eza! Allgäu

eza!: Solarstrom weiter ausbauen

Kempten/Oberallgäu | 17.01.2012

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien, Foto: Fotolia

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) fordert den Solarstrom weiter auszubauen. Bereits im vergangenen Jahr machte die Strom-Erzeugung aus Photovoltaik wieder einen sehr großen Schritt nach vorne. Die deutsche Solarwirtschaft hatte schon 2010 mit einem Zubau von 7,4 Gigawatt einen unglaublichen Sprung nach vorne getan. 2011 passierte dies in ähnlicher Größenordnung.

Damit die Energiewende gelingen könne, sei dies der richtige Weg, wie eza!-Geschäftsführer Martin Sambale betont: „Die Allgäuer Landkreise, Städte und Gemeinden setzen sich alle hohe Ziele beim Zubau erneuerbarer Energien. Diese können nur erreicht werden, wenn der Ausbau der Photovoltaik wie bisher weitergeht.“ So hat sich der Landkreis Ostallgäu das Ziel gesetzt, bis 2020 50 Prozent der im gesamten Landkreis benötigten Energie, d.h. Strom und Wärme, aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Der Landkreis Oberallgäu will bis 2022 im Bereich Strom 70 Prozent aus erneuerbaren Energien erreichen. Sambale ergänzt, dass eza! bei seinen Analysen feststellt, dass Photovoltaik und Windenergie im Allgäu das größte Potenzial für die zukünftige Stromversorgung des Allgäus bieten.

Solarstrom senkt die Preise

Nicht nachzuvollziehen sei, so Sambale von eza!, daher die Kritik an der Photovoltaik, die jüngst zu hören war. Die Kritiker fordern, den Zubau neuer Solarstrom-Anlagen über einen Deckel drastisch zu limitieren, weil durch den Anstieg der Solarenergie die Strompreise steigen würden. Dabei ist Strom aus neuen Solar-Anlagen heute schon teilweise billiger als der Strom aus der Steckdose. Seit dem 1. Januar werden für eine Kilowattstunde PV-Strom aus neuen Freiland-Anlagen 17,94 Cent pro kWh, aus einer neuen kleinen Dachanlage 24,43 Cent und aus einer neuen sehr großen Dachanlage 18,33 Cent vergütet. Der Solarstrom drückt heute schon an den Strombörsen über den Merit-Order-Effekt das gesamte Strom-Preisniveau.

An der Solarbranche hängen viele Arbeitsplätze

Zusätzliches Angebot von Ökostrom senkt die Nachfrage nach Kohle- und Atomstrom und damit den Börsenpreis. Der Preis senkende Effekt von Ökostrom geht auf diese Weise in die Milliarden Euro. Nicht zu vergessen: Die Solarbranche in Deutschland bietet über 100.000 Menschen Arbeit und viele namhafte deutsche Firmen sind in der Solarbranche Marktführer. Die Exportquote der deutschen Solar-Industrie liegt bei 50 Prozent. Und auch für viele Handwerks-Betriebe im Allgäu ist der Solarstrom ein wichtiges Standbein.

Weitere Informationen im Internet unter www.eza.eu

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