eza! goes Amerika

Klimaschutz für USA aus Kempten

Kempten/Oberallgäu | 17.09.2009

eza goes Amerika
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In Eigeninitiative hat der amerikanische Ingenieur Nazir Kasi beschlossen, sich zum Passivhausplaner ausbilden zu lassen. Dafür kam er innerhalb eines Vierteljahres drei Mal für Kursblöcke nach Kempten. Vielleicht der praktische Anfang von Präsident Obamas Klimaschutzkonzept für die USA?

Dass die Supernation dem alten Europa in Energiefragen entschieden hinterherhinkt, ist keine Frage für Nazir Kasi: In den Kinderschuhen stecke der Wissensstand in den USA im Bereich energieeffizienten Bauens, so berichtet der Ingenieur. Also blieb ihm keine Wahl: „Ich wollte mir das Wissen auf hohem europäischen Niveau aneignen. So etwas gibt es in den USA nämlich nicht“, sagt der gelernte Elektrotechnikingenieur. Da er die Zukunftsperspektive für die Welt und ihre Bewohner in genau diesem Feld wittert, hat er entschlossen gehandelt und einen Kurs bei eza! gebucht mit dem Ziel, als zertifizierter Passivhausplaner zu arbeiten.

Damit hat er die 180- Grad-Wende vollzogen und der Autoindustrie nach 20 Jahren den Rücken gekehrt. Ehedem Leiter des technischen Bereichs für Fahrwerksicherheitssysteme bei Bosch, wandte er sich den erneuerbaren Energien zu und gründete in Michigan ein Beratungsunternehmen für die Verwertung von Biomasse. Spezialisiert hat er sich auf Energieeffizienz von Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energien. Seine Motivation für den Schritt über den Großen Teich: „Ich hole Wissen über energieeffizientes Bauen nach Übersee“. Und zwar von dort, wo es geballt da ist: aus dem Allgäu. Beim virtuellen Blick im Internet über den Atlantik ist ihm der eza!-kurs zum zertifizierten Passivhausplaner ins Auge gestochen. Freilich, ganz alltäglich ist es nicht, eben mal für drei Wochenenden jeweils einen Langstreckenflug hin und retour zu absolvieren, „nur“ um einen Kurs zu besuchen. Zunächst hat sich Kasi in der Nähe umgesehen, jedoch erfolglos: „Nach umfangreicher Suche nach einem geeigneten Lehrgang über ökologisches Bauen in den USA und Kanada bin ich zum Ergebnis gekommen, dass für mich nur ein Besuch von einem Lehrgang in Deutschland sinnvoll ist. Da kam der Hinweis eines Kollegen auf eza! gerade recht.

Kazis Fazit: „Trotz der anstrengenden Reisen kann ich mit Überzeugung behaupten, dass meine Erwartung an die Qualität des Lehrgangs und die Qualifikation des Lehrpersonals übertroffen wurden“.

Jetzt steht noch ein nicht ganz unwichtiger Termin an: Die Prüfung nämlich. Die kann der Amerikaner allerdings direkt vor Ort in seiner Heimatstadt Troy, Michigan ablegen. Dass er erfolgreich ist, dafür besteht gute Hoffnung: „Anfangs hatte ich Bedenken, wegen meiner fehlenden Fachkenntnisse Schwierigkeiten zu haben, den Kursinhalt nachzuvollziehen. Durch den optimalen Aufbau des Kursinhalts und das Engagement der eza!-Leute waren meine Bedenken jedoch unberechtigt“, sagt er mit Zuversicht. Ob seine Kurskollegen schon ihre Zertifikate in Händen halten, das weiß er noch nicht. Aber der Draht Allgäu – USA steht.

Informationen zu allen eza!-Bildungsangeboten sind im Internet unter www.eza-bildung.de zu finden.

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