Seekirch

Der deutsche Mittelstand und das Auslandsgeschäft

Lindau | 25.08.2010

Der deutsche Mittelstand und das Auslandsgeschäft Der deutsche Mittelstand und das Auslandsgeschäft

Die Wirtschafts-beratungsfirma Ernst & Young mit einer Umfrage festgestellt, dass sich der deutsche Mittelstand zu wenig im Ausland engagiert – nur ca. 43 Prozent, statt der angenommenen 75 %.

Reaktion auf den Artikel ‚Mittelständlern fehlt Engagement im Ausland' aus DIE WELT-online vom 23. 08. 2010 - nachlesbar HIER

Vor allem kleine Betriebe hätten einen großen Nachholbedarf. Die größten Chancen sieht man in den BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China.

Unternehmerische Betrachtung:

Für ein einerseits exportstarkes Land wie Deutschland und andererseits die Stabilität der deutschen Unternehmen sind diese Märkte fraglos hochinteressant. Der Nachholbedarf an modernen kostensparenden Ausrüstungen ist hoch. Eine Industrialisierung ist notwendig und es fehlt die Möglichkeit als Wettbewerber auf den Weltmärkten auftreten zu können.

Newcomer sollten sich mit einfacheren Märkten befassen

Allerdings sollte sich ein ‚Newcomer‘ im Auslandsgeschäft nicht sofort mit den durch Mentalität und Entfernung sehr komplexen Staaten befassen. Das gesamte Auslandsgeschäft bedarf einer gründlichen Vorplanung. Und auch einer umfassenden, entweder im Unternehmen vorhandenen oder ‚eingekauften‘ Erfahrung. Deshalb sollten Deutsche Mittelständler, die erstmals ins Auslandsgeschäft einsteigen, sich erst einmal die Auslandsmärkte in Europa vornehmen. Dort sollte das Unternehmen die Vorgehensweise trainieren. Und somit Kernkompetenzen und sprachliche Fähigkeiten prüfen. Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien (die alle ebenfalls einen hohen Bedarf haben) sind sicher einfachere Märkte.

Das Auslandsgeschäft bringt Vorteile

Der Bedarf in europäischen Ländern rechtfertigt auch nicht ganz so geringe Anlaufkosten. Denn wer frühzeitig dort vertreten ist, kann sich eine laufende Basis schaffen. Damit auch eine Verbreiterung der Stabilität des eigenen Unternehmens. Das Auslandgeschäft ist generell mit höheren Risiken als der Inlandsvertrieb behaftet. Aber mit den heutigen Absicherungsmöglichkeiten, der bereits erwähnten Vorplanung und einer gewissen Mentalitätskenntnis, ist dies gut beherrschbar.

"Für Interessenten am Auslandsgeschäft sei auch auf den Beitrag ‚Weltweit auf Kundenfang‘ (http://www.marketing-und-vertrieb-international.com/pdf/Weltweit-auf-Kundenfang.pdf) aus ‚Deutsche Vertriebsleiterschule‘ verwiesen."

Michael Richter

Internationaler Marketing- und Vertriebsberater, Seekirch - befasst sich seit mehr als 35 Jahren mit strategischem Marketing. Von der Marktuntersuchung, bis zur Planung und erfolgreichen Vermarktung der verschiedensten Investitionsgüter und langlebigen/erklärungsbedürftigen Gebrauchsgüter auf allen 5 Kontinenten. Die daraus resultierenden Kenntnisse und Erfahrungen bietet er seinen weltweiten Kunden für Marketing und Vertrieb an, insbesondere KMU. Daneben bietet er weltweite praktische Unterstützung, Coaching oder Firmenseminare.

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