Kempten/Oberallgäu | 21.02.2012

Symbolbild Anstieg, Foto: Fotolia
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) im Bezirk der Agentur für Arbeit Kempten kontinuierlich angestiegen - von 148.000 in der Jahresmitte 2001 auf 159.000 im Juni 2011. Das belegen die neuesten Beschäftigtenzahlen der Arbeitsagentur Kempten, die nun für Juni 2011 vorliegen.
Hiernach hat sich zudem die Zahl der sozialversicherungsfreien Geringverdiener mit einem Gehalt von höchstens 400 Euro monatlich – sogenannte Minijobber - von 25.300 im Juni 2001 auf über 49.000 fast verdoppelt. Gut 29.000 Allgäuer übten ausschließlich einen Minijob aus. Fast 20.000 waren neben ihrer Hauptbeschäftigung auch als Geringverdiener tätig. Damit machten mehr als doppelt so viele Menschen von der Möglichkeit eines abgabefreien Nebenjobs Gebrauch wie im Jahr 2003, als die gesetzliche Neuregelung eingeführt wurde.
Beschäftigungsanstieg in der Altersgruppe 50 bis 64
Gut 95.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind zwischen 25 und 50 Jahre alt. Die Zahl der Beschäftigten unter 25 Jahren stagniert seit 2001 bei knapp 24.000 Beschäftigten. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnet dagegen die Beschäftigung in der Altersgruppe von 50 bis einschließlich 64 Jahren. Die Zahl der über 50-jährigen SvB stieg auf knapp 41.000 im Juni 2011. Ein Zuwachs von 40,6 Prozent.
Altersgruppe 60 bis 65
Knapp 28.000 Frauen und Männer im Bezirk der Arbeitsagentur Kempten sind zwischen 60 und 65 Jahren alt. Mitte 2011 waren knapp 7.500 in dieser Altersgruppe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Hieraus errechnet sich die sogenannte Beschäftigungsquote von 26,7 Prozent. Mitte 2001 lag die Beschäftigungsquote bei 13 Prozent.
Allgäuer Einzelhandel bietet die meisten Stellen
Der Allgäuer Einzelhandel bietet mit 15.600 die meisten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Region, gefolgt vom Maschinenbau, Gesundheitswesen, Baugewerbe und Gastgewerbe. Zeitarbeits-Firmen beschäftigen knapp 2.800 Arbeitnehmer. Dies entspricht einem Anteil von 1,7 Prozent aller Beschäftigten im Allgäu.
Wo sind die meisten Mini-Jobber beschäftigt?
Im heimischen Gastgewerbe arbeiten mit gut 7.100 die meisten geringfügig entlohnten Beschäftigten. Es folgen der Einzelhandel und das Gesundheits- und Sozialwesen. Die geringfügige Beschäftigung im privaten Haushalt spielt eine eher untergeordnete Rolle. 32.100 Geringverdiener sind Frauen (65,3 Prozent). Davon arbeitet ein Großteil ausschließlich in einem Minijob. Knapp 11.800 Frauen arbeiten neben einer Hauptbeschäftigung zusätzlich in einem versicherungsfreien Nebenjob.
Für mehr Informationen: www.arbeitsagentur.de
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