Kempten/Oberallgäu | 17.07.2009
Acht Studenten aus dem Studiengang Elektro- und Informationstechnik der Kemptener Hochschule arbeiten seit Monaten an einem zukunftsweisenden Projekt – dem Bau eines Renn-Gokart mit einem leistungsstarken, hocheffizienten Elektroantrieb.
Hierfür setzen sie die derzeit modernsten Technologien ein. Die wichtigste Aufgabe der künftigen Elektrotechnik-Ingenieure ist es, das Antriebskonzept des Gokarts hinsichtlich Leistung, Beschleunigung, Geschwindigkeit und Ge-wicht zu optimieren.
Hierbei erhalten die acht Tüftler prominente Unterstützung. Ihnen stehen so-wohl der erfahrene Rennfahrer Roland Schneider aus Kimratshofen sowie die renommierte Firma Ruf Automobile GmbH, die bereits einen leistungsstarken Elektro-Porsche entwickelt und gebaut hat, hilfreich zur Seite. Die wissen-schaftliche Begleitung des Projektes übernahm Professor Dr.-Ing. Helmuth Biechl, Leiter des Werner-von-Siemens-Labors für elektrische Antriebe und Mechatronik der Hochschule Kempten.
Die Ansprüche der beteiligten Studierenden an sich selbst sind sehr hoch: „Wir wollen die Beschleunigungswerte von üblichen Hochleistungskarts mit Verbrennungsmotor erreichen oder sogar überbieten. Konkret heißt das, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden."
„Das Projekt „Elektro-Kart" soll auch in bestimmten Vorlesungen, Übungen und Praktika in die Lehre einfließen und diese Veranstaltungen noch attraktiver machen", so Prof. Biechl.
Auch Hochschulpräsident Professor Dr. Robert F. Schmidt freut sich über das Engagement der Studierenden. „Die Hochschule unterstützt selbstverständlich Eigeninitiativen wie diese. Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die
anwendungsbezogene Lehre unserer Hochschule", erklärt Schmidt.
Seine Praxistauglichkeit soll das Rennfahrzeug dann im Frühjahr 2010 auf einer Rennstrecke unter Beweis stellen. „Wir wollen hierzu ein großes Event mit Studenten, Professoren, Öffentlichkeit, Medien und Grillparty organisieren", so die hoch motivierten Studenten der Hochschule Kempten.
Finanziert wird das Projekt durch Studienbeiträge sowie Sponsoren. Dabei gibt es noch Möglichkeiten in das Sponsoring dieses zukunftsweisenden Projekts einzusteigen.
Weiterführende Informationen:
Die Auslegung des elektrischen Antriebes mit seinen modernen Komponenten unterscheidet sich bei einem Gokart nicht grundsätzlich von der eines Straßenfahrzeuges. Nur die Kosten sind geringer und auch Probleme der Straßenzulassung treten erst einmal nicht auf. Bei erfolgreichem Abschluss des Projektes soll weiterführend ein Straßenfahrzeug gebaut werden. Um welche Art es sich dabei handelt, wird mit der Hochschulleitung sowie Industriepartnern festgelegt.
Grundsätzlich möchte sich das Werner-von-Siemens-Labor für elektrische An-triebe und Mechatronik verstärkt mit elektrischen Fahrzeugantrieben beschäf-tigen. Speziell im neu geplanten Master-Studiengang „Electrical Engineering" sind hierzu weitere Projekte vorgesehen. Die Elektro- und Informationstechnik ist eine Schlüsseltechnologie, die heute in keinem technischen Zweig mehr wegzudenken ist. Künftige Absolventen dieses Studienganges haben ausge zeichnete Berufsperspektiven. Insbesondere das Feld der elektrischen Fahrzeugantriebe wird eine bedeutende Rolle spielen. Ein Gebiet, auf dem die deutsche Industrie heute bereits weltführend ist.
Hinweis:
Die Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Kempten hat die Anmeldefrist für ihre Studiengänge Elektro- und Informationstechnik, Infor-matik sowie Wirtschaftsinformatik bis zum 31. Juli verlängert. Wer zum Be-ginn des Wintersemesters am 1. Oktober ein Studium aufnehmen möchte, hat noch zwei Wochen Zeit sich zu bewerben. www.hochschule-kempten.de
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