneider aktiv und fand eine gute Lösung“, sagt Metzger.

Gebäude mit 600 Quadratmetern Nutzfläche

Das rasche Handeln überzeugte ihn und seine Kollegen: Schon wenige Wochen nach dem ersten Gespräch folgte der Termin beim Notar. Im Sommer 2010 entstand in Maierhöfen unter dem gemeinsamen Namen „IT-Werkstatt“ ein Gebäude mit 600 Quadratmetern Nutzfläche. Eine Erweiterung ist möglich. Das Gebäude wurde vor allem von heimischen Handwerkern errichtet, vornan vom Maierhöfer Unternehmen Holzbau-Zeh. Es handelt sich um ein Niedrigenergiehaus, das mittels Erdwärme geheizt wird. „Mit fachkundiger Unterstützung der WEST konnten wir Herrn Metzger davon überzeugen, dass Maierhöfen der richtige Standort für eine Gewerbeansiedlung ist“, meint Bürgermeister Martin Schwarz. Dass heimische Betriebe ebenfalls von der Ansiedlung profitieren, freut ihn umso mehr.

Produkte kommen auf der ganzen Welt zum Einsatz

Für Andrea Schneider von der WEST ist die Betriebsansiedlung deshalb ein perfektes Projekt: „Hier sind Arbeitsplätze entstanden, wie wir sie uns in der Region wünschen. Es ist ein ‚Denktempel‘, in dem Produkte entwickelt werden, die letztlich rund um den Globus zum Einsatz kommen“, sagt Schneider. So entwickelt MCU Werkzeug-Überwachungssysteme für Automobil-Hersteller und –Zulieferer. Es ist damit bei Unternehmen wie Bosch, Continental, Daimler, BMW und Volkswagen präsent.

„Eine Neuansiedlung wie aus dem Lehrbuch“

„Letztlich war es eine Neuansiedlung wie aus dem Lehrbuch“, fasst Andrea Schneider das Projekt zusammen. „Es freut uns, dass Martin Metzger sich in Maierhöfen wohlfühlt und er zum Standort steht“. Nicht zuletzt hat auch das Umfeld überzeugt: Gerade der Blick in die umliegende Natur motiviert die Ingenieure.

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