Lindau | 31.01.2011

Landrat Elmar Stegmann, Foto: Landratsamt Lindau
Bundespräsident Christian Wulff gab im Schloss Bellevue den offiziellen Startschuss für das BürgerForum 2011. Landrat Stegmann und Teilnehmer aus Lindau waren mit dabei.
Für die Fachtagung reiste Landrat Elmar Stegmann nach Berlin. Gemeinsam erarbeitete er mit dem Bundespräsidenten, renommierten Experten und Personen des öffentlichen Lebens erste inhaltliche Leitfragen für das BürgerForum. Begleitet wurde der Landrat von zwei Teilnehmern, die die Fahrt nach Berlin stellvertretend für die 400 BürgerForum-Teilnehmer aus dem Landkreis Lindau angetreten haben.
Christian Wulff diskutiert über künftiges Zusammenleben in einer Gesellschaft
Bundespräsident Christian Wulff begrüßte die Oberbürgermeister, Landräte und Teilnehmer aus den 25 Städten und Landkreisen persönlich. In Arbeitsgruppen diskutierten die mehr als 90 Gäste der Fachtagung über die Themen des BürgerForums. Außerdem erarbeiteten sie erste inhaltliche Leitfragen für den weiteren Projektverlauf. Der Bundespräsident verfolgte die angeregten Gespräche an den Tischen und diskutierte mit seinen Gästen, wie das Zusammenleben in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft künftig gestaltet werden kann.
Mitmachen beim BürgerForum 2011
Landrat Elmar Stegmann freute sich über die Einladung ins Schloss Bellevue: „Wir als Landkreis haben großes Glück, dass wir beim BürgerForum2011 dabei sind. Hier geht es um ganz neue Formen der Bürgerbeteiligung zu brennenden politischen und gesellschaftlichen Themen – diese Chance wollen wir aktiv nutzen!“
Nur 25 Städte und Landkreise dürfen mitmachen – Lindau ist dabei!
Der Landkreis Lindau zählt zu den 25 Städten und Landkreisen, in denen ab März 2011 jeweils 400 Teilnehmer an einem der größten Bürgerbeteiligungs-Projekte Deutschlands mitarbeiten werden. Bundesweit schafft das BürgerForum damit eine Diskussionsplattform für insgesamt 10.000 Menschen aus ganz Deutschland – von der Nordsee bis zum Bodensee, von Aachen bis Chemnitz.
Teilnehmer diskutieren vor Ort und auf einer interaktiven Internetplattform
Auf Veranstaltungen vor Ort und auf einer interaktiven Internetplattform können die Teilnehmer miteinander diskutieren. Sie können Ideen entwickeln, wie der Zusammenhalt der Gesellschaft gestärkt werden kann. Zu sechs Themen – Bildung, Integration, Demografie, Solidarität und Gerechtigkeit, Demokratie und Beteiligung sowie Familiäre Lebensformen – werden in Ausschüssen konkrete Vorschläge entwickelt. Dabei geht es um die Frage, wie das Zusammenleben in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft künftig gestaltet werden kann.
Zufallsverfahren wählt Teilnehmer aus
Interessierte können sich jedoch nicht direkt für das Projekt bewerben. Die Teilnehmer werden per Zufallsverfahren von einem Meinungsforschungs-Institut ausgewählt und telefonisch kontaktiert. Dr. Dominik Hierlemann, Projektleiter für das BürgerForum 2011, erklärt das aufwändige Auswahlverfahren: „Unser Ziel ist, dass sich die Vielfalt der Gesellschaft auch im Teilnehmerkreis des BürgerForums widerspiegelt. Diese bunte Mischung der Teilnehmer sorgt für lebendige Diskussionen und für Ergebnisse, in die ganz unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen einfließen.“
Wie packen Bürger Herausforderungen an?
Mittlerweile stehen bereits die ersten der 400 Teilnehmer aus unserem Landkreis fest. Ralf Watschke und Günter Hsu sind dabei. Sie freuen sich, sich beim BürgerForum 2011 einbringen zu können: „Vor einigen Tagen hatte ich durch einen Zeitungsartikel vom BürgerForum erfahren. Kurze Zeit später klingelte auch schon mein Telefon und ich wurde gefragt, ob ich Interesse habe, selbst an dem Projekt teilzunehmen. Mich reizt am BürgerForum, dass ich meine eigenen Ideen einbringen und mit anderen diskutieren kann. Vielleicht können wir der Politik sogar einige Anregungen mit auf den Weg geben, wie die Bürger bestimmte Herausforderungen anpacken würden“, meint Günter Hsu.
Über das BürgerForum 2011
Das BürgerForum 2011 ist eine gemeinsame Initiative des Bundespräsidenten, der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung. Die inhaltliche Arbeit des BürgerForums beginnt auf einer Auftaktveranstaltung in Lindenberg am 12. März 2011 und wird bis Ende Mai 2011 abgeschlossen sein.
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