Gemeinde Bad Hindelang

Ein Ritterschlag für sehr gute Luftqualität

Kempten/Oberallgäu | 24.06.2010

Ein Ritterschlag für sehr gute Luftqualität
Dr. Markus Söder (links), und Dr. Gerd Müller eröffneten in Oberjoch eine neue Luftmessstation

Markus Söder und Gerd Müller eröffneten im Bad Hindelanger Ortsteil Oberjoch eine offizielle Messstelle des Lufthygienischen Landes-Überwachungssystems Bayern.

Die Anlage wurde nahe der „Alpenklinik Santa Maria“ installiert. Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller, eröffneten die Messstelle. Die Luft in Oberjoch gilt als die beste in Deutschland, der Ort als Mekka für Allergiker. Die Region ist völlig frei von Hausstaubmilben – Schimmelpilzsporen oder Pollen kommen nur bedingt vor.

„Oberjoch ist das Davos Deutschlands“

„Oberjoch hat eine phantastische Luftqualität. Das war uns zwar schon vorher klar, wir wollten jedoch ein Zeichen für eine positive Entwicklung setzen und nicht immer nur dort messen, wo die Luft schlecht ist“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder. Er untermauerte die exponierte Stellung des Bad Hindelanger Ortsteils im Verbund mit dem gesamten Alpenraum: „Das ist der sensibelste Raum in ganz Europa, deshalb muss er besondere Beachtung finden – das ist eine nationale Verantwortung.“ Anerkennende Worte fand auch der Präsident des Deutschen Heilbäder-Verbandes, Dr. Gerd Müller: „Oberjoch ist das Davos Deutschlands. Dieses Alleinstellungsmerkmal können wir nun noch deutlicher herausstellen – und zwar jede Minute.“

100 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus

„Diese Luftmessstation ist für den gesamten Alpenraum etwas Besonderes – vor allem in dieser Höhenlage. Darüber hinaus ist dieses Zeichen sehr wichtig, immerhin spielt der Tourismus und das Thema Gesundheit hier eine tragende Rolle“, sagte der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser. Bad Hindelangs Kurdirektor Max Hillmeier unterfütterte diese These mit Zahlen: „Der Umsatz aus dem Tourismus betrug allein in Bad Hindelang zuletzt 100 Millionen Euro.“ Den Gesundheits-Markt bezeichnete Hillmeier als „die Wachstums-Lokomotive der Zukunft“ und machte sich dafür stark, „dass die ambulante Badekur zur Pflichtbehandlung wird. Das ist unser Beitrag zu einer Stärkung des Gesundheitswesens und einer Kostensenkung“.

Ziel: zweitgrößtes Naturheilbad Deutschlands

Der Bürgermeister der Gemeinde Bad Hindelang, die Gästen mit dem Projekt „Bad Hindelang PLUS“ seit Mai Urlaub ohne Nebenkosten offeriert, sprach von einer „Leuchtturm-Funktion“ für das gesamte Allgäu. Adalbert Martin warf einen Blick in die Zukunft: „Unser Ziel ist, dass die Gemeinde Bad Hindelang das zweitgrößte Naturheilbad Deutschlands nach dem Ostseebad Baabe wird.“

Bestätigt: Bad Hindelang hat ein Heilklima

Ein wissenschaftliches Gutachten des Deutschen Wetterdienstes bestätigt den heilklimatischen Charakter von Bad Hindelang mit Luftgütegrad 1. Äußerst niedrig sei die Feinstaubbelastung in Bad Hindelang, attestierte ein Experte vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz. Die dortigen Werte unterbieten alle bislang in Bayern gemessenen Feinstaub- und Schadstoffwerte deutlich. In Verbindung mit extrem niedrigen Pollenwerten bringt schon ein kurzer Aufenthalt in Deutschlands einzigem Hochgebirgs-Zentrum für Allergiker spürbare gesundheitliche Vorteile.

Die aktuellen Daten rund um die Luftqualität in Bad Hindelang sind jederzeit im Internet abrufbar unter http://www.bad-hindelang.info/index.shtml?luft_rein.

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