Kempten/Oberallgäu | 06.07.2010
Der Rückenwind für die Wirtschaft ist auch im Oberallgäu angekommen. Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Schwaben zeigt einen starken Aufwärtstrend.
Auf herbe Rückschläge und Krisen folgt aktuell eine Wiederbelebung des Exportgeschäftes bei Konsum- und Investitionsgütern. „Auch wenn manche Einbrüche der Krise noch nicht überwunden sind, gibt die aktuelle Lage bei den Unternehmen einigen Anlass dazu, optimistisch in die kommenden Monate zu blicken“, kommentiert der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Markus Brehm die regionalen Ergebnisse für den Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten.
Über die Hälfte der Betriebe sind mit der aktuellen Lage zufrieden
Die allgemeine Geschäftslage hat sich bei den Unternehmen im Vergleich zur Umfrage bei Jahresbeginn abermals verbessert. Aktuell sind 57 Prozent der Betriebe mit der allgemeinen Lage zufrieden, über ein Viertel aller Inhaber schätzt die Lage sogar als gut ein. Seit dem Frühjahr des letzten Jahres haben sich diese Zufriedenheitswerte im Oberallgäu permanent verbessert, das Oberallgäu kommt aktuell dynamisch aus der Krise hervor. Gestützt wird diese Entwicklung von einer stark verbesserten Kapazitätsauslastung, fast jedes fünfte Unternehmen arbeitet schon wieder unter voller Kraft.
Industrie profitiert vom Export
Vor einem Jahr waren die Unternehmer noch skeptisch was die Zukunft für ihr Unternehmen bringen würde, heute gibt es kaum noch einen Industriebetrieb der von einer schlechten Geschäftslage berichtet. Vielmehr bezeichnet ein Drittel der produzierenden Unternehmen sie als ausgesprochen gut. Dabei haben die Firmen von der überregionalen Nachfrage, in besonderem Maße vom Export in den vergangenen Monaten stark profitieren können.
Geringere Dynamik im Handel
Ein wenig gedämpfter ist die aktuelle Stimmungslage noch im Handel der noch keinen durchgreifenden Impuls verzeichnen kann. Besonders die Binnennachfrage macht noch Sorgen. „Die Situation Handel wird auch maßgeblich von der Einkommenssituation der Menschen vor Ort beeinflusst, die Kurzarbeit und die Flexibilität der Inhaber haben es ermöglicht, viele Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen“, erzählt Markus Brehm. Der Handel darf aber optimistisch sein. Aktuell ist die Situation zwar stabil, dennoch ist für fast ein Drittel der Händler die aktuelle Geschäftslage noch nicht zufriedenstellend.
Aufwärtstrend bleibt bestehen
Aufgrund von aktuellen Verbesserungen erwarten die Unternehmer im Oberallgäu, dass dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte weitgehend konstant bleibt. Jeder fünfte Betrieb sieht sogar konkrete Anzeichen einer weiteren Verbesserung in den kommenden Monaten. Um die konjunkturelle Belebung in höhere Erträge umsetzen zu können, werden 21 Prozent ihre Investitionen spürbar in die Höhe schrauben, knapp die Hälfte werden diese auf dem zuvor kalkulierten Niveau durchführen. Auch am Arbeitsmarkt hellt sich die Lage auf, denn 70 Prozent der Unternehmen werden keine Stellenstreichungen vornehmen müssen und einige wenige ziehen Neueinstellungen in Betracht.
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