Insgesamt zwölf der 19 Kommunen im Landkreis Lindau wollen den Energieverbrauch und damit auch den CO2- Ausstoß mindern.
eza! (Energie- und Umweltzentrum Allgäu) unterstützt die Bewohner von Lindau, Lindenberg, Scheidegg, Heimenkirch, Weiler-Simmerberg, Grünenbach, Maierhöfen, Hergensweiler, Oberreute, Stiefenhofen, Wasserburg und Weißensberg bei ihrem Vorhaben, bei dem viel Bürgerengagement gefragt ist. Für einen dauerhaften Erfolg des Klimaengagements soll ein Energieteam in jeder Stadt und Gemeinde als Leitung und Motor sorgen. Diese Arbeitsgruppe besteht jeweils aus Mitgliedern des Gemeinderats, Bürgern, Energieexperten, Handwerkern und Verwaltungsmitarbeitern.
Martin Sambale: "Hilfe zur Selbsthilfe"
„Hilfe zur Selbsthilfe – so heißt die Formel, die den Kern des Klimaschutzkonzeptes einfach am besten trifft“, sagt eza! -Geschäftsführer Martin Sambale, dessen Team aus Ingenieuren und Experten die professionelle Umsetzung sichert. „Dass Gemeinden blind Geld in einzelne Klimaschutzmaßnahmen stecken, führt nicht weiter“, so Sambale. Eine sichtliche Verminderung des CO2-Ausstoßes und eine Festigung der regionalen Wertschöpfung sollen durch die Analyse, die treffende Auswahl der erfolgreichsten Maßnahmen und die Umsetzung erfolgen.
Aktivitätenplan soll Klimaschutz umsetzten
Mit einem von esa! spezifisch für jede Gemeinde entwickelten Aktivitätenplan erhält das Energieteam, das aus bis zu zehn Mitgliedern besteht, ein Instrument um das Klimaschutzprogramm gezielt im Gemeindealltag umzusetzen. Zuerst werden nicht nur private Haushalte, sondern auch Gewerbe, Verkehr und kommunale Liegenschaften von den eza! -Fachleute anhand einer Energie- und CO2-Bilanz für das komplette Gemeindegebiet genau betrachtet. Außerdem stellen sie fest, welches Potenzial für Energieeinsparung und für die Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen vorhanden ist.
Förderung durch Bundesumweltministerium
„Umwelt- und Klimaschutz sind wichtige und drängende Themen unserer Zeit. Über ein integriertes Klimaschutzkonzept können wir dazu beitragen in unserem Landkreis Einsparpotenziale zu identifizieren und damit nicht nur unseren Haushalt sondern auch die Umwelt zu schonen“, betont der Lindauer Landrat Elmar Stegmann. Die Städte und Gemeinden werden für ihren Beitrag zur Daseinsvorsorge durch ihre Klimaschutzprogramme auch aus der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert. Aber angesichts der schwierigen Haushaltslage können interessierte Landkreise, Städte und Gemeinden, die sich jetzt für ein Klimaschutzkonzept einsetzen wollen, erst wieder ab 2011 Zuschüsse erwarten. „Das ist ein völlig falsches Signal, das die Bundespolitik da aussendet, weil sie vorwärtsgerichtetes Engagement auf kommunaler Ebene so ausbremst“, kritisiert Sambale.
Internet: Berechnung der CO2-Emissionen
Im Internet unter www.klimaschutz-allgaeu.de gibt es nicht nur interessante Informationen und Hilfe für Kommunen, Privatpersonen und Unternehmen, die ihren CO2-Ausstoß reduzieren möchten, die Nutzer finden dort auch ein Programm, das die persönlichen CO2-Emissionen berechnet.
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